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Myanmar

Myanmar: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 29.07.2016
(UnverĂ€ndert gĂŒltig seit: 29.07.2016)

Letzte Änderungen:
Besondere strafrechtliche Hinweise 


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Reisen im Land

In Teilen des Kachin State bzw. nördlichen Shan State werden weiterhin bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen MilitÀr ausgetragen. In einigen Grenzregionen, in denen bewaffnete Rebellengruppen operieren (Teile des Chin State und der Sagaing Region, Teile der Shan, Mon, Kayin, Karen und Kayah States) bleibt die Lage angespannt. Besondere Vorsicht ist hier geboten. Ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine zusÀtzliche Gefahr dar.

Es kommt immer wieder zu ethnisch motivierten ZusammenstĂ¶ĂŸen im Rakhine State. Der Ausnahmezustand im gesamten Rakhine State wurde aufgehoben. In einigen Teilen bestehen jedoch abends Ausgangssperren.

Flugverkehr

Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes FluggerĂ€t lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeintrĂ€chtigt sein. Die Chartergesellschaft FMI setzt neuerdings kleine, neubeschaffte DĂŒsenflugzeuge ein, die ĂŒberwiegend von auslĂ€ndischen Piloten geflogen werden.

Gefahren aufgrund politischer Spannungen

Politisch motivierte Gewalttaten können nicht ausgeschlossen werden. Immer wieder werden in Myanmar SprengstoffanschlĂ€ge verĂŒbt, bei denen es auch zu Toten und Verletzten kommt.

Bei Demonstrationen in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten des Landes besteht stets die Gefahr, dass sie von SicherheitskrĂ€ften gewaltsam aufgelöst werden. Daher wird empfohlen, sich von eventuellen ProtestzĂŒgen und Demonstrationen fernzuhalten. Auch zunĂ€chst friedliche Proteste können unvermittelt in gewalttĂ€tigen Auseinandersetzungen enden.

Naturkatastrophen

Myanmar befindet sich in einer Region, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. In den KĂŒstenregionen treten wĂ€hrend des Monsuns (Mai bis Oktober) Zyklone auf.

WĂ€hrend des Monsuns kann es im ganzen Land aufgrund starker RegenfĂ€lle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Insbesondere Landstraßen im Gebirge oder in der NĂ€he von FlusslĂ€ufen, aber auch Bahnverbindungen, können tagelang unpassierbar sein.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Reisen ĂŒber Land

Es bestehen staatliche ReisebeschrĂ€nkungen fĂŒr die meisten Grenzgebiete, aber auch fĂŒr andere Landesteile. Reisen in diese Gebiete sowie Ein- und Ausreisen auf dem Landweg erfordern besondere Reisegenehmigungen.

Es gibt eine geringe Anzahl von GrenzĂŒbergangsstationen aus den NachbarlĂ€ndern, die jedoch ohne vorherige AnkĂŒndigung geschlossen werden können:

  • Tachilek (Shan-Staat) – Mae Sai (nördliches Thailand)
  • Kaw Thoung (Thantharyi) – Ranong (sĂŒdliches Thailand)
  • Myawady (Kayin) – Mae Sot (Thailand)
  • Hteekhee (Thantharyi) – Phunaron (Thailand)

Reisende, die ĂŒber diese GrenzĂŒbergĂ€nge einreisen, benötigen ein gĂŒltiges Visum. Die Ausreise ĂŒber die internationalen FlughĂ€fen Rangun, Mandalay und Naw Pyi Taw nach der Einreise ĂŒber Land ist zulĂ€ssig.

Die GrenzĂŒbergĂ€nge

  • Muse (Shan-Staat) – Ruili (China)
  • Tamu (Chin-Staat) – Morei (Indien)

sind nur fĂŒr Handel geöffnet, nicht fĂŒr Touristen.

Ausnahmen bedĂŒrfen staatlicher Genehmigung, die mindestens 14 Tage vorher zu beantragen ist. Selbst nach Erteilung von Ausnahmegenehmigungen ist es nicht auszuschließen, dass die örtlichen Behörden Schwierigkeiten bei der Ausreise bereiten. Vor illegalem GrenzĂŒbertritt wird dringend gewarnt.

Es wird empfohlen zu prĂŒfen, inwieweit fĂŒr Reisen in entfernte Landesteile eine Reisegenehmigung erforderlich ist. AuslĂ€ndische Reisende, die ohne erforderliche Reisegenehmigung angetroffen werden, mĂŒssen mit Haftstrafen rechnen.
Informationen zu ReisebeschrĂ€nkungen und zu eventuell erforderlichen Genehmigungen können beim staatlichen ReisebĂŒro Myanmar Travels and Tours (MTT), 118 Mahabandoola Garden Street, Kyauktada Township, Yangon, Tel. 0095-1-371286, 378376, 374281, 252859, Fax 0095-1-254417, E-Mail: mtt.mht@mptmail.net.mm, Internet: http://ift.tt/1gEUCNi, eingeholt werden

Straßensperren der Polizei, des MilitĂ€rs und anderer Behörden sind auf den Überlandstraßen an der Tagesordnung. Hotels und GĂ€stehĂ€user mĂŒssen der Polizei die Passdaten ihrer ÜbernachtungsgĂ€ste zur VerfĂŒgung stellen. Reisende sind deshalb verpflichtet, ihren Reisepass stĂ€ndig bei sich zu fĂŒhren. Es empfiehlt sich, zusĂ€tzlich eine Passkopie zu fertigen und diese getrennt vom Original aufzubewahren.

FlughafengebĂŒhr

FĂŒr InlandsflĂŒge betrĂ€gt die FlughafengebĂŒhr MMK 1000,-. Die FlughafengebĂŒhr ist in den Ticketpreisen enthalten. In AusnahmefĂ€llen wird sie beim Check-in fĂ€llig. Es ist zu beachten, dass auch bei InlandsflĂŒgen Passkontrollen stattfinden können.

