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Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 27.09.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 27.09.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten. Seit Anfang Juli kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt. Das Mobilfunknetz funktioniert nur sehr unzuverlässig.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise laufend √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in verschiedenen Landesteilen angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer scheinen mitunter mit diesen Veranstaltern zusammenzuarbeiten und Touristen gezielt dorthin zu fahren. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise)
Seit Oktober 2014 flammen verstärkt immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen entlang der internationalen Grenzlinie in Jammu und Kaschmir auf.

Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen.

Landesteil Kaschmir
Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 27.09.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2cSt2Nt

Nepal

Nepal: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 20.09.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 20.09.2016)

Letzte √Ąnderungen: Aktuelle Hinweise (Entfall)

Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Am 20. September 2015 wurde die neue nepalesische Verfassung nach einem langen Verhandlungsprozess verabschiedet. Eine weitere Stabilisierung der innenpolitischen Lage ist jedoch, aufgrund von Unzufriedenheit mit der Verfassung bei einigen Bev√∂lkerungsgruppen, nicht zu beobachten. Reisende in Nepal sind daher besonderen Unw√§gbarkeiten ausgesetzt. Reisende sollten sich √ľber die aktuelle Lage informiert halten, sich potentielle Gef√§hrdungen bewusst machen und die folgenden Hinweise beachten:¬†¬†

Bandhs/ Streiks

Wegen der innenpolitischen Lage finden weiterhin Protestaktionen sowie lokale oder landesweite Streiks der verschiedenen politischen Gruppen und Organisationen statt. In der Vergangenheit kam es in ganz Nepal wiederholt zu größeren politischen Kundgebungen, General- und Transportstreiks und anderen Aktionen als Druckmittel politischer Kräfte.  

Grunds√§tzlich muss in Nepal jederzeit mit kurzfristig ausgerufenen ‚ÄěBandhs‚Äú (Zwangsstreiks jedweder Art), auch im Kathmandu-Tal, und Blockaden/Stra√üensperren gerechnet werden; manchmal werden diese auch gewaltsam durchgesetzt. Letzteres gilt auch f√ľr sog. Transportstreiks. Nach den bisherigen Erfahrungen k√∂nnen diese Protestaktionen das √∂ffentliche Leben empfindlich st√∂ren bzw. l√§hmen und zu gewaltt√§tigen Auseinandersetzungen mit Gefahr f√ľr Leib und Leben f√ľhren. Auch Hauptverkehrsstra√üen werden h√§ufig tagelang u.a. mit brennenden Reifen blockiert und sind damit unpassierbar, wodurch touristische Ziele oder Flugh√§fen nur mit gro√üen Zeitverz√∂gerungen erreicht werden k√∂nnen.

Sofern es die Sicherheitslage zul√§sst bem√ľht sich das Nepal Tourism Board Shuttle-Busse zum Flughafen zu betreiben. N√§here Informationen dazu gibt die Touristenpolizei am jeweiligen Aufenthaltsort.

Es wird empfohlen, jegliche Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden.

Während der Streiks sind Reisen auf dem Landwege nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen möglich. Der Flugverkehr ist von den Bandhs in aller Regel nicht betroffen, evtl. aber der Zu- und Abgang zu den Flughäfen. Zu beachten ist, dass während der Ausgangssperren und Streiks teilweise keine Ambulanzfahrzeuge fahren, Krankenhausmitarbeiter nicht erreichbar sind und auch in Notfällen keine Hilfe durch die Botschaft geleistet werden kann.

Immer wieder belastet die unzureichende Versorgung mit Treibstoff und LP-Gas die Hauptstadt und das Kathmandu-Tal. Die Transport- und Versorgungsmöglichkeiten sind daher eingeschränkt.

Reisen √ľber Land

In Folge des schweren Erdbebens vom  25. April 2015 sowie  heftiger Nachbeben gibt es im ganzen Land weiterhin Infrastrukturschäden und unpassierbare Straßen. 

Die schwer betroffenen Distrikte (Gorkha, Kavrepalanchok, Dhading, Nuwakot, Rasuwa, Sindupalchok, Dolakha, Ramechhap, Okhaldunga, Makwanpur und Sindhuli) sind durch Erdrutsche oder Gerölllawinen weiterhin teilweise schwer zugänglich. Bei Reisen in diese Gebiete ist daher besondere Vorsicht geboten.  

Der Zugang zu dem besonders schwer von den Beben betroffenen Trekking- Gebiet Langtang ist auch ein Jahr danach nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten möglich. Von Reisen in diese Region wird daher weiterhin abgeraten.

Reisenden wird empfohlen, sich vor Reisen nach Nepal bei ihrem Reiseveranstalter oder der √∂rtlichen Reiseleitung √ľber die Durchf√ľhrbarkeit der Reise zu informieren und w√§hrend eines Aufenthalts in Nepal die aktuelle √∂rtliche Medienberichterstattung zu verfolgen.

Angesichts der prek√§ren Versorgungslage mit Diesel und Benzin kann es zu erheblichen Schwierigkeiten bei Reisen √ľber Land kommen.

Infolge der nicht immer st√∂rungsfreien Kommunikation k√∂nnen sich in Notf√§llen erhebliche Schwierigkeiten ergeben, weil Hilfeleistungen nicht rechtzeitig organisiert werden k√∂nnen. Es wird darauf hingewiesen, dass Rettungsfl√ľge wetter- und tageszeitbedingt nicht immer rechtzeitig durchgef√ľhrt werden k√∂nnen und Rettungshubschrauber nicht in alle H√∂hen und Landesteile fliegen k√∂nnen.

Das Terai, s√ľdliches Grenzland zu Indien, war in den vergangenen Jahren oftmals Schauplatz von ¬†Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen und den Sicherheitskr√§ften. Im Terai und anderen Gebieten, selbst in Kathmandu, waren in der Vergangenheit vereinzelt auch Fahrzeuge von Diplomaten und internationalen Organisationen Ziel von Angriffen. Gelegentlich wurden Ausl√§nder bedroht.

An den Grenz√ľberg√§ngen zu Indien kann es auf Grund der instabilen politischen Situation sowohl auf nepalesischer als auch auf indischer Seite zu Verz√∂gerungen beim Grenz√ľbertritt kommen.

Kriminalität
Auf Grund der politischen Instabilität und der Unzuverlässigkeit des Rechtssystems ist eine steigende Gewaltbereitschaft und Kriminalität im ganzen Land feststellbar. In touristischen Regionen sind häufiger Taschendiebstähle vorgekommen, in abgelegeneren Gebieten auch durch vorbeifahrende Motorradfahrer.

In den vergangenen Jahren haben mehrere ausl√§ndische Touristinnen Vergewaltigungen in Thamel, dem Touristen-Viertel Kathmandus, sowie in den in Kathmandus s√ľdlicher Nachbarstadt Patan gelegenen Vierteln Sanepa und Jawalakhel angezeigt.¬†Frauen¬†wird deshalb empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit besonders vorsichtig und stets mit Begleitung unterwegs zu sein.

Kriminelle Organisationen und andere Gruppierungen erpressen in vielen Landesteilen nationale und internationale Organisationen, Gesch√§ftsleute und Einzelpersonen und setzen Forderungen mit Gewalt durch. Auch Trekking-Touristen sind gelegentlich Ziel derartiger ‚ÄěSpenden-Erpressungsversuche‚Äú. Ein ortskundiger F√ľhrer kann in solchen F√§llen deeskalierend wirken.¬†

Im Umgang mit staatlichen Sicherheitskräften ist zu beachten, dass in Nepal teils ein anderes Rechtsverständnis besteht. Nachgiebiges Auftreten wird daher angeraten.

Naturkatastrophen

Das Himalaya-Gebiet gilt insgesamt als stark erdbebengef√§hrdet. Im Falle eines schweren Erdbebens muss davon ausgegangen werden, dass medizinische Einrichtungen und generelle Notfallausstattungen √ľberlastet sind. Es wird daher empfohlen, sich vor Anreise mit den Verhaltensregeln f√ľr den Fall eines Erdbebens vertraut zu machen.

Während der von Juni bis Anfang Oktober andauernden Monsunzeit entstehen in ganz Nepal immer wieder Reisebehinderungen durch plötzlich auftretende Überschwemmungen (insbesondere im Grenzgebiet zu Indien) und Erdrutsche, die auch die Hauptreisewege betreffen können.

Hinweise f√ľr Trekking-Touren

Es wird dringend empfohlen, nicht alleine zu trekken. Die gesundheitlichen Risiken sind in den höher gelegenen Gebieten sehr hoch. Auch kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen gegen allein reisende Trekker.

Weiterhin wird empfohlen, nur bekannte Routen zu begehen, in Gruppen zu bleiben, ausschlie√ülich seri√∂se Agenturen und F√ľhrer zu nutzen sowie vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen. Dar√ľber hinaus sollten sich Reisende bei der Deutschen Botschaft in Kathmandu unter Angabe der Trekking-Route und der Versicherungsdaten bzw. der evtl. Mitgliedschaft in einer Rettungsfluggesellschaft registrieren Die Registrierung kann maximal 10 Tage vor Ihrer geplanten Reise unter http://elefand.diplo.de vorgenommen werden.

Beim Trekking sollten Reisende die Risiken der H√∂henkrankheit nicht untersch√§tzen und¬†bei den ersten Anzeichen (√úbelkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot) absteigen. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit kommt in der Regel jede Hilfe zu sp√§t. Ebenso ist zu bedenken, dass Helikopter-Rettungsfl√ľge wetter- und tageszeitbedingt nicht immer sofort durchgef√ľhrt werden k√∂nnen. Das Ausw√§rtige Amt verweist hierzu auf das Merkblatt zur H√∂henkrankheit.

