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Mit Sri M in Berlin

Sri M war vom 17.03. ‚Äď 21.03. f√ľr seinen ‚ÄěWalk of Hope‚Äú in Berlin. Ich habe ihn mit der Kamera begleitet. Hier ist schon mal ein kurzes Video:

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 01.03.2017
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 01.03.2017)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise

Aktuelle Hinweise

Die indische Regierung hat im November 2016 die bisherigen 500- und 1.000 Rupien-Geldscheine aus dem Umlauf genommen. Neue Geldscheine wurden seitdem sukzessive in Umlauf gebracht. Da es an Geldautomaten und in Wechselstuben noch zu Engp√§ssen kommen kann, wird nachdr√ľcklich empfohlen, eine oder mehrere Kreditkarten mitzuf√ľhren.

Seit mehreren Monaten kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen und Generalstreiks immer wieder zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise laufend √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden, auch bei Stra√üensperren, Folge zu leisten.
 



Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in den letzten Jahren angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer arbeiten mitunter mit diesen Veranstaltern zusammen und fahren Touristen gezielt dorthin, insbesondere direkt nach Ankunft am Flughafen in Delhi. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise)
Seit September 2016 kommt es wieder verst√§rkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen wie auch mit verschiedenen Separatistengruppen entlang der internationalen Grenze und der Waffenstillstandslinie (LoC) in Jammu und Kaschmir. Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und den Anweisungen der lokalen Beh√∂rden Folge zu leisten.

Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise in den Landesteil Kaschmir sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.



Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.



Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.



Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.
Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.
Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.



Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 



Medizinische Hinweise 

Impfschutz
Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen
Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera
Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria
Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber
Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya
Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis
Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)
Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut
Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose
Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten
Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen
Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren
Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner pers√∂nlich¬† beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe Kontaktadressen z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 01.03.2017

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The tiny amphibians, which live in India’s diverse Western Ghats, proved tricky to track down.

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Das Arri-Kino zeigt die ausgezeichneten Werke des Menschenrechts-Filmpreises. Die Geschichten f√ľhren nach Mexiko, Indien, Zentralafrika und Deutschland

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In Bangalore kam es an Silvester zu massiven Übergriffen gegen Frauen. Die Schriftstellerin Deepti Kapoor erklärt die patriarchalischen Strukturen ihrer Heimat und wie Inderinnen sich mit Dating-Apps Freiheit erkämpfen.

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Stellen Sie sich vor, Sie sind in Delhi und die Blase dr√ľckt. Klingt profan, ist es aber nicht: In Drittweltl√§ndern hygienische Toiletten zu finden, ist nicht immer einfach. In Indien soll nun eine App dabei helfen.

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Mongooses in India are snared and clubbed in large numbers so their fur can be turned into paintbrushes for Americans and Europeans.

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Das zweistimmige Gebet, das die Therapeutinnen zart vor jeder Anwendung anstimmen; die zusammen mit den jungen M√∂nchen von Rishikesh durchgef√ľhrte Feuer-Zeremonie zum Sonnenuntergang am Fluss; oder die pers√∂nlich abgestimmte ayurvedische Kost, die trotz ihrer heilenden Wirkung schmeckt wie ein indischer Gew√ľrzmarkt.

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