FĂŒhrerscheine

Deutsche und internationale FĂŒhrerscheine werden in Myanmar nicht anerkannt.

Geld / Kreditkarten

Reisende sollten sich darauf einstellen, Zahlungen weiterhin in bar leisten zu mĂŒssen. Mit Ausnahme weniger, grĂ¶ĂŸerer Hotels werden Reiseschecks als Zahlungsmittel nach wie vor nicht akzeptiert, und in diesen auch nur fĂŒr eingebuchte GĂ€ste. Dagegen werden Kreditkarten zunehmend anerkannt, allerdings mit zuweilen hohen GebĂŒhren. Es werden  hauptsĂ€chlich Kreditkarten der Fa. MASTERCARD und VISA (jeweils mit Geheimzahl) akzeptiert. EC-Karten (Maestro- /Cirruskarten) sollten vor Reiseantritt darauf geprĂŒft werden, ob sie in Myanmar einsetzbar sind. Nicht alle Banken haben ihre EC-Karten fĂŒr Myanmar freigeschaltet.

Barabhebungen mit Kredit- oder EC- (Cirrus- oder Maestro-) Karten sind an zahlreichen ATM-Automaten landesweit möglich. Die ATM Automaten befinden sich an vielen SupermĂ€rkten mit internationalem Warenangebot (z.B. „City Mart“, „Ocean Centre“), in grĂ¶ĂŸeren Hotels, auf internationalen FlughĂ€fen und TouristenmĂ€rkten. Es wird weiterhin dringend empfohlen, ausreichend Barmittel mitzubringen.

US-Dollar-Noten der Serien vor 2000 werden nicht akzeptiert. Das Gleiche gilt fĂŒr abgenutzte, beschĂ€digte, stark geknickte oder verschmutzte Noten. Es wird empfohlen, nur absolut neue, unbeschĂ€digte und glatte Dollarnoten mitzufĂŒhren. Auch wenn derzeit erneut der Versuch unternommen wird, den myanmarischen Kyat als Hauptzahlungsmittel zu etablieren, könnten  bestimmte Leistungen (u. a. Hotels, InlandsflĂŒge, Zug- und Schiffsfahrscheine, EintrittsgebĂŒhren) von Besuchern in US-Dollar zu bezahlen sein.

Der Euro wird zunehmend in Rangun zum Umtausch akzeptiert. Auch hier gilt, dass es sich vorzugsweise um ungebrauchte Banknoten handeln sollte. Der Geldumtausch (US-Dollar oder Euro -> Kyat) sollte in den Wechselstuben („Money Change“), die an vielen Stellen der grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte zu finden sind, stattfinden. Vom Umtausch bei StraßenhĂ€ndlern (z. B. auf dem Bogyoke Aung San Market) wird dringend abgeraten (BetrĂŒgereien, schlechter Tauschkurs). Es bestehen, abhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe der Banknote, verschiedene Tauschkurse. 100 US-Dollar-Scheine erzielen den gĂŒnstigsten Tauschkurs, 1 Dollar-Noten werden zu entsprechend schlechterem Kurs getauscht.

Kommunikationseinrichtungen

Die Möglichkeiten der Kommunikation mit dem Ausland sind stark störanfĂ€llig. Telefonverbindungen sind hĂ€ufig defekt oder ĂŒberlastet und internationale FerngesprĂ€che sind sehr teuer. Roaming-Vereinbarungen deutscher Mobilfunkanbieter mit dem myanmarischen Netzbetreiber bestehen lediglich fĂŒr einige  deutsche Anbieter. Reisende sollten prĂŒfen, ob ihr Mobilfunk-Anbieter eine Roaming-Vereinbarung mit einem myanmarischen Anbieter hat. Prepaid- SIM-Karten der Anbieter TELENOR und OREDOO können an vielen Stellen in den grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten –  auch am Flughafen Rangun –  preisgĂŒnstig erworben werden. Das gleiche gilt fĂŒr Prepaid-Karten der staatlichen Gesellschaft MPT. Die beiden erst genannten Mobilfunknetze können oft nur in den großen StĂ€dten störungsfrei empfangen werden, wĂ€hrend MPT ein grĂ¶ĂŸeres, wenn auch nicht flĂ€chendeckendes Netz unterhĂ€lt.

GrundsĂ€tzlich gilt: Außerhalb der grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte ist in der Regel kaum Mobilfunkempfang möglich. Mobiltelefone mit Prepaid-Karten  können am Flughafen Rangun angemietet werden. Sie mĂŒssen dort auch wieder abgegeben werden. Es wird eine Kaution fĂ€llig, die spĂ€ter mit den GebĂŒhren verrechnet wird. Internet-CafĂ©s bestehen in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten. GrĂ¶ĂŸere Hotels verfĂŒgen ĂŒber eigene, von GĂ€sten nutzbare E-Mail-AnschlĂŒsse; die Kosten sind jedoch (insbesondere beim Versand grĂ¶ĂŸerer Dateien oder bei Downloads) sehr hoch. Die Download-Geschwindigkeit ist tagsĂŒber sehr gering. In den Nachtstunden können Downloads besser vorgenommen werden. Gegen Mindestverzehr bieten einige Restaurants und Hotels W-Lan-Verbindungen an.

Konsularischer Beistand

Auch die entsandten BeschĂ€ftigten der Deutschen Botschaft in Myanmar unterliegen BeschrĂ€nkungen ihrer Bewegungsfreiheit im Land, die durch die myanmarische Regierung verfĂŒgt wurden. Schneller konsularischer Beistand durch die deutsche Botschaft kann daher – auch wegen der unzureichenden Infrastruktur und Kommunikationseinrichtungen – außerhalb der touristischen Zentren nicht immer sichergestellt werden.




Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist fĂŒr deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

VorlÀufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

VorlÀufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, Lichtbild erforderlich

Anmerkungen:

Alle Reisedokumente mĂŒssen sechs Monate ĂŒber das Ende der Reise hinaus gĂŒltig sein.

KindereintrĂ€ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gĂŒltig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

FĂŒr deutsche Staatsangehörige besteht zur Einreise nach Myanmar Visumzwang. Visa werden von allen Auslandsvertretungen der Union Myanmar erteilt, z. B. der Botschaft in Berlin (Thielallee 19, 14195 Berlin, Tel. +49 30 2061570, Fax: +49 30 20615720, E-Mail: info@botschaft-myanmar.de , BĂŒrozeiten: Mo. bis Fr. 09.30 bis 16.30 Uhr). Weitere Informationen zu VisumgebĂŒhren und Antragsverfahren können der Homepage der Botschaft http://ift.tt/1paCXhu entnommen werden.

Myanmarische Touristenvisa werden in der Regel nur fĂŒr eine einmalige Ein- und Ausreise ausgestellt.

Visa bei Einreise (Visa-on-arrival) werden an GeschĂ€ftsreisende (s. dazu Portal: www.mip.gov.mm) unter Vorlage einer vollstĂ€ndigen Dokumentation bei Einreise ĂŒber die internationalen FlughĂ€fen Rangun und Mandalay erteilt.

Aufgrund der hohen Zahl zu bearbeitender VisaantrĂ€ge bei der Botschaft von Myanmar in Berlin werden telefonische oder E-Mail-Anfragen zum Stand einzelner AntrĂ€ge nur sehr eingeschrĂ€nkt beantwortet. Die Bearbeitung der VisumantrĂ€ge und die RĂŒcksendung des Passes können mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Reisende sollten dieses bei der Reiseplanung entsprechend berĂŒcksichtigen.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, Myanmar-Touristen-Visa elektronisch zu beantragen (siehe Homepage der Botschaft von Myanmar). Mit einer Wartezeit von durchschnittlich fĂŒnf Tagen muss gerechnet werden.
Mitte Juli 2015 wurde darĂŒber hinaus offiziell bekannt gegeben, dass ab sofort auch GeschĂ€ftsreisende elektronische Visa beantragen können.

Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder ĂŒber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Die Ein- und Ausfuhr auslĂ€ndischer Devisen ist in unbegrenzter Höhe zulĂ€ssig; auslĂ€ndische Besucher mĂŒssen jedoch BetrĂ€ge, die (insgesamt) den Gegenwert von USD 10.000 ĂŒbersteigen, deklarieren. Die Ein- und Ausfuhr der LandeswĂ€hrung Kyat ist nicht gestattet.

Tragbare Computer (z. B. Laptops oder Notebooks) können ohne vorherige Genehmigung eingefĂŒhrt werden. Das Gleiche gilt fĂŒr Mobiltelefone. Die Einfuhr und der Betrieb von Satellitentelefonen bedĂŒrfen jedoch weiterhin der vorherigen Genehmigung durch das myanmarische Post & Telecommunications Department.

Einfuhrverbote bestehen u. a. fĂŒr Waffen, pornographische Materialien, Spielkarten und GegenstĂ€nde, die die Staatsflagge Myanmars und/oder das Bildnis Buddhas oder myanmarischer Pagoden zeigen. Die Abbildungen von myanmarischen SehenswĂŒrdigkeiten (Buddhas, Pagoden) auf ReisefĂŒhrern sind unbedenklich.

Die Ausfuhr von AntiquitĂ€ten ist streng verboten. Zuwiderhandlungen können zu sofortiger Festnahme und mehrmonatiger Haft fĂŒhren. Die Ausfuhr von Edelsteinen (sowohl ungeschliffen, als auch geschliffen und/oder gefasst), von Schmuck und Silber ist nur gegen Vorlage der Kaufquittung eines staatlich zugelassenen HĂ€ndlers zulĂ€ssig.

Nach dem Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommen dĂŒrfen bestimmte Tiere und Erzeugnisse daraus nicht in die Bundesrepublik Deutschland eingefĂŒhrt werden. Dazu gehören zum Bespiel Schildkröten/ Schildpatt. NĂ€here Informationen können beim Bundesamt fĂŒr Naturschutz und beim Zoll (http://ift.tt/1gEUCNo oder www.zoll.de) erlangt werden.

Ausnahmslos alle ReisegepĂ€ckstĂŒcke werden bei Ein- und Ausreise, aber auch auf InlandsflĂŒgen durchleuchtet und vereinzelt auch von Hand durchsucht.

Zollinformationen zur Einfuhr von Waren sind direkt bei der Botschaft des Ziellandes zu erhalten. Nur dort kann eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen fĂŒr Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Kritik an der Regierung ist unter UmstĂ€nden strafbar und auslĂ€ndische Besucher mĂŒssen immer noch damit rechnen, ĂŒberwacht zu werden. Politische BetĂ€tigung ist verboten. AuslĂ€ndische Staatsangehörige sind bereits mehrfach wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen diese Bestimmungen inhaftiert und/oder ausgewiesen worden. In EinzelfĂ€llen wurden langjĂ€hrige Haftstrafen verhĂ€ngt.

MilitĂ€rische Einrichtungen, Uniformierte sowie strategisch bedeutende Infrastruktureinrichtungen wie BrĂŒcken dĂŒrfen nicht fotografiert werden.

Der Besitz schon geringer Mengen von Drogen, einschließlich so genannter „weicher Drogen“, wird mit langjĂ€hrigen Haftstrafen bestraft, in besonders schweren FĂ€llen kann die Todesstrafe verhĂ€ngt werden.

Myanmarische Vorstellungen zur Sexualmoral unterscheiden sich teilweise deutlich von denen in Europa oder anderen LĂ€ndern der Region.

Prostitution und der Besitz von pornographischen Materialien sind strafbar.  