Alle Trekker m√ľssen ein g√ľltiges TIMS-Certificate (Trekkers‚Äė Information Management System) vorweisen, das von den TIMS-Stellen des Nepal Tourism Board (NTP) bzw. der Trekking Agents Association of Nepal (TAAN) sowohl f√ľr Trekker, die mit einer Agentur reisen¬†als auch f√ľr Individual-Trekker¬†ausgestellt wird. Die Geb√ľhr muss¬†in nepalesischen Rupien entrichtet werden. Reiseagenturen, die diesen Verb√§nden nicht angeh√∂ren, m√ľssen die Zertifikate bei NTB bzw. TAAN einholen. Gelegentlich werden die Zertifikate von hilfsbereiten Vermittlern ausgef√ľllt. Da jeder Tourist f√ľr den Inhalt seiner Genehmigung selbst verantwortlich ist, gilt es, auf eine korrekte Ausf√ľllung zu achten. N√§here Informationen sind erh√§ltlich bei NTB, Tel. 00-977-1-422 57 09, E-mail: mediacenter@ntb.org.np¬†Die Trekking Geb√ľhren unterliegen laufenden Anpassungen.

Wiederholt kam es zu Erpressungen von Trekkern, die mit frei angeheuerten Tr√§gern ohne Versicherungsnachweise f√ľr die Tr√§ger unterwegs waren. Das Einschalten einer verl√§sslichen Reiseagentur und das Mitf√ľhren der entsprechenden Zahlungsnachweise beugen rechtlichen Schwierigkeiten vor.

Freiwilligendienste/Voluntourism-Aufenthalte

Bei der Aufnahme von Freiwilligendiensten (sogenannten Voluntourism) bei vermeintlich gemeinn√ľtzigen Organisationen wird zu einer gewissen Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere f√ľr T√§tigkeiten in Kinderheimen oder wenn dem Freiwilligen ein gr√∂√üerer Geldbetrag f√ľr seine Dienste in Rechnung gestellt werden soll. Es ist vermehrt vorgekommen, dass lokale oder internationale Nichtregierungs-Organisationen armutsrelevante Projekte zur eigenen Bereicherung vort√§uschen.

Es wird empfohlen, sich vor Abreise beim Hauptsitz der Organisation √ľber die Anstellungsbedingungen, die Art der Arbeit sowie die Versicherungsdeckung zu informieren. Zur Aufnahme einer Freiwilligenarbeit in Nepal muss eine Arbeitserlaubnis von den nepalesischen Beh√∂rden erteilt werden. Die Aus√ľbung dieser T√§tigkeiten mit einem Touristenvisum ist illegal und wird bestraft.

Krisenvorsorgeliste

Alle Reisenden haben die M√∂glichkeit sich im elektronischen Meldesystem des Ausw√§rtigen Amts (http://elefand.diplo.de) anzumelden. Hier√ľber werden im Bedarfsfall Sicherheitshinweise versandt. Auch sollten dort Informationen zu m√∂glichen Ansprechpartnern in Deutschland sowie Angaben zur Mitgliedschaft bei einer Rettungsfluggesellschaft und die Reisekrankenversicherung hinterlegt werden. Insbesondere Reisenden, die nicht Teil einer Pauschalreisegruppe sind wird geraten, von dieser M√∂glichkeit Gebrauch zu machen. Pauschalreisende werden ggfs. √ľber die Reiseveranstalter √ľber die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Aufgrund von Schwierigkeiten mit der Stromversorgung gibt es landesweit das sogenannte ‚ÄěLoad shedding‚Äú. Dies bedeutet t√§glich mehrere Stunden Stromabschaltungen, worunter das ganze Land, insbesondere die Industrie, leidet. Touristen sollten bedenken, dass Akkus nicht immer aufgeladen werden k√∂nnen.

Die zur√ľckliegenden Protestaktionen und Streiks in einigen Gebieten des Terais und der Blockierung einiger wichtiger Grenz√ľberg√§nge zu Indien, haben eine Verknappung wichtiger Verbrauchsg√ľter wie Diesel, Benzin und Flaschengas bewirkt.. Zudem ist eine Verteuerung der verf√ľgbaren G√ľter auf M√§rkten und in Superm√§rkten eingetreten.

Eine Entspannung der Situation nicht absehbar. Auch Restaurants und Hotels reagieren auf die Verknappung wichtiger G√ľter, einige Restaurants sind daher geschlossen oder bieten nur noch eingeschr√§nkte Speisekarten an.

Von den Versorgungsengpässen sind auch öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser betroffen. Eine Versorgung im Notfall kann daher in Einzelfällen schwierig werden, da wichtige Medikamente knapp werden. Auch eine Rettung aus abgelegenen Gebieten mit Helikoptern kann aufgrund der unzureichenden Dieselvorräte und den Wetterbedingungen problematisch werden.

Verkehrsbedingungen

Bei Reisen √ľber Land muss mit den √ľblichen Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden.
Die Flugsicherheit von inl√§ndisch und international operierenden nepalesischen Fluggesellschaften entspricht nicht europ√§ischen Sicherheitsstandards. Allen nepalesischen Luftfahrtunternehmen wurde mit Wirkung vom 05.12.2013 der Betrieb im europ√§ischen Luftraum untersagt, die sog. ‚Äěschwarze Liste‚Äú der EU ist einsehbar unter:
http://ec.europa.eu/.

Von Fahrten in normalen √úberlandbussen wird wegen der Vielzahl von Verkehrsunf√§llen, die h√§ufig den Tod s√§mtlicher Insassen zur Folge haben abgeraten. Bei Fahrten √ľber Land sollten ausschlie√ülich gekennzeichnete Touristenbusse benutzt werden.

Geldversorgung

Im Kathmandu-Tal besteht die M√∂glichkeit, sich √ľber Geldautomaten mit Bargeld zu versorgen. Die meisten Automaten akzeptieren EC-Maestro-Karten, Visa- und Master-Kreditkarten jeweils mit PIN.

Devisen können in allen größeren Städten problemlos getauscht werden. Traveler Cheques hingegen werden nicht mehr angenommen. Die indische Rupie ist in Nepal frei konvertierbar, allerdings werden Scheine nur bis max. 100 INR-Noten akzeptiert.

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente m√ľssen sechs Monate g√ľltig sein.
Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

F√ľr die Einreise ben√∂tigt man ein Visum, das bei der Einreise an Grenz√ľbergangsstellen nach Nepal oder am Flughafen Kathmandu erteilt wird. Die Geb√ľhr f√ľr ein 30 Tage g√ľltiges Touristenvisum betr√§gt 40,- US$; ein Passfoto ist am Flughafen vorzulegen. Visageb√ľhren k√∂nnen auch in EUR oder anderen konvertiblen W√§hrungen bezahlt werden, die von der Bank am Flughafen zum Dollar-Tageskurs umgerechnet werden. Kinder unter zehn Jahren bezahlen keine Visageb√ľhr.

Reisende sollten direkt nach Erteilung pr√ľfen, ob das Visum tats√§chlich den gew√ľnschten Zeitraum umfasst. Ansonsten f√ľhrt dies zu Problemen bei der Ausreise, u.a. zu empfindlichen Strafgeb√ľhren, ohne deren Bezahlung keine Ausreise gew√§hrt wird.

Das Visum kann auch in Deutschland bei der nepalesischen Botschaft in Berlin sowie bei den nepalesischen Honorarkonsuln in Frankfurt, Hamburg, K√∂ln, M√ľnchen und Stuttgart beantragt werden. Dort sollte man sich die Einreisevorschriften im eigenen Interesse vor Antritt der Reise best√§tigen lassen. Auf Grund der langen Wartezeiten bei der Visumerteilung am Flughafen empfiehlt das Ausw√§rtige Amt die vorherige Einholung eines Visums. Neu ist die M√∂glichkeit, ein Visum zur Einreise √ľber den Tribhuvan-Flughafen vorab online unter http://ift.tt/1lDy26f ¬†zu beantragen. Zur Zuverl√§ssigkeit des Verfahrens liegen allerdings keine Erfahrungswerte vor.

Laut derzeitiger Auskunft der nepalesischen Einwanderungsbeh√∂rde soll die Visumserteilung bis zum Ende der G√ľltigkeit des Reisedokuments m√∂glich sein, in der Praxis r√§t die Deutsche Botschaft Kathmandu jedoch dazu, mit einem noch mindestens¬†sechs Monate g√ľltigen Pass zu reisen. Manchmal akzeptieren Fluggesellschaften Passagiere nicht, deren P√§sse in K√ľrze ablaufen.

Eine Registrierung oder Meldepflicht nach Einreise ist nicht vorgesehen.

Touristenvisa sind bis zu 150 Tagen verl√§ngerbar, sofern die zust√§ndigen Beh√∂rden die Voraussetzungen f√ľr eine Verl√§ngerung als gegeben betrachten.

Aufenthalte ohne oder mit abgelaufenen Visa f√ľhren zu empfindlichen Geld- und teilweise auch Gef√§ngnisstrafen.
Zur Aus√ľbung von Freiwilligendiensten in Nepal muss eine Arbeitserlaubnis von den nepalesischen Beh√∂rden erteilt werden. Die Aus√ľbung dieser T√§tigkeiten mit einem Touristenvisum ist illegal und wird bestraft. Dies gilt auch f√ľr medizinische Hilfsaktionen in Nepal (sog. Health Camps), welche zus√§tzlich grunds√§tzlich die Zustimmung des Nepal Medical Councils ben√∂tigen.

Aktuelle Visabestimmungen und Geb√ľhren sind¬†auf der Website des Department of Immigration unter www.immi.gov.np¬†zu finden oder k√∂nnen von der nepalesischen Botschaft in Berlin erfragt werden (http://ift.tt/1aEFZSH). Es wird geraten, die aktuellen Informationen vor Abreise zu pr√ľfen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t Reisenden, sich wegen Visa, die in Nepal f√ľr Drittl√§nder (z. B. f√ľr Indien) ben√∂tigt werden, nur direkt an die entsprechenden Botschaften zu wenden und sie nicht durch Reiseb√ľros oder andere Vermittler einholen zu lassen (Ausnahme: Gruppenvisa f√ľr Tibet). So vermeidet man die Eintragung eines gef√§lschten Visums, mit dem es schon bei der Ausreise aus Nepal zu Komplikationen kommen kann. Probleme bei Reisedokumenten, die Visa anderer Staaten enthalten gibt es nicht.¬†

Reisende, die √ľber Indien kommen und Nepal wieder nach Indien verlassen m√∂chten, sollten sich rechtzeitig √ľber die ge√§nderten indischen Visa-Vorschriften bei der/dem n√§chsten indischen Botschaft/Konsulat oder dem indischen Innenministerium informieren http://boi.gov.in/¬†¬†

Reisende, die Interesse an einer Weiterreise nach Tibet in der Volksrepublik China haben, informieren sich bitte vor der Einreise nach Nepal bei der chinesischen Botschaft in Deutschland oder Nepal √ľber die M√∂glichkeiten der Visumerteilung (z.B. Zust√§ndigkeiten, Bearbeitungszeiten, Geb√ľhren). Zu¬†beachten ist insbesondere, dass die Erteilung chinesischer Visa nicht das ganze Jahr √ľber erfolgt.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Verbindliche Ausk√ľnfte zu Zollbestimmungen k√∂nnen lediglich die nepalesischen Auslandsvertretungen oder das nepalesische Finanzministerium www.customs.gov.np¬†geben. Vorbehaltlich dessen nachstehend die derzeit g√ľltigen Einfuhrbestimmungen.

Inhaber eines ausl√§ndischen Reisepasses, die nach Nepal einreisen oder aus Nepal ausreisen, d√ľrfen folgende Gegenst√§nde zollfrei ein- bzw. ausf√ľhren:

Bedarfsgegenst√§nde, sofern sie bei R√ľckkehr wieder ausgef√ľhrt werden

  • 1 gebrauchtes Fernglas
  • 1 gebrauchte Film- oder Videokamera (mit Abspielger√§t), 1 Fotoapparat, 1 Computer (werden vor Einfuhr in den Reisepass eingetragen)
  • 1 gebrauchte tragbare Musikanlage, 10 bespielte oder unbespielte Kassetten (werden vor Einfuhr in den Reisepass eingetragen)
  • gebrauchte Kleidung und Bettw√§sche, gebrauchte Haushaltsgegenst√§nde
  • 1 Kinderwagen und 1 Dreirad
  • 1 Set gebrauchte F√ľllfederhalter, 1 Set Filzstifte oder Bleistifte
  • 1 gebrauchte Armbanduhr

Folgende zur Berufsaus√ľbung bestimmte Gegenst√§nde

  • 1 Sortiment Zimmermannswerkzeug
  • gebrauchte √§rztliche Standardinstrumente f√ľr Haus√§rzte sowie gebrauchte Instrumente f√ľr den Bedarf jeweiliger Fach√§rzte
  • 1 Musikinstrument und notwendiges Zubeh√∂r f√ľr Musiker
  • Sportartikel f√ľr Sportler
  • Angel

Der Zolldirektor kann ausl√§ndischen Touristen die zollfreie Ein- und Ausfuhr anderer als der aufgez√§hlten mitgef√ľhrten Gegenst√§nde gestatten, sofern er dies f√ľr angemessen erachtet.

Zum Verbrauch bestimmte Gegenstände

  • 1 Flasche Spirituosen (bis 1,15 Liter) oder 12 Dosen Bier
  • 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 250 g Tabak
  • 15 Filme f√ľr Fotoaufnahmen und 12 Rollen Film f√ľr Videoaufnahmen
  • Medikamente f√ľr den eigenen Bedarf f√ľr die Dauer des Aufenthaltes¬† (mit Ausnahme solcher, f√ľr die ein Einfuhrverbot besteht ‚Äď siehe http://ift.tt/1bCbbpK )
  • Nahrungsmittel inklusive Konservendosen bis zu einem Wert von NPR 1.000,-
  • frisches Obst bis zu einem Wert von NPR 1.000,-

¬†Ausfuhr von G√ľtern aus Nepal

  • Genehmigungsfrei ausgef√ľhrt werden d√ľrfen in Nepal hergestellte Produkte (mit Ausnahme solcher, f√ľr die ein Ausfuhrverbot besteht) bis zu dem Betrag in ausl√§ndischer W√§hrung, den der Tourist bei einer Bank oder bei einer staatlich autorisierten Wechselstube eingetauscht hat.
  • Bei der Ausfuhr von G√ľtern ist die Negativliste des nepalesischen Zolls zu gesch√ľtzten Kulturg√ľtern sowie zu Produkten von gesch√ľtzten Tier- und Pflanzenarten zu beachten. Diese ist unter http://ift.tt/1thBYft -> Banned, Quantitative Restriction and Permission on Export einsehbar.

Die Ausfuhr größerer, bei der Einreise nicht deklarierter Devisenbeträge ist strafbar.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Wird der Aufenthalt in Nepal nach Ablauf des Visums unerlaubt fortgesetzt, droht eine Geldstrafe von derzeit 2,- US-$ f√ľr jeden ohne Aufenthaltsgenehmigung in Nepal verbrachten Tag. Ab dem 31. Tag erh√∂ht sich der Tagessatz auf 3,- US-$, bei mehr als 90 Tagen auf 5,- US-$. Wird die Strafe nicht bezahlt, muss mit einer empfindlichen Haftstrafe gerechnet werden, bei der sich die Geldbu√üe nur alle drei Tage um etwa 1,- US-$ reduziert.

Dies sind unverbindliche Angaben, die ge√§ndert werden k√∂nnen, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon in Kenntnis gesetzt wird. Verbindliche Ausk√ľnfte sind bei der nepalesischen Botschaft oder der nepalesischen Einwanderungsbeh√∂rde (http://ift.tt/1FaQwpn)erh√§ltlich.

Nepalesische Polizei und Justiz verfolgen Drogendelikte konsequent. Bei Verstößen drohen lange Gefängnisstrafen.

Die Ausfuhr gr√∂√üerer, bei der Einreise nicht deklarierter Devisenbetr√§ge kann ebenfalls zu empfindlichen Geld- und Haftstrafen f√ľhren.

Homosexuelle Handlungen k√∂nnen gem√§√ü nepalesischem Strafrecht als ‚Äěunnat√ľrliche sexuelle Handlungen‚Äú interpretiert und mit bis zu einem Jahr Gef√§ngnis oder einer Geldstrafe von bis zu 5.000,- NRP geahndet¬†werden; es sind jedoch in den letzten Jahren keine F√§lle tats√§chlicher Strafverfolgung bekannt geworden.

Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen sind ebenfalls verboten und werden neben einer empfindlichen Geldstrafe auch mit Haftstrafe geahndet. Es wird darauf hingewiesen, dass der Missbrauch von Kindern auch nach deutschem Recht strafbar ist und verfolgt wird, wenn diese Tat von Deutschen im Ausland begangen wird.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.

Dazu geh√∂ren f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch gegen Masern Mumps und R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Cholera

In Nepal und besonders auch im Kathmandu-Tal registriert man bei Beginn des Monsuns eine Zunahme von Cholera-Erkrankungen. Das Infoblatt ‚ÄěCholera‚Äú informiert √ľber pers√∂nliche Vorsichtsma√ünahmen. Sie finden es unter den Merkbl√§ttern des Gesundheitsdienstes des Ausw√§rtigen Amtes.

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Oberfl√§chengew√§sser k√∂nnen mit f√§kalen Keimen kontaminiert sein. Leitungswasser hat selbst in den St√§dten nicht immer Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss zu filtern, chemisch zu desinfizieren oder zu kochen. Trinkwasser aus den ACAP Filteranlagen entlang des Annapurna Treks gilt allgemein als sicher. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur aufbereitetes Trinkwasser verwendet werden.

Auf den Verzehr roher, ungekochter und ungeschälter Produkte sollte verzichtet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart worden sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe auch tags√ľber, wie unten f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Dengue Fieber kommt besonders im S√ľden des Landes, w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit auch in den mittleren Landesteilen bis in H√∂hen von circa 2000 Metern vor.

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Nepal in den s√ľdlichen Landesteilen, vereinzelt sind auch F√§lle im Kathmandu Tal aufgetreten.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 2000 Meter besteht in Nepal ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen, besonders in den Sommermonaten von Mai bis Oktober. Das Risiko ist im s√ľdlichen Tiefland am h√∂chsten und nimmt nach Norden mit zunehmender H√∂he langsam ab. Dabei handelt es sich in ca. 70% um die nur selten lebensbedrohliche, durch Plasmodium vivax verursachte, Malaria tertiana. In ca. 30% muss aber mit Malaria tropica F√§llen gerechnet werden.

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.