HomosexualitĂ€t wird nicht ausdrĂŒcklich im myanmarischen Strafrecht genannt, kann jedoch unter Art. 377 des Penal Code („Unnatural Offences“) verfolgt werden und zu einer bis zu lebenslĂ€nglichen Freiheitsstrafe fĂŒhren. TatsĂ€chliche Verurteilungen sind bislang nicht bekannt geworden, zumal die buddhistische Kultur gegenĂŒber diskret gefĂŒhrten homosexuellen Beziehungen eine gewisse Toleranz aufweist. Ein offenerer Umgang mit HomosexualitĂ€t ist z.B. in Form von Foto-Ausstellungen in jĂŒngster Zeit in Rangun erkennbar, ansonsten aber derzeit in Myanmar nicht möglich.

Bei sexuellem Missbrauch von Kindern drohen langjĂ€hrige Haftstrafen. DarĂŒber hinaus werden solche Straftaten auch in Deutschland verfolgt.

Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine gĂŒltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur fĂŒr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemĂ€ĂŸ dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes fĂŒr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anlĂ€sslich einer Reise zu ĂŒberprĂŒfen und ggf. zu vervollstĂ€ndigen. Dazu gehören auch fĂŒr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR),Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und  Poliomvelitis (KinderlÀhmung), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch den Stich hauptsĂ€chlich tagaktiver, infizierter MĂŒcken ĂŒbertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Dengue Fieber tritt in Myanmar hĂ€ufig auf, vorwiegend wĂ€hrend der Regenperioden. Stadtgebiete sind oftmals stark betroffen, mit einem Übertragungsrisiko ist aber landesweit zu rechnen. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor MĂŒckenstichen, s. u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

Zika-Virus-Infektion

Es gibt Hinweise, dass in SĂŒdostasien das Zika-Virus seit etwa 40 Jahren zirkuliert. Aus den letzten zehn Jahren wurden EinzelfĂ€lle von Erkrankungen gemeldet, ohne dass bisher grĂ¶ĂŸere AusbrĂŒche bekannt geworden sind. Das Infektionsrisiko ist daher außerhalb von Ausbruchsituationen als minimal einzuschĂ€tzen. Zika-Virus-Infektionen verlaufen klinisch Ă€hnlich wie Dengue-Fieber, allerdings stellen sie fĂŒr ungeborene Kinder eine Gefahr dar. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur VerfĂŒgung. Auf eine ganztĂ€gige, konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von MĂŒckenstichen sollte geachtet werden, siehe auch: Schutzmaßnahmen MĂŒckenstiche .

Chikungunya-Fieber

Chikungunya Fieber ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter MĂŒcken ĂŒbertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z. T. langanhaltenden Gelenkschmerzen, die in Myanmar immer wieder auftreten kann. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung,

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine EntzĂŒndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachaktiven StechmĂŒcken ĂŒbertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber hĂ€ufig schwer und hinterlassen oft bleibende SchĂ€den oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb ist ein sorgfĂ€ltiger MĂŒckenschutz (s.u.) und ggf. eine vorbeugende Schutzimpfung wichtig.

Malaria

In Myanmar besteht ganzjĂ€hrig ein Malariarisiko, verstĂ€rkt in den Regenperioden (MĂ€rz – Dezember). Zunehmende Artemisinin-Resistenzen werden berichtet. Ein mittleres Risiko (höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) besteht vor allem im SĂŒdosten (Karen, Kayah, Tenasserim, östliches Shan), besonders im Grenzgebiet zu Thailand sowie im Westen (sĂŒdwestliches Chin mit Grenzgebiet zu Bangladesch und Indien). Ein geringes Risiko besteht in den ĂŒbrigen Landesteilen. Höhenlagen ĂŒber 1000m sowie die Stadtgebiete von Rangun und Mandalay gelten als malariafrei.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-MĂŒcken. Unbehandelt verlĂ€uft insbesondere die gefĂ€hrliche Malaria tropica (in Myanmar ca. 65% der FĂ€lle) bei nicht-immunen EuropĂ€ern hĂ€ufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe ist je nach Reiseprofil die Mitnahme einer Notfallselbsttherapie sinnvoll (siehe www.dtg.org). HierfĂŒr wird in Myanmar nur Atovaquon/Proguanil (z.B. MalaroneÂź) empfohlen.  Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. UnvertrĂ€glichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mĂŒckengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),  
  • tagsĂŒber (u.a.Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria, Japanische Enzephalitis!)  Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem imprĂ€gnierten Moskitonetz zu schlafen
  • möglichst Aufenthalt in mĂŒckengeschĂŒtzten RĂ€umen (Fliegengitter, Klimaanlage)

HIV / Aids

HIV/AIDS ist mittlerweile auch in Myanmar, insbesondere in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten und in den Grenzgebieten, ein gravierendes Problem. GefĂ€hrdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschĂŒtzte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder KanĂŒlen, TĂ€towierungen und Bluttransfusionen können ein lebensgefĂ€hrliches Risiko bergen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen treten in Myanmar sehr hÀufig auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Vereinzelte CholerafÀlle treten vor allem in der Regenzeit auf und sind durch entsprechende Hygiene ebenfalls vermeidbar.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum GeschirrspĂŒlen und ZĂ€hneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, SchĂ€len oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die HĂ€nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. HĂ€ndedesinfektion, wo angebracht, durchfĂŒhren, EinmalhandtĂŒcher verwenden.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmĂ€ĂŸig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen ĂŒbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den SchleimhĂ€uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und damit Übertragung einer Tollwut. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Myanmar nicht immer möglich. Einen zuverlĂ€ssigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung fĂŒr Reisen nach Myanmar eine besondere Bedeutung zu.

AviÀre Influenza

Auch in Myanmar treten immer wieder FĂ€lle der klassischen GeflĂŒgelpest (hochpathogene Form der aviĂ€ren Influenza, „Vogelgrippe“) auf. Im November 2007 wurde erstmalig die Infektion eines Menschen bestĂ€tigt, weitere FĂ€lle sind nicht bekannt.

Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter www.bmelv.de.

Tuberkulose

Tuberkulose kommt landesweit wesentlich hĂ€ufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch ĂŒber Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemĂ€ĂŸe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europĂ€isch ausgebildete englisch-/französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gĂŒltiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlĂ€ssige ReiserĂŒckholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs von den  z. T. hohen Temperaturen geschĂŒtzt werden.

Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (siehe z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedĂŒrftige Menschen mĂŒssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Myanmar bewusst sein.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. FĂŒr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei lĂ€ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. FĂŒr kĂŒrzere Reisen, Einreisen aus DrittlĂ€ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhĂ€ngig von den individuellen VerhĂ€ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmĂ€ĂŸig zu empfehlen;
  • trotz grĂ¶ĂŸtmöglicher BemĂŒhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfĂŒgbaren und als vertrauenswĂŒrdig eingeschĂ€tzten Informationen des AuswĂ€rtigen Amts. Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unĂŒbersichtlich und können sich rasch Ă€ndern. Die Entscheidung ĂŒber die DurchfĂŒhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewĂ€hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zustĂ€ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das AuswĂ€rtige Amt rĂ€t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit RĂŒckholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten fĂŒr erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des AuswÀrtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2anhyAg

TĂŒrkei

TĂŒrkei: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 25.07.2016
(UnverĂ€ndert gĂŒltig seit: 25.07.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

 


Aktuelle Hinweise

Am 15. Juli 2016 kam es in der TĂŒrkei zu einem Putschversuch. Die tĂŒrkische Regierung hat daraufhin am  20. Juli 2016 den Notstand nach Art. 119 und 120 der tĂŒrkischen Verfassung und des Notstandgesetzes von 1983 ausgerufen. Dieser gilt zunĂ€chst fĂŒr drei Monate und in allen 81 Provinzen der TĂŒrkei. Hiermit können u. a. Ausgangssperren kurzfristig verhĂ€ngt, Durchsuchungen vorgenommen und allgemeine Personenkontrollen jederzeit durchgefĂŒhrt werden.  

Reisenden in der TĂŒrkei wird dringend empfohlen, sich besonders umsichtig zu verhalten, immer ein gĂŒltiges Ausweisdokument mit sich zu fĂŒhren und die Medienberichterstattung sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen. 

Reisenden wird außerdem enger Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie empfohlen. Im Reiseverkehr kann es weiterhin zu BeeintrĂ€chtigungen kommen.  

FĂŒr Personen, die neben der deutschen auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzen, kann die Notstandsregelung unter UmstĂ€nden ReisebeschrĂ€nkungen bei der Ausreise bedeuten. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass unbeachtlich des gesetzlichen Anspruchs deutscher Staatsangehöriger auf konsularischen Rat und Beistand, kein konsularischer Schutz gegenĂŒber hoheitlichen Maßnahmen der tĂŒrkischen Regierung und ihrer Behörden gewĂ€hrt werden kann, wenn der oder die Betroffene auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzt.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen AnschlÀgen zu rechnen.

Aus anderen Teilen des Landes, insbesondere von der MittelmeerkĂŒste, wurden keine besonderen Ereignisse gemeldet.

Auch bei Reisen ĂŒber Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Von Reisen in das Grenzgebiet der TĂŒrkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die StĂ€dte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, YĂŒksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, ƞırnak und HakkĂąri wird dringend abgeraten. 

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Am 28. Juni 2016 wurde am internationalen Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) ein schwerer Terroranschlag verĂŒbt, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden. Seit Januar 2015 kam es auch in der Istanbuler Innenstadt wiederholt zu schweren Attentaten mit zahlreichen Verletzten und Toten (zuletzt am 12. Januar 2016, 19. MĂ€rz 2016 und 7. Juni 2016). Die Hauptstadt Ankara war ebenfalls von AnschlĂ€gen betroffen: Dort detonierten am 17. Februar und am 13. MĂ€rz 2016 Autobomben.

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von AnschlĂ€gen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militĂ€rische Ziele muss in allen Teilen der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich von einer terroristischen GefĂ€hrdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der TĂŒrkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen PlĂ€tzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und MilitĂ€reinrichtungen sollten gemieden werden. In Folge des gescheiterten Staatsstreichs soll es vereinzelt zu aggressiven Übergriffen von AnhĂ€ngern politischer Lager gegen auch vermeintlich Andersdenkende kommen. Es wird dringend geraten, auf solche Eskalationen zu achten und sich umgehend zu entfernen und einen sicheren Ort aufzusuchen. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß eingeschrĂ€nkt werden.

Deutschen, die sich lĂ€ngerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: http://elefand.diplo.de ) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt.

Generell wird geraten, den Anweisungen der tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Folge zu leisten. 

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen. Seit Mitte Dezember 2015 haben die tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Operationen gegen die PKK verstĂ€rkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und StĂ€dten im SĂŒdosten des Landes muss mit lĂ€ngeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden. 

Reisen ĂŒber Land

Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Die militĂ€rischen Auseinandersetzungen zwischen den tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der PKK haben sich seit Mitte Dezember verschĂ€rft. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, ƞanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden (ansonsten s. unter „Aktuelle Hinweise“). Es wird weiterhin zu grĂ¶ĂŸter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den letzten Monaten wurden mehrfach „zeitweilige Sicherheitszonen“ eingerichtet und Ausgangssperren verhĂ€ngt, darunter in Cizre, Silopi, Nusaybin, in Stadtteilen von Diyarbakır und in Silvan. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten, eine Verletzung der Ausgangssperren kann im Falle von Kampfhandlungen lebensgefĂ€hrlich sein. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und VerhĂ€ngung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet sĂŒdöstlich von HakkĂąri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakır und Umgebung sowie sĂŒdöstlich der Ortschaft Cizre (DreilĂ€ndereck TĂŒrkei – Syrien – Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, HakkĂąri, Batman und Aǧrı.