  • Das Tragen langer, heller und gegen Insekten impr√§gnierter Bekleidung im Freien,
  • das konsequente Einreiben aller Hautfl√§chen mit einem geeigneten Repellent und
  • das Benutzen impr√§gnierter Moskitonetze w√§hrend der Nacht oder
  • der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen von Stechm√ľcken √ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Nepal, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Nepal ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen), durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen und kann auch vor anderen sexuell √ľbertragbaren Krankheiten (Gonorrh√∂, Syphilis, Hepatitis B, u. a.) sch√ľtzen

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelm√§√üig t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und √úbertragung einer Tollwut. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Nepal nicht immer m√∂glich. Einen zuverl√§ssigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung f√ľr Reisen nach Nepal eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Die auch nach einem Biss notwendige, unverz√ľgliche ‚ÄěAuffrischung‚Äú kann dann ggf. vor Ort erfolgen.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger auch in Nepal. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes sch√ľtzt nicht vor einer Ansteckung.

Saisonale Influenza (Grippe)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (‚ÄěSchweinegrippe‚Äú), zirkulieren in Nepal in den Wintermonaten. Ein Impfschutz empfiehlt sich bei den vom Robert-Koch-Institut angesprochenen Risikogruppen (siehe: www.rki.de).

Geographisch bedingte Erkrankungen

Die H√∂henkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen H√∂henanpassung √ľber 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und √úberanstrengung) ausgel√∂ste, potentiell sehr gef√§hrliche Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn. Erkranken k√∂nnen besonders auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Zu Todesf√§llen kommt es nicht selten, weil grundlegende Regeln missachtet, Fr√ľhsymptome falsch gedeutet und Medikamente unvern√ľnftig eingesetzt werden. Bestimmte Erkrankungen von Herz und Lungen erh√∂hen ebenfalls das Risiko, eine H√∂henkrankheit zu erleiden.

Beschwerden, die Hinweise auf eine beginnende H√∂henkrankheit geben k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt. Vor der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der H√∂henkrankheit ohne Anweisung eines Arztes oder eines erfahrenen Bergf√ľhrers wird dringend gewarnt. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z.B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

Es gibt in Nepal mehrere zivile Luftrettungsunternehmen f√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te aber nicht immer einsatzbereit. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur verz√∂gert erfolgen. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen.

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Nepal nicht regelm√§√üig durchgef√ľhrt, die allgemein verbindlichen Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann im weiteren Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist nicht existent. Bei der Wahl der Transportmittel und der Route sind Reisende daher gehalten, eine kritische Auswahl zu treffen und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Defensives und vorausschauendes Fahren, angemessene Geschwindigkeit und gute Kenntnisse in der Ersten Hilfe k√∂nnen das Risiko eines schweren Unfalls mit bleibenden Gesundheitssch√§den reduzieren.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht. In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht h√§ufig nicht europ√§ischem Standard. Eine ausreichende Grundversorgung besteht in Kathmandu und den g√§ngigen Touristenzielen, auch entlang der gro√üen Trekkingrouten. In Kathmandu ist die medizinische Versorgung in einzelnen Fachbereichen durchaus auch auf einem hohen Niveau. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach Kathmandu oder weiter nach Indien erwogen werden. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Nepal bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht immer gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch Fake-Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Nepal mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Reisen, insbesondere beim Trekking,¬†mitzuf√ľhren.

Die Deutsche Botschaft in Kathmandu verf√ľgt f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der Stadt.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2cWcdV3

Malediven

Malediven: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 19.09.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 19.09.2016)

Letzte √Ąnderungen:
Datumsaktualisierung


Aktuelle Hinweise

Auf Grund der anhaltenden politischen Instabilität wird Reisenden empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden, die Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen und sich insbesondere in der Hauptstadt Malé mit Vorsicht zu bewegen.

Der Transfer in die Resorts erfolgt in der Regel direkt vom Flughafen, so dass ein Aufenthalt in Malé nicht erforderlich ist.

Die Regierung der Malediven erteilt bis auf weiteres keine Visa bei Einreise (‚ÄěVisa on Arrival‚Äú) f√ľr Staatsangeh√∂rige der am schwersten von Ebola betroffenen L√§nder Sierra Leone, Guinea und Liberia, sowie an Personen, die sich innerhalb von 21 Tagen vor der Einreise in einem dieser L√§nder aufgehalten haben.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Die Kriminalität (u. a. Messerstechereien), ausgehend von Angehörigen rivalisierender Jugendbanden, hat in Malé nach Regierungsangaben in der letzten Zeit zugenommen. Bei Besuchen in der Hauptstadt wird grundsätzlich zu besonderer Vorsicht geraten, vor allem in den Abendstunden und bei Dunkelheit.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Reisen √ľber Land

Der Verkehr zwischen den maledivischen Inseln wird mit Booten und Wasserflugzeugen abgewickelt. Beratung durch örtliche Reiseveranstalter ist empfehlenswert. 

Sonstige Informationen

F√ľr die Malediven ist die deutsche Botschaft in Colombo/Sri Lanka zust√§ndig:

Embassy of the Federal Republic of Germany,
P.O. Box 658,
Colombo, Sri Lanka.
Telefon +94 11 258 04 31, Fax  +94 1 258 04 40.
Notfalltelefon außerhalb der Dienstzeiten: +94 77 734 4283
Internet: www.colombo.diplo.de
E-Mail: info@colo.diplo.de  

In dringenden Fällen kann mit dem deutschen Honorarkonsul auf den Malediven Kontakt aufgenommen werden. Er hat folgende Adresse: 

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany,
Ibrahim U. Maniku
39, Orchid Magu, PO Box 20213, Malé 20-02, Malediven.
Telefon: +960 332 30 80, +960 333 2366, Fax: +960 332 2678
E-Mail: i.u.maniku@universalenterprises.com 

Bei Arbeitsaufnahme auf den Malediven, z. B. in den Hotels, sollten Arbeitnehmer darauf achten, ihren Reisepass nicht dem Arbeitgeber √ľber l√§ngere Zeit auszuh√§ndigen, da der Pass h√§ufig bei Arbeitsstreitigkeiten als Druckmittel verwendet wird. Ein gewisser Vorrat an Bargeld wird ebenfalls empfohlen, da Geldbeschaffung auf den kleineren Inseln schwierig sein kann.

Auch Pauschalreisenden wird empfohlen, eine g√ľltige Kreditkarte mit ausreichendem Kreditrahmen und PIN bzw. EC-Karte mitzuf√ľhren.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente m√ľssen¬†g√ľltig sein.
Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

F√ľr Deutsche besteht f√ľr die Einreise Pass- und Visumzwang. Touristenvisa bis zu 30 Tagen werden bei der Einreise in die Malediven erteilt.

Die Verlängerung eines Touristenvisums auf 90 Tage ist möglich, bedarf aber eines Antrages, der vor Ort (auf den Malediven direkt) gestellt werden muss, sowie einer Empfehlung der entsprechenden Hotelinsel, die ebenfalls vor Ort ausgesprochen werden muss. Eine Genehmigung wird durch das Department of Immigration and Emigration in Male erteilt.

Die Buchung eines touristischen Aufenthalts von einer Dauer, die 30 Tage √ľberschreitet, erfolgt daher auf eigenes Risiko. Auch wenn Sie nur einen Tag nach Ablauf der Visumsfrist von 30 Tagen ohne genehmigte Verl√§ngerung auf den Malediven bleiben, kann dies zu hohen Geldstrafen und zu einem Einreiseverbot f√ľhren!

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen sind nur direkt bei der Botschaft oder einem der Konsulate des Ziellandes erh√§ltlich (siehe¬†http://ift.tt/1GWoEVN; info@maldivesmission.ch). Details zu den Einreisebestimmungen sind auf der Website des Department of Immigration: http://ift.tt/1nGtGgz zu finden.




Besondere Zollvorschriften

Medikamente unterliegen einer strikten Einfuhrkontrolle. Die maledivische Regierung ist bestrebt, den Handel mit illegal eingef√ľhrten Medikamenten zu bek√§mpfen. Bei der Einfuhr von verschreibungspflichtigen Medikamenten zum pers√∂nlichen Gebrauch ist daher eine Bescheinigung des behandelnden Arztes mitzuf√ľhren, aus der der Name des Patienten, der Name des Medikaments bzw. der Medikamente und die therapeutische Tagesdosierung hervorgeht. Diese Bescheinigung muss in englischer Sprache abgefasst oder mit einer englischen √úbersetzung versehen sein. Die Einfuhr nicht verschreibungspflichtiger Medikamente unterliegt keinen Beschr√§nkungen. Allerdings wird auch hier empfohlen, eine √§rztliche Bescheinigung mitzuf√ľhren, sofern es sich nicht um allgemein bekannte Medikamente, z. B. gegen Magenprobleme oder Kopfschmerzen handelt.

Alkohol darf nicht eingef√ľhrt werden, auch nicht in den anderswo √ľblichen zollfreien Mengen, Ebenfalls verboten ist der Import von G√∂tterabbildungen wie z. B. ¬†Buddha-Statuen. Derartige Waren k√∂nnen jedoch bei der Einreise gegen Quittung am Flughafen an einem Sonderschalter deponiert und bei Ausreise wieder abgeholt werden.

Zeitschriften, die sp√§rlich bekleidete Personen zeigen, d√ľrfen nicht eingef√ľhrt werden.

Weitergehende Informationen zur Einfuhr von Waren sind direkt bei der Botschaft oder einem der Konsulate des Ziellandes bzw. unmittelbar bei der maledivischen Zollbeh√∂rde erh√§ltlich. Nur dort k√∂nnen rechtsverbindliche Ausk√ľnfte gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de eingesehen oder dort telefonisch erfragt werden.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Auf den Malediven ist jeglicher Rauschgiftbesitz strikt verboten. Verstöße können selbst bei geringen Mengen schwere Strafen zur Folge haben. Auch Touristen wurden bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Grundsätzlich verboten sind dort auch homosexuelle Aktivitäten. Bei Nichtbeachtung droht strafrechtliche Verfolgung.  Auf den Malediven ist der Islam (sunnitischer Richtung) Staatsreligion. Jegliche christliche Missionstätigkeit oder missionsähnliche Veranstaltung ist untersagt.

Au√üerhalb der touristisch erschlossenen Resorts, in sogenannten ‚ÄěArtificial Beach Areas‚Äú, z. B. in Mal√© oder in der N√§he von einfachen G√§steh√§usern, wurden Hinweisschilder angebracht, dass das Tragen unangemessener (‚Äúimproper‚ÄĚ) Badekleidung (z. B. Bikini) dort nicht gestattet ist. Es wird geraten, diese Hinweise unbedingt zu befolgen.




Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion

In der Region werden¬†durch M√ľcken √ľbertragbare Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch √§hnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings f√ľr ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verf√ľgung.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft f√ľr Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko fr√ľhkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganzt√§gige konsequente Anwendung pers√∂nlicher Schutzma√ünahmen zur Vorbeugung von M√ľckenstichen geachtet werden, siehe auch:¬† Schutzma√ünahmen M√ľckenstiche¬†¬†

Da eine sexuelle √úbertragbarkeit m√∂glich ist,¬†wird¬† nach einer m√∂glichen Exposition in den Ausbruchgebieten bei Sexualverkehr mit Schwangeren Kondomgebrauch f√ľr die Dauer der Schwangerschaft empfohlen.

Frauen sollten f√ľr 2 Monate nach R√ľckkehr aus den Ausbruchsgebieten eine Schwangerschaft verhindern. F√ľr m√§nnliche Reiser√ľckkehrer¬† ist dar√ľber hinaus zu √ľberlegen, ob¬† die Dauer des Aufenthaltes und das pers√∂nliche Risikoprofil vor Ort es rechtfertigen, nach R√ľckkehr seinen Sexualpartner generell f√ľr die Dauer von 2 Monaten durch Kondomgebrauch zu sch√ľtzen. Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf dem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Ausw√§rtigen Amts Merkblatt Zika-Virus-Infektion

Impfschutz

Personen die √§lter als ein Jahr sind m√ľssen, falls sie sich innerhalb von 9 Tagen vor ihrer Einreise in einem Land mit erh√∂htem Gelbfieberrisiko aufgehalten haben, eine g√ľltige Gelbfieberimpfung nachweisen (siehe www.who.int). F√ľr Reisende, die sich vor ihrer Reise auf die Malediven nur in Deutschland aufgehalten haben, bestehen keine Impfvorschriften.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen. Dazu geh√∂ren f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch gegen Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue-Viren. Dengue-Fieber kommt h√§ufiger w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit (Mai bis September) vor.

Der Aufenthalt in m√ľcken-gesch√ľtzen R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen) vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen, von Stechm√ľcken √ľbertragenen Erkrankungen.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya-Viren.

Malaria

Es gibt keine endemische Malaria auf den Malediven.

¬†Aufgrund der m√ľckengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

·     körperbedeckende helle, ggf. imprägnierte Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

·     ganztätig Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen

·     ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen), durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen.

Durchfall- und Darmerkrankungen

Hepatitis A und Durchfallerkrankungen kommen √ľberall im Archipel vor. Leitungswasser, auch in den St√§dten, hat nicht immer Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte und m√∂glichst kohlens√§urehaltige Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss gr√ľndlich abzukochen, zu filtern oder chemisch zu desinfizieren. F√ľr das Waschen von Obst oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Auf den Verzehr roher, ungekochter und ungesch√§lter Produkte sollte verzichtet werden. Fleisch, Fisch und Meeresfr√ľchte sollten ebenfalls nur gut durchgegart verzehrt werden. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (‚ÄěSchweinegrippe‚Äú), zirkulieren auf den Malediven ganzj√§hrig und im Allgemeinen ohne epidemische Verl√§ufe. Ein Impfschutz empfiehlt sich ggf. bei den vom Robert-Koch-Institut angesprochenen Risikogruppen (siehe: www.rki.de).

Vogelgrippe (Influenza A H5N1)

Bisher wurden auf den Malediven weder bei Tieren noch bei Menschen Fälle von Vogelgrippe nachgewiesen.

Geographisch und klimatisch bedingte Erkrankungen

Die durch die √Ąquatorn√§he intensive Sonneneinstrahlung, besonders zur Mittagszeit, wird von Urlaubern gerne untersch√§tzt und kann zu unangenehmen und langfristig gef√§hrlichen Sonnenbr√§nden f√ľhren. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden. Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren immer wieder zu tragischen Ertrinkungsunf√§llen. Auf entsprechende Warnungen ist an den Str√§nden zu achten. Alkoholkonsum sollte beim Baden und Schwimmen vermieden werden. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea). Badeunf√§lle durch Quallen, Giftfische, Wasserschlangen und Haie sind selten. Taucher m√ľssen mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut sein und sollten sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen lassen (siehe: www.gtuem.org).

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung auf den Malediven ist eingeschr√§nkt und entspricht in vielen Fachbereichen nicht europ√§ischem Standard. Das gilt auch f√ľr die beiden Krankenh√§user in Mal√©. Insbesondere bei schweren Erkrankungen oder Unf√§llen ist meist eine Evakuierung, z.B. nach Singapur oder Dubai (erreichbar innerhalb von 4 Stunden per Linienflug, je zweimal t√§glich), eventuell auch nach Indien (aufw√§ndigere Einreiseformalit√§ten) notwendig. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend angeraten. Besonders chronisch kranken und behandlungsbed√ľrftigen Menschen wird eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in gen√ľgendem Abstand vor der Ausreise empfohlen (siehe: www.dtg.org oder www.frm-web.de). Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge auf die Malediven mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Druckkammer-Zentren gibt es gegenw√§rtig auf Bandos Island Resort & Spa (Nord-Mal√©-Atoll), Kuramathi Island Resort (Rasdhoo-Atoll), Kuredu Island Resort & Spa (Lhaviyani-Atoll) und Shangri-La‚Äôs Villingili Resort & Spa (Addu-Atoll). Die Druckkammern auf Alidhoo Island und Kandholhudhoo Island existieren nach Wissen der Botschaft in Colombo nicht mehr.

Das Honorarkonsulat in Mal√© verf√ľgt f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der Stadt.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle, einen Tropenmediziner oder einen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie schon Erfahrung mit Reisen in die Tropen haben (siehe z.B.: www.dtg.org oder: www.frm-web.de).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2d1W9hJ

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 13.09.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 13.09.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise

Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise

In Karnataka ist es im Zusammenhang mit Diskussionen um die Wasserverteilung in S√ľdindien besonders in den gr√∂√üeren St√§dten wie Bangalore, Mysore oder Hassan zu Demonstrationen, Protesten und Absperrungen einiger Bereiche gekommen. Diese haben in den meisten F√§llen auch zur Aussetzung des √∂ffentlichen Verkehrs gef√ľhrt. Es wird geraten, die aktuelle Lage zu beobachten und gr√∂√üere Menschenansammlungen zu meiden. Im Falle von Demonstrationen oder Streiks wird empfohlen, sich bei lokalen Ansprechpartnern √ľber die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten. Seit Anfang Juli kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt. Das Mobilfunknetz funktioniert nur sehr unzuverlässig.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise laufend √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in verschiedenen Landesteilen angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer scheinen mitunter mit diesen Veranstaltern zusammenzuarbeiten und Touristen gezielt dorthin zu fahren. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise)
Seit Oktober 2014 flammen verstärkt immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen entlang der internationalen Grenzlinie in Jammu und Kaschmir auf.

Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen.

Landesteil Kaschmir
Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 13.09.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2ciNtIr

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 13.09.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 13.09.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise

In Karnataka ist es im Zusammenhang mit Diskussionen um die Wasserverteilung in S√ľdindien besonders in den gr√∂√üeren St√§dten wie Bangalore, Mysore oder Hassan zu Demonstrationen, Protesten und Absperrungen einiger Bereiche gekommen. Diese haben in den meisten F√§llen auch zur Aussetzung des √∂ffentlichen Verkehrs gef√ľhrt. Es wird geraten, die aktuelle Lage zu beobachten und gr√∂√üere Menschenansammlungen zu meiden. Im Falle von Demonstrationen oder Streiks wird empfohlen, sich bei lokalen Ansprechpartnern √ľber die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.

Seit Anfang Juli kommt es im Kaschmirtal bei Demonstrationen immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten.Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt. Das Mobilfunknetz funktioniert nur sehr unzuverlässig. 

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in verschiedenen Landesteilen angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer scheinen mitunter mit diesen Veranstaltern zusammenzuarbeiten und Touristen gezielt dorthin zu fahren. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir
Seit Oktober 2014 flammen verstärkt immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen entlang der internationalen Grenzlinie in Jammu und Kaschmir auf.

Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen.

Landesteil Kaschmir
Erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 13.09.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2csctHh

A common sight in India’s markets, birds dyed to look like rare and exotic species are a growing problem for both conservation and animal welfare.

from National Geographic News mehr auf http://ift.tt/2cOhIph

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 06.09.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 06.09.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise

Seit Anfang Juli kommt es im Kaschmirtal bei Demonstrationen immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten.Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt. Das Mobilfunknetz funktioniert nur sehr unzuverlässig. 