Die tĂŒrkischen Behörden erteilen aus SicherheitsgrĂŒnden keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die TĂŒrkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen grundsĂ€tzlich herzlich und offen empfĂ€ngt. Wie auch in anderen UrlaubslĂ€ndern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu können.

MilitÀrische Sperrgebiete, Sicherheitszonen und -Einrichtungen

MilitĂ€rsperrgebiete sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen. FĂŒr solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot fĂŒr das Betreten und Fotografieren. Reisenden, die beabsichtigen, die entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu bereisen, wird geraten, vor Reiseantritt das fĂŒr ihren Wohnort zustĂ€ndige tĂŒrkische Generalkonsulat oder die tĂŒrkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es empfehlenswert, sich wĂ€hrend der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen. Von Reisen in bestimmte Gebiete im SĂŒdosten des Landes wird dringend abgeraten (s. Sicherheitshinweise).

Zu beachten ist grundsĂ€tzlich, dass bezĂŒglich militĂ€rischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelmĂ€ĂŸig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Das gilt insbesondere fĂŒr Grenzanlagen. Auch wenn ein solches nicht ausdrĂŒcklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen absehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Weisungen tĂŒrkischer SicherheitskrĂ€fte ist unbedingt Folge zu leisten.

Umgang mit sexuellen Minderheiten
HomosexualitĂ€t ist in der TĂŒrkei nicht strafbar. An der jĂ€hrlich stattfindenden Pride Parade in Istanbul nahmen bis 2014 mehrere zehntausend Menschen teil. 2015 und 2016 ist die Parade von den tĂŒrkischen Behörden jedoch untersagt worden.Es wird  auf VorfĂ€lle von Gewalt nicht-staatlicher Seite hingewiesen, bei denen es zu Übergriffen auf LGBTI Personen gekommen ist. Mit z.T. starken Vorurteilen gegenĂŒber dieser Personengruppe in der tĂŒrkischen Gesellschaft sollte deshalb gerechnet werden.

Zahlungsmittel
In vielen Gebieten der TĂŒrkei, selbst in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten, ist es problematisch Reiseschecks einzulösen. Allerdings lĂ€sst sich mit einer deutschen EC-Karte in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abheben (wenn beide mit dem Symbol „Maestro“ versehen sind).

Auch Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert. In den meisten FĂ€llen muss man dazu zusĂ€tzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Taxi
GrundsĂ€tzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei lĂ€ngeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Bei viel GepĂ€ck wird z. T. ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher ĂŒber den ungefĂ€hren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird. Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Straßenverkehr
Der tĂŒrkische Straßenverkehr, vor allen Dingen in den StĂ€dten, ist meist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden oft nicht eingehalten. Man sollte sich defensiv verhalten und sich nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da bei vermeintlichen oder tatsĂ€chlichen VerkehrsverstĂ¶ĂŸen aggressive Reaktionen anderer Autofahrer drohen können. 

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf grĂ¶ĂŸeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden, gerade auch im Hinblick auf die fehlende Beleuchtung, und sollten vermieden werden. Wer im Auto ĂŒbernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen.

Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprĂŒft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine GewĂ€hr ĂŒbernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die ĂŒber Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verfĂŒgen.  

Bahnreisen

Die kĂŒrzlich eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul wurde trotz Warnungen von Experten bereits fĂŒr den Zugverkehr geöffnet, ist jedoch bisher nicht völlig fertiggestellt. Deswegen besteht auf dieser Strecke derzeit noch ein erhöhtes Risiko von ZugausfĂ€llen und UnfĂ€llen.

Hinweise fĂŒr Menschen mit Behinderungen:
In der TĂŒrkei gibt es nur an wenigen Orten eine behindertengerechte Infrastruktur. Dies gilt auch fĂŒr öffentliche Einrichtungen. Der teilweise schlechte Zustand der Gehwege auch in GroßstĂ€dten kann die MobilitĂ€t von gehbehinderten Menschen deutlich einschrĂ€nken.

AusflĂŒge
Bei angebotenen AusflĂŒgen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die mögliche AusĂŒbung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. spĂ€ter auch bei den Reiseveranstaltern beschweren.

Alkohol
Die tĂŒrkische Regulierungsbehörde fĂŒr Tabakwaren und Alkoholika (TAPDK) macht auf die Gefahr durch den Verzehr von gepanschtem Alkohol aufmerksam und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenzierung (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbeschĂ€digte, blau-tĂŒrkisfarbene Banderole) zu achten.

KriminalitÀt
Die TĂŒrkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprĂ€gter GewaltkriminalitĂ€t aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von StraßendiebstĂ€hlen, besonders in belebten Zonen, ist in Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen ĂŒberall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt BetrugsfĂ€lle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem ĂŒberhöhten Rechnung eine grĂ¶ĂŸere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

In Istanbul kommt es immer wieder zu zahlreichen PassdiebstĂ€hlen. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt Reisenden, PĂ€sse und Ausweispapiere an sicherer Stelle zu verwahren (etwa im Hotel-Safe) und lediglich Kopien mitzufĂŒhren.

Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor BetrĂŒgern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspĂ€hen, um dann mit gefĂ€lschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.

Informationen der deutschen Botschaft Ankara zufolge sind deutsche TĂŒrkei-Urlauber nach ihrer RĂŒckkehr in das Bundesgebiet in letzter Zeit Opfer von BetrugsfĂ€llen geworden. Unter dem Vorwand einer fĂ€lligen SteuerrĂŒckzahlung oder einer GebĂŒhr fĂŒr einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer GeldĂŒberweisung per Western Union Transfer in die TĂŒrkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, sich in solchen FĂ€llen vorab an die zustĂ€nden Polizeibehörden in Deutschland zu wenden.




Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist fĂŒr deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

VorlÀufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

VorlÀufiger Personalausweis: grundsÀtzlich ja, EinschrÀnkungen s. u.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Nicht möglich ist die Einreise in die TĂŒrkei mit einem von der Bundespolizei fĂŒr NotfĂ€lle ausgestellten Reiseausweis als Passersatz (s. Muster unter Reiseausweis als Passersatz ).
KindereintrĂ€ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gĂŒltig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Empfehlungen

Die TĂŒrkei ist Vertragspartei des EuropĂ€ischen Übereinkommens ĂŒber die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.

Bei der Einreise kann der Reisepass, der vorlÀufige Reisepass, der Personalausweis oder der Kinderreisepass auch seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, nicht jedoch der vorlÀufige Personalausweis.

Dies gilt fĂŒr die folgenden GrenzĂŒbergĂ€nge:

– am griechisch-tĂŒrkischen GrenzĂŒbergang

– an den GrenzĂŒbergĂ€ngen in Istanbul, Izmir, Çanakkale, Muğla, Antalya, Mersin, Iskenderun und Aydın

– an den FlughĂ€fen YeƟilköy (Istanbul) und Esenboğa (Ankara).

Es kann jedoch bei der Ausreise aus der TĂŒrkei mit abgelaufenen Ausweisdokumenten, insbesondere an den Landgrenzen in Edirne und Ipsala, zu Problemen kommen. Reisenden wird empfohlen, sich bereits vor der Reise in die TĂŒrkei um gĂŒltige Ausweisdokumente zu kĂŒmmern.

Bei der Einreise mit dem vorlÀufigen Personalausweis hat es in der Vergangenheit ebenfalls Probleme gegeben.

Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieses Dokument noch mindestens ĂŒber eine leere Seite verfĂŒgen.

In der Vergangenheit kam es zu ZurĂŒckweisungen an der Grenze, weil Eltern ohne gĂŒltige Einreisedokumente fĂŒr ihre Kinder einreisen wollten. In solchen FĂ€llen können auch die deutschen Auslandsvertretungen in der TĂŒrkei keine Abhilfe schaffen.
Reisenden wird empfohlen, sich stets ausweisen zu können.

Visum

Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen visumfrei im Land aufhalten. KĂŒrzere, in diesen Zeitraum fallende Aufenthalte werden addiert. Damit soll die Rechtslage in der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich der in Deutschland geltenden angepasst werden.
Die bisherige Praxis, nach einer eintĂ€gigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begrĂŒnden, ist seit dem 1. Februar 2012 nicht mehr möglich.

Personen, die sich bereits in der TĂŒrkei aufhalten und einen lĂ€ngeren Aufenthalt planen, können innerhalb von 90 Tagen nach Einreise vor Ort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dazu muss der Reisepass noch 90 Tage ĂŒber den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gĂŒltig sein. Ist bereits vor Einreise ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, sollte bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragt werden. Reisenden wird empfohlen, sich in Zweifelsfragen an die tĂŒrkischen Behörden, Konsulate oder RechtsanwĂ€lte zu wenden, insbesondere dann wenn hĂ€ufigere langfristige Aufenthalte in der TĂŒrkei beabsichtigt sind.

Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit ein Visum zur Besteigung des Ararat eingeholt haben, benötigen fĂŒr einen darĂŒber hinausgehenden Aufenthalt in der TĂŒrkei eine Erlaubnis, die umgehend nach Ende der Bergtour bei  der AuslĂ€nderpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet mĂŒdĂŒrĂŒlĂŒÄŸĂŒ) einzuholen ist.

Von Deutschland ausgestellte Reisedokumente oder Reiseausweise fĂŒr AuslĂ€nder anderer NationalitĂ€ten werden von der TĂŒrkei anerkannt. FĂŒr die Einreise in die TĂŒrkei wird jedoch ausnahmslos ein Visum benötigt, das vorab bei einem tĂŒrkischen Generalkonsulat einzuholen ist. TĂŒrkische Staatsangehörige sollten grundsĂ€tzlich mit einem tĂŒrkischen Pass reisen. Eine Einreise ist zwar möglich, die Ausreise aus der TĂŒrkei mit einem von deutschen Behörden ausgestellten Pass dagegen nicht immer.

Bei der Reise in die TĂŒrkei auf dem Landweg mĂŒssen auch die Einreisebestimmungen der TransitlĂ€nder beachtet werden. In Serbien sind seit dem 12.06.2010 eine Einreise und ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen mit dem Bundespersonalausweis möglich.

Hinweise zur Einreise von MinderjÀhrigen

Besondere Vorschriften fĂŒr allein reisende MinderjĂ€hrige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil gibt es nicht, solange ihre Ausreise aus Deutschland legal erfolgte.

Kinder tĂŒrkischer Eltern, die sowohl die deutsche als auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen zur Wiedereinreise nach Deutschland einen deutschen Kinderreisepass, Reisepass oder Personalausweis, der vor Abreise bei der zustĂ€ndigen deutschen Behörde beantragt werden muss.

Weiterreise in DrittlÀnder

GrundsĂ€tzlich ist das notwendige Visum fĂŒr eine Weiterreise in die Nachbarstaaten bereits vor der Abreise aus Deutschland bei den entsprechenden Auslandsvertretungen in Deutschland einzuholen. Eine Antragstellung bei den Konsulaten in der TĂŒrkei ist in der Regel nicht möglich.

FĂŒr Reisende, die ĂŒber die TĂŒrkei nach Afghanistan, Indien, Pakistan, Nigeria oder Tadschikistan reisen möchten, teilte das Gesundheitsministeriums der TĂŒrkei im Juli 2011 mit, dass aufgrund der hohen Anzahl an Polioerkrankungen (= KinderlĂ€hmung) in den entsprechenden LĂ€ndern der o. g. Personenkreis eine Dosis Schluckimpfung (zwei Tropfen) gegen Polio bei der Ausreise erhalten soll, sofern nicht bescheinigt werden kann, dass innerhalb des letzten Monats vor Reisebeginn eine solche Impfung bereits vorgenommen wurde. Wenn die Impfung abgelehnt wird, ist eine schriftliche ErklĂ€rung abzugeben. Eine Ablehnung der Impfung kann die Verweigerung der (Wieder)Einreise zur Folge haben.