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in verschiedenen Landesteilen angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer scheinen mitunter mit diesen Veranstaltern zusammenzuarbeiten und Touristen gezielt dorthin zu fahren. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir
Seit Oktober 2014 flammen verstärkt immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen entlang der internationalen Grenzlinie in Jammu und Kaschmir auf.

Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen.

Landesteil Kaschmir
Erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 06.09.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2c3Q6IG

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 01.09.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 01.09.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise

F√ľr Freitag, 2. September 2016, sind landesweite Streiks und Demonstrationen angek√ľndigt. Aufgrund der hohen Konzentration der Gewerkschaften der Bediensteten des √∂ffentlichen Nahverkehrs im Ballungsraum Bangalore werden dort erhebliche Einschr√§nkungen im √∂ffentlichen Leben erwartet, √∂ffentliche Einrichtungen, Einkaufszentren und Schulen wie auch das deutsche Generalkonsulat bleiben dort geschlossen, auch private Transport- und Taxiunternehmen sollen nicht t√§tig sein.

Seit Anfang Juli kommt es im Kaschmirtal bei Demonstrationen immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten.Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt. Das Mobilfunknetz funktioniert nur sehr unzuverlässig. 

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in verschiedenen Landesteilen angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer scheinen mitunter mit diesen Veranstaltern zusammenzuarbeiten und Touristen gezielt dorthin zu fahren. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir
Seit Oktober 2014 flammen verstärkt immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen entlang der internationalen Grenzlinie in Jammu und Kaschmir auf.

Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen.

Landesteil Kaschmir
Erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 01.09.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2bEDIE7

Afghanistan

Afghanistan: Reisewarnung

Stand 31.08.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 31.08.2016)

 

Letzte √Ąnderung:
Medizinische Hinweis



Landesspezifische Sicherheitshinweise ‚Äď Reisewarnung

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt. 

Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

F√ľr zwingend notwendige berufliche Reisen nach Afghanistan gilt: Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes bleibt gef√§hrlich. Jeder l√§ngerfristige Aufenthalt ist mit zus√§tzlichen Risiken behaftet. Bereits bei der Planung des Aufenthaltes sollten die Sicherheitslage und die daraus resultierenden Bewegungseinschr√§nkungen beachtet werden. Zudem sollte der Aufenthalt auf der Basis eines tragf√§higen professionellen Sicherheitskonzepts durchgef√ľhrt werden.

Es wird empfohlen, sich bei Reisen nach Afghanistan möglichst schon vor Abreise in die Krisenvorsorgeliste (http://ift.tt/21bnVLy) einzutragen.

In ganz Afghanistan besteht ein hohes Risiko, Opfer einer Entf√ľhrung oder eines Gewaltverbrechens zu werden. Landesweit, auch in der Hauptstadt Kabul kann es zu Attentaten, √úberf√§llen, Entf√ľhrungen und andere Gewaltverbrechen kommen.

Im Januar 2016 gab es in unmittelbarer N√§he des Flughafens Kabul eine heftige Detonation, bei der √ľber 50 Zivilisten verletzt wurden. Im April 2016 wurden bei einem Anschlag gegen ein Regierungsgeb√§ude in Kabul 80 Menschen get√∂tet und √ľber 340 teilweise schwer verletzt.¬†¬†

Nach dem Ende der internationalen milit√§rischen Unterst√ľtzungsmission ISAF haben die afghanischen Sicherheitskr√§fte landesweit die Sicherheitsverantwortung √ľbernommen, sehen sich jedoch einer starken Insurgenz gegen√ľber und haben die Lage ¬†nicht √ľberall unter Kontrolle.¬†¬†

Allen Deutschen vor Ort wird zu gr√∂√ütm√∂glicher Vorsicht geraten. Von √úberlandfahrten wird dringend abgeraten. Wo solche zwingend stattfinden m√ľssen, sollten sie auch in vergleichsweise ruhigeren Landesteilen nur im Konvoi, nach M√∂glichkeit bewacht und mit professioneller Begleitung durchgef√ľhrt werden. Die Sicherheitslage auf der Strecke muss zeitnah zur Fahrt sorgf√§ltig abgekl√§rt werden. Es wird davor gewarnt, an ungesicherten Orten zu √ľbernachten.¬†

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.

Konsularische Unterst√ľtzung f√ľr Deutsche kann grunds√§tzlich nur in der Hauptstadt Kabul geleistet werden. Hilfe f√ľr Deutsche in Not wird durch das deutsche Generalkonsulat in Masar-e Scharif und die deutsche Botschaft in Kabul geleistet. Die Telefonnummern der Botschaft Kabul und des Generalkonsulats Masar-e Scharif finden Sie unter ‚ÄěDeutsche Auslandsvertretungen‚Äú.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.

F√ľr Reisen nach Afghanistan wird ein Reisepass ben√∂tigt und es besteht Visumpflicht. Visa m√ľssen vor Einreise bei der afghanischen Auslandsvertretung beantragt werden. N√§here Ausk√ľnfte zum Visumverfahren erteilt die Botschaft der Islamischen Republik Afghanistan in Berlin, Taunusstrasse 3, 14193 Berlin, http://ift.tt/1onz8mN




Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Die muslimischen Rechtsvorschriften gelten f√ľr alle in Afghanistan lebenden Personen, unabh√§ngig von ihrer Religion. Alkoholverkauf und Alkoholgenuss sind untersagt und stehen unter Strafe.¬†¬†

Rechte von Homosexuellen und Transsexuellen sind in Afghanistan nicht gew√§hrleistet. Gleichgeschlechtliche und transsexuelle Handlungen sind durch Bestimmungen des afghanischen Rechts und Auslegungen der Scharia unter Strafe, bis hin zur Todesstrafe, gestellt. √úber die Durchf√ľhrung von Strafverfahren wegen homosexueller und transsexueller Handlungen liegen keine Erkenntnisse vor. Homosexualit√§t und Transsexualit√§t sind jedoch gesellschaftlich ge√§chtet. Heterosexuelle Handlungen au√üerhalb der Ehe sind ebenfalls strafbar.¬†

Fotografieren von √∂ffentlichen Einrichtungen, Milit√§rgel√§nden, Flugh√§fen und H√§fen, Sicherheits- und Regierungsfahrzeugen, Polizisten und Sicherheitskr√§ften ist verboten und kann als Straftatbestand der Spionage gewertet und mit entsprechend langen Freiheitsstrafen belegt werden. Das Fotografierverbot gilt auch f√ľr Botschaftsgeb√§ude.




Medizinische Hinweise

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, kann in weiten Landesteilen, insbesondere auch außerhalb der Hauptstadt Kabul, nicht gewährleistet werden.

Sollten dennoch Reisen nach Afghanistan unternommen werden, gelten folgende Empfehlungen:

Impfschutz 

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gem√§√ü dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen. ¬†Dazu geh√∂ren f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und ggfs. Polio (Kinderl√§hmung), Masern, Mumps und R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.¬†

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie- Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und gegen Polio (Kinderl√§hmung) empfohlen, falls die letzte Polio-Impfung mehr als 10 Jahre zur√ľck liegt; ¬†bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gef√§hrdung dar√ľber hinaus auch Inpfungen gegen Typhus, Hepatitis B, Meningokokken und Tollwut.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

In den Monaten von April bis November besteht landesweit, au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1800 Meter, ein √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen. Dabei handelt es sich vor allem im Norden des Landes √ľberwiegend um die nur selten lebensbedrohliche, durch Plasmodium vivax verursachte, Malaria tertiana. Im S√ľden Afghanistans muss aber bereits mit circa 10-20% Malaria tropica F√§llen gerechnet werden.

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.

  • das Tragen langer, heller und gegen Insekten impr√§gnierter Bekleidung im Freien,
  • das konsequente Einreiben aller Hautfl√§chen mit einem geeigneten Repellent und
  • das Benutzen impr√§gnierter Moskitonetze w√§hrend der Nacht oder
  • der Aufenthalt in vor M√ľcken gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor seltenen Erkrankungen wie Phlebotomen-Fieber, (durch Stechm√ľcken √ľbertragen), Krim-Kongo-H√§morrhagischem Fieber und R√ľckfall-Fieber (beide durch Zecken √ľbertragen).

Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird im Allgemeinen nicht empfohlen (www.dtg.org ), kann aber gegebenenfalls in Einzelf√§llen und nach R√ľcksprache mit einem Tropenmediziner sinnvoll sein. Aufgrund der unsicheren Versorgungslage mit zuverl√§ssigen Medikamenten wird das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie empfohlen. Die individuelle Auswahl der Medikamente und m√∂gliche Nebenwirkungen beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Afghanistan ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Polio (Kinderlähmung)

Afghanistan geh√∂rt zu den wenigen L√§ndern weltweit, in denen noch Erkrankungen durch Polioviren gemeldet werden. Die √úbertragung erfolgt durch f√§kal verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Ein ausreichender Impfschutz wird dringend empfohlen. F√ľr Ungeimpfte besteht er in zweimaliger Injektion von Polio-Impfstoff IPV. Der Polioimpfschutz ist nach einer Grundimmunisierung regul√§r zehn Jahre lang wirksam und sollte dann aufgefrischt werden.

Die WHO hat Afghanistan am 05.05.2014 aufgefordert, alle Reisenden, die das Land verlassen, zu ermutigen, sich vor Ausreise gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) zu impfen und dies in einem Impfausweis zu dokumentieren. Dies betrifft nur Reisende, die sich länger als vier Wochen im Land aufgehalten haben. Bei Einreise in ein Drittland, z.B. nach Indien, kann es sein, dass der Impfschutz gegen Polio (Kinderlähmung) aufgrund örtlicher Vorschriften bei allen Reisenden kontrolliert wird.

Durchfall- und Darmerkrankungen

H√§usliche und gewerbliche Abw√§sser werden im Allgemeinen unbehandelt √ľber offene Kan√§le in Oberfl√§chengew√§sser entsorgt. Diese sind daher meist stark mit f√§kalen Keimen und chemischen Schadstoffen kontaminiert, auch wenn sie in der landwirtschaftlichen Produktion verwendet werden. Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser, auch in den St√§dten, hat keinesfalls Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpacktes Trinkwasser in Flaschen zu konsumieren. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Auf den Verzehr roher, ungekochter und ungesch√§lter Produkte muss verzichtet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut durchgebraten worden sein. Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder Desinfektion der H√§nde nach dem Toilettengang und vor dem Essen sowie das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln, k√∂nnen die Gefahr einer Infektion verhindern.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelm√§√üig t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und √úbertragung einer Tollwut. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in der Regel in Afghanistan nicht m√∂glich. Einen zuverl√§ssigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung f√ľr Reisen nach Afghanistan eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Die auch nach einem Biss notwendige, unverz√ľgliche ‚ÄěAuffrischung‚Äú kann ggf. in einem Sanit√§tsposten der internationalen Truppen erfolgen.

Leishmaniose

Insbesondere die Haut-Leishmaniose (eine von Sandfliegen √ľbertragene, parasit√§re Erkrankung mit Hautver√§nderungen, die meist erst Wochen bis Monate nach dem Stich auftreten) ist in l√§ndlichen Gegenden weit verbreitet. Ma√ünahmen f√ľr einen zuverl√§ssigen M√ľckenschutz sollten deshalb dringend beachtet werden. Bei nicht heilenden Hautgeschw√ľren nach einem Afghanistan Aufenthalt muss an die M√∂glichkeit einer Haut Leishmaniose gedacht werden.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen ist insbesondere die Gefahr einer resistenten Tuberkulose hoch. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes sch√ľtzt nicht vor einer Ansteckung!

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis-B-Infektion. Landesweit ist mit einer hohen Durchseuchung der Bev√∂lkerung an Hepatitis B zu rechnen.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (‚ÄěSchweinegrippe‚Äú), zirkulieren in Afghanistan in den Wintermonaten. Genauere Angaben zu den Erkrankungszahlen sind nicht bekannt. Ein Impfschutz empfiehlt sich bei den vom Robert-Koch-Institut angesprochenen Risikogruppen (siehe: www.rki.de).

Geographisch und klimatisch bedingte Erkrankungen

In den Sommermonaten kann es zu einer hohen Belastung der Luft durch Staub kommen. Besonders in den westlichen Landesteilen kommt es dann h√§ufig auch zu hei√üen Staubst√ľrmen (‚ÄěShomal‚Äú). Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern. Auch die Augen m√ľssen dann entsprechend gesch√ľtzt werden.

Die H√∂henkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen H√∂henanpassung √ľber 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und √úberanstrengung) ausgel√∂ste, potentiell sehr gef√§hrliche Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn. Erkranken k√∂nnen besonders auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt. Vor der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der H√∂henkrankheit ohne Anweisung durch einen Arzt oder erfahrenen Bergf√ľhrer wird dringend gewarnt. Zivile Luftrettungsunternehmen f√ľr die Rettung aus Bergnot gibt es in Afghanistan nicht.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

Weitere Gesundheitsgefahren

Afghanistan ist seit vielen Jahren Schauplatz milit√§rischer Auseinandersetzungen und gilt als eines der L√§nder mit hoher Gef√§hrdung durch Landminen. Anschl√§ge, z.B. durch ‚Äěimprovised explosive devices‚Äú (IEDs) k√∂nnen dar√ľber hinaus jederzeit Fu√üg√§nger, Fahrrad- und Kraftfahrer landesweit bedrohen. Ohne ausreichende Ortskenntnisse k√∂nnen Wanderungen und √úberlandfahrten lebensgef√§hrlich sein und sollten dringend unterbleiben.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend, eine Notfallversorgung mit funktionierender Rettungskette meist nicht existent. Auch in Kabul entspricht die medizinische Versorgung nicht immer europ√§ischem Standard. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen kann in Einzelf√§llen, soweit lokal vorhanden, ggf. eine erste Versorgung in einer Sanit√§tseinheit oder einem Feldlazarett der NATO-Truppen erfolgen. Diese Einheiten sind jedoch in erster Linie f√ľr die Truppenangeh√∂rigen gedacht. Bei beruflichen Aufenthalten empfiehlt sich die vorherige Kontaktaufnahme zur n√§chsten, erreichbaren Sanit√§tseinheit bereits vor einer m√∂glichen Inanspruchnahme.

Bei schweren Erkrankungen muss eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach Indien oder nach Dubai, erwogen werden. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist zwingend notwendig, kann aber die unzureichende medizinische Infrastruktur vor Ort nicht ersetzen. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des hohen gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Afghanistan bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind h√§ufig nicht gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auf dem Land auch gef√§lschte Produkte statt ordnungsgem√§√ü zugelassener Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Afghanistan mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen h√§ufig eingesetzte Antibiotika auf.

Die Deutsche Botschaft in Kabul verf√ľgt f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten in der Stadt, die aber aufgrund der Sicherheitslage besonders nachts nicht immer erreicht werden k√∂nnen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Afghanistan durch einen Tropenmediziner oder Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2cbyprs

Afghanistan

Afghanistan: Reisewarnung

Stand 31.08.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 31.08.2016)

 

Letzte √Ąnderung:
Medizinische Hinweis

 


Landesspezifische Sicherheitshinweise ‚Äď Reisewarnung


Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.
 

Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

F√ľr zwingend notwendige berufliche Reisen nach Afghanistan gilt: Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes bleibt gef√§hrlich. Jeder l√§ngerfristige Aufenthalt ist mit zus√§tzlichen Risiken behaftet. Bereits bei der Planung des Aufenthaltes sollten die Sicherheitslage und die daraus resultierenden Bewegungseinschr√§nkungen beachtet werden. Zudem sollte der Aufenthalt auf der Basis eines tragf√§higen professionellen Sicherheitskonzepts durchgef√ľhrt werden.

Es wird empfohlen, sich bei Reisen nach Afghanistan m√∂glichst schon vor Abreise in die Deutschenliste ‚ÄěElefand‚Äú einzutragen.¬†

In ganz Afghanistan besteht ein hohes Risiko, Opfer einer Entf√ľhrung oder eines Gewaltverbrechens zu werden. Landesweit, auch in der Hauptstadt Kabul kann es zu Attentaten, √úberf√§llen, Entf√ľhrungen und andere Gewaltverbrechen kommen.

Im Januar 2016 gab es in unmittelbarer N√§he des Flughafens Kabul eine heftige Detonation, bei der √ľber 50 Zivilisten verletzt wurden. Im April 2016 wurden bei einem Anschlag gegen ein Regierungsgeb√§ude in Kabul 80 Menschen get√∂tet und √ľber 340 teilweise schwer verletzt.¬†¬†

Nach dem Ende der internationalen milit√§rischen Unterst√ľtzungsmission ISAF haben die afghanischen Sicherheitskr√§fte landesweit die Sicherheitsverantwortung √ľbernommen, sehen sich jedoch einer starken Insurgenz gegen√ľber und haben die Lage ¬†nicht √ľberall unter Kontrolle.¬†¬†

Allen Deutschen vor Ort wird zu gr√∂√ütm√∂glicher Vorsicht geraten. Von √úberlandfahrten wird dringend abgeraten. Wo solche zwingend stattfinden m√ľssen, sollten sie auch in vergleichsweise ruhigeren Landesteilen nur im Konvoi, nach M√∂glichkeit bewacht und mit professioneller Begleitung durchgef√ľhrt werden. Die Sicherheitslage auf der Strecke muss zeitnah zur Fahrt sorgf√§ltig abgekl√§rt werden. Es wird davor gewarnt, an ungesicherten Orten zu √ľbernachten.¬†

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.

Konsularische Unterst√ľtzung f√ľr Deutsche kann grunds√§tzlich nur in der Hauptstadt Kabul geleistet werden. Hilfe f√ľr Deutsche in Not wird durch das deutsche Generalkonsulat in Masar-e Scharif und die deutsche Botschaft in Kabul geleistet. Die Telefonnummern der Botschaft Kabul und des Generalkonsulats Masar-e Scharif finden Sie unter ‚ÄěDeutsche Auslandsvertretungen‚Äú.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.