Weiterreise nach Georgien

Die Reise von der TĂŒrkei nach Georgien ist nur mit einem gĂŒltigen Reisepass möglich.

Weiterreise in den Irak

Die Ausreise aus der TĂŒrkei in den Irak ist seit dem 01.07.2004 nur fĂŒr Inhaber eines fĂŒr Irak gĂŒltigen Visums möglich. In diesem Zusammenhang wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Irak hingewiesen. Deutsche Staatsangehörige sind seit dem 01.07.2004 visumspflichtig.

Weiterreise nach Syrien

AnlĂ€sslich der aktuellen Situation in Syrien warnt das AuswĂ€rtige Amt ausdrĂŒcklich vor Reisen in dieses Land. Es wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Syrien hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien verstĂ€rkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangehörige an der Flucht in die TĂŒrkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch fĂŒr vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die TĂŒrkei aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind

Die Einreise in die TĂŒrkei ist aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass möglich. 

Einreise mit dem Pkw

Bei der Einreise in die TĂŒrkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzufĂŒhren, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der tĂŒrkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der spĂ€testen Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein Überschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches ĂŒbersteigen können, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die grĂŒne Versicherungskarte nur im europĂ€ischen Teil der TĂŒrkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze fĂŒr die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und prĂŒfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der TĂŒrkei nicht bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten ist oder gegen Aufpreis fĂŒr den Zeitraum inkludiert werden kann.

Falls der Halter des Fahrzeugs nicht identisch ist mit dem Reisenden, muss der Reisende/Fahrer ĂŒber eine Vollmacht des EigentĂŒmers verfĂŒgen, die bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung in Deutschland ausgestellt oder beglaubigt sein sollte. Einzelheiten zum Verfahren klĂ€ren Sie bitte vor Abreise, um mehrtĂ€gige Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

In der TĂŒrkei gilt fĂŒr Auto- und Motorradfahrer eine 0,5 Promillegrenze. FĂŒr das FĂŒhren von Lastkraftwagen, PKW mit AnhĂ€nger und Bussen (Fahrzeuge zur Personenbeförderung) gilt eine 0,0 Promillegrenze. Die Strafen bei Verkehrsdelikten wurden in jĂŒngster Zeit drastisch erhöht.

Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder ĂŒber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

FĂŒr Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen in die TĂŒrkei ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr aus der TĂŒrkei ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000,- US Dollar (US-$) oder Gegenwert in TL gestattet. Die beim Geldumtausch in der TĂŒrkei ausgehĂ€ndigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem RĂŒckumtausch von TL in eine auslĂ€ndische WĂ€hrung bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Reisende dĂŒrfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US-$ ein- und ausfĂŒhren. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der TĂŒrkei sind Nachweise bei der Ausfuhr erforderlich.

Im Übrigen dĂŒrfen folgende Waren bei Einreise in die TĂŒrkei pro Person mitgefĂŒhrt werden (gilt nicht fĂŒr Transitreisende):

Persönliche Habe

GegenstĂ€nde des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300,- Euro (€) dĂŒrfen zollfrei in die TĂŒrkei eingefĂŒhrt werden.

Reisemitbringsel

400 StĂŒck Zigaretten, 100 StĂŒck Zigarillos (max. 3 g/StĂŒck) oder 50 StĂŒck Zigarren, 250 g Zigarettentabak (inkl. 200 StĂŒck Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200g Kautabak oder 200g blauer Tabak oder 50g Schnupftabak, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt ĂŒber 22% Alkohol enthalten, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt bis zu 22% Alkohol enthalten

(Reisende unter 18 Jahren dĂŒrfen die oben genannten GegenstĂ€nde nicht einfĂŒhren)

Eau de Cologne, Kölnisch Wasser, Lavendelwasser, ParfĂŒm, Essenz oder Lotionen (höchstens 600 ml Gesamtmenge) sowie fĂŒnf StĂŒcke Hautpflegemittel und Toilettenartikel, 1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg SĂŒĂŸigkeiten

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei dem Zollamt Ihres Ziellandes, z. B. www.gtb.gov.tr. Anfragen können in englischer oder französischer Sprache gestellt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die tĂŒrkische Botschaft oder eines der tĂŒrkischen Generalkonsulate in Deutschland zu kontaktieren. Nur dort können Ihnen rechtsverbindliche AuskĂŒnfte gegeben werden.

Die oben genannten Angaben gelten fĂŒr die Einfuhr von Waren in die TĂŒrkei. Die Zollbestimmungen fĂŒr Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Informationen zu Hilfstransporten in die TĂŒrkei bzw. im Transitverkehr durch die TĂŒrkei in DrittlĂ€nder finden Sie unter Zollvorschriften.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der TĂŒrkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der TĂŒrkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 – 20 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Einfuhr, 6 – 12 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (GefĂ€ngnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von „Kultur- und NaturgĂŒtern“, da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei VerstĂ¶ĂŸen sind auch fĂŒr Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- €) gĂ€ngige Praxis, auch wenn es sich um AntiquitĂ€ten bzw. alt aussehende GegenstĂ€nde von vermeintlich geringem Wert handelt. In EinzelfĂ€llen wurden Haftstrafen verhĂ€ngt. Es wird daher nachdrĂŒcklich davor gewarnt, von HĂ€ndlern z. B. AntiquitĂ€ten, alte MĂŒnzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “AntiquitĂ€ten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es fĂŒr Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als AntiquitĂ€t geschĂŒtzt