F√ľr Reisen nach Afghanistan wird ein Reisepass ben√∂tigt und es besteht Visumpflicht. Visa m√ľssen vor Einreise bei der afghanischen Auslandsvertretung beantragt werden. N√§here Ausk√ľnfte zum Visumverfahren erteilt die Botschaft der Islamischen Republik Afghanistan in Berlin, Taunusstrasse 3, 14193 Berlin, http://ift.tt/1onz8mN




Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Die muslimischen Rechtsvorschriften gelten f√ľr alle in Afghanistan lebenden Personen, unabh√§ngig von ihrer Religion. Alkoholverkauf und Alkoholgenuss sind untersagt und stehen unter Strafe.¬†¬†

Rechte von Homosexuellen und Transsexuellen sind in Afghanistan nicht gew√§hrleistet. Gleichgeschlechtliche und transsexuelle Handlungen sind durch Bestimmungen des afghanischen Rechts und Auslegungen der Scharia unter Strafe, bis hin zur Todesstrafe, gestellt. √úber die Durchf√ľhrung von Strafverfahren wegen homosexueller und transsexueller Handlungen liegen keine Erkenntnisse vor. Homosexualit√§t und Transsexualit√§t sind jedoch gesellschaftlich ge√§chtet. Heterosexuelle Handlungen au√üerhalb der Ehe sind ebenfalls strafbar.¬†

Fotografieren von √∂ffentlichen Einrichtungen, Milit√§rgel√§nden, Flugh√§fen und H√§fen, Sicherheits- und Regierungsfahrzeugen, Polizisten und Sicherheitskr√§ften ist verboten und kann als Straftatbestand der Spionage gewertet und mit entsprechend langen Freiheitsstrafen belegt werden. Das Fotografierverbot gilt auch f√ľr Botschaftsgeb√§ude.




Medizinische Hinweise

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, kann in weiten Landesteilen, insbesondere auch außerhalb der Hauptstadt Kabul, nicht gewährleistet werden.

Sollten dennoch Reisen nach Afghanistan unternommen werden, gelten folgende Empfehlungen:

Impfschutz 

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gem√§√ü dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen. ¬†Dazu geh√∂ren f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und ggfs. Polio (Kinderl√§hmung), Masern, Mumps und R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.¬†

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie- Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und gegen Polio (Kinderl√§hmung) empfohlen, falls die letzte Polio-Impfung mehr als 10 Jahre zur√ľck liegt; ¬†bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gef√§hrdung dar√ľber hinaus auch Inpfungen gegen Typhus, Hepatitis B, Meningokokken und Tollwut.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

In den Monaten von April bis November besteht landesweit, au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1800 Meter, ein √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen. Dabei handelt es sich vor allem im Norden des Landes √ľberwiegend um die nur selten lebensbedrohliche, durch Plasmodium vivax verursachte, Malaria tertiana. Im S√ľden Afghanistans muss aber bereits mit circa 10-20% Malaria tropica F√§llen gerechnet werden.

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.

  • das Tragen langer, heller und gegen Insekten impr√§gnierter Bekleidung im Freien,
  • das konsequente Einreiben aller Hautfl√§chen mit einem geeigneten Repellent und
  • das Benutzen impr√§gnierter Moskitonetze w√§hrend der Nacht oder
  • der Aufenthalt in vor M√ľcken gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor seltenen Erkrankungen wie Phlebotomen-Fieber, (durch Stechm√ľcken √ľbertragen), Krim-Kongo-H√§morrhagischem Fieber und R√ľckfall-Fieber (beide durch Zecken √ľbertragen).

Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird im Allgemeinen nicht empfohlen (www.dtg.org ), kann aber gegebenenfalls in Einzelf√§llen und nach R√ľcksprache mit einem Tropenmediziner sinnvoll sein. Aufgrund der unsicheren Versorgungslage mit zuverl√§ssigen Medikamenten wird das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie empfohlen. Die individuelle Auswahl der Medikamente und m√∂gliche Nebenwirkungen beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Afghanistan ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Polio (Kinderlähmung)

Afghanistan geh√∂rt zu den wenigen L√§ndern weltweit, in denen noch Erkrankungen durch Polioviren gemeldet werden. Die √úbertragung erfolgt durch f√§kal verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Ein ausreichender Impfschutz wird dringend empfohlen. F√ľr Ungeimpfte besteht er in zweimaliger Injektion von Polio-Impfstoff IPV. Der Polioimpfschutz ist nach einer Grundimmunisierung regul√§r zehn Jahre lang wirksam und sollte dann aufgefrischt werden.

Die WHO hat Afghanistan am 05.05.2014 aufgefordert, alle Reisenden, die das Land verlassen, zu ermutigen, sich vor Ausreise gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) zu impfen und dies in einem Impfausweis zu dokumentieren. Dies betrifft nur Reisende, die sich länger als vier Wochen im Land aufgehalten haben. Bei Einreise in ein Drittland, z.B. nach Indien, kann es sein, dass der Impfschutz gegen Polio (Kinderlähmung) aufgrund örtlicher Vorschriften bei allen Reisenden kontrolliert wird.

Durchfall- und Darmerkrankungen

H√§usliche und gewerbliche Abw√§sser werden im Allgemeinen unbehandelt √ľber offene Kan√§le in Oberfl√§chengew√§sser entsorgt. Diese sind daher meist stark mit f√§kalen Keimen und chemischen Schadstoffen kontaminiert, auch wenn sie in der landwirtschaftlichen Produktion verwendet werden. Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser, auch in den St√§dten, hat keinesfalls Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpacktes Trinkwasser in Flaschen zu konsumieren. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Auf den Verzehr roher, ungekochter und ungesch√§lter Produkte muss verzichtet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut durchgebraten worden sein. Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder Desinfektion der H√§nde nach dem Toilettengang und vor dem Essen sowie das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln, k√∂nnen die Gefahr einer Infektion verhindern.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelm√§√üig t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und √úbertragung einer Tollwut. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in der Regel in Afghanistan nicht m√∂glich. Einen zuverl√§ssigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung f√ľr Reisen nach Afghanistan eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Die auch nach einem Biss notwendige, unverz√ľgliche ‚ÄěAuffrischung‚Äú kann ggf. in einem Sanit√§tsposten der internationalen Truppen erfolgen.

Leishmaniose

Insbesondere die Haut-Leishmaniose (eine von Sandfliegen √ľbertragene, parasit√§re Erkrankung mit Hautver√§nderungen, die meist erst Wochen bis Monate nach dem Stich auftreten) ist in l√§ndlichen Gegenden weit verbreitet. Ma√ünahmen f√ľr einen zuverl√§ssigen M√ľckenschutz sollten deshalb dringend beachtet werden. Bei nicht heilenden Hautgeschw√ľren nach einem Afghanistan Aufenthalt muss an die M√∂glichkeit einer Haut Leishmaniose gedacht werden.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen ist insbesondere die Gefahr einer resistenten Tuberkulose hoch. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes sch√ľtzt nicht vor einer Ansteckung!

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis-B-Infektion. Landesweit ist mit einer hohen Durchseuchung der Bev√∂lkerung an Hepatitis B zu rechnen.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (‚ÄěSchweinegrippe‚Äú), zirkulieren in Afghanistan in den Wintermonaten. Genauere Angaben zu den Erkrankungszahlen sind nicht bekannt. Ein Impfschutz empfiehlt sich bei den vom Robert-Koch-Institut angesprochenen Risikogruppen (siehe: www.rki.de).

Geographisch und klimatisch bedingte Erkrankungen

In den Sommermonaten kann es zu einer hohen Belastung der Luft durch Staub kommen. Besonders in den westlichen Landesteilen kommt es dann h√§ufig auch zu hei√üen Staubst√ľrmen (‚ÄěShomal‚Äú). Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern. Auch die Augen m√ľssen dann entsprechend gesch√ľtzt werden.

Die H√∂henkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen H√∂henanpassung √ľber 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und √úberanstrengung) ausgel√∂ste, potentiell sehr gef√§hrliche Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn. Erkranken k√∂nnen besonders auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt. Vor der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der H√∂henkrankheit ohne Anweisung durch einen Arzt oder erfahrenen Bergf√ľhrer wird dringend gewarnt. Zivile Luftrettungsunternehmen f√ľr die Rettung aus Bergnot gibt es in Afghanistan nicht.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

Weitere Gesundheitsgefahren

Afghanistan ist seit vielen Jahren Schauplatz milit√§rischer Auseinandersetzungen und gilt als eines der L√§nder mit hoher Gef√§hrdung durch Landminen. Anschl√§ge, z.B. durch ‚Äěimprovised explosive devices‚Äú (IEDs) k√∂nnen dar√ľber hinaus jederzeit Fu√üg√§nger, Fahrrad- und Kraftfahrer landesweit bedrohen. Ohne ausreichende Ortskenntnisse k√∂nnen Wanderungen und √úberlandfahrten lebensgef√§hrlich sein und sollten dringend unterbleiben.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend, eine Notfallversorgung mit funktionierender Rettungskette meist nicht existent. Auch in Kabul entspricht die medizinische Versorgung nicht immer europ√§ischem Standard. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen kann in Einzelf√§llen, soweit lokal vorhanden, ggf. eine erste Versorgung in einer Sanit√§tseinheit oder einem Feldlazarett der NATO-Truppen erfolgen. Diese Einheiten sind jedoch in erster Linie f√ľr die Truppenangeh√∂rigen gedacht. Bei beruflichen Aufenthalten empfiehlt sich die vorherige Kontaktaufnahme zur n√§chsten, erreichbaren Sanit√§tseinheit bereits vor einer m√∂glichen Inanspruchnahme.

Bei schweren Erkrankungen muss eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach Indien oder nach Dubai, erwogen werden. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist zwingend notwendig, kann aber die unzureichende medizinische Infrastruktur vor Ort nicht ersetzen. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des hohen gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Afghanistan bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind h√§ufig nicht gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auf dem Land auch gef√§lschte Produkte statt ordnungsgem√§√ü zugelassener Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Afghanistan mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen h√§ufig eingesetzte Antibiotika auf.

Die Deutsche Botschaft in Kabul verf√ľgt f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten in der Stadt, die aber aufgrund der Sicherheitslage besonders nachts nicht immer erreicht werden k√∂nnen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Afghanistan durch einen Tropenmediziner oder Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

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  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
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Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2bRCd4u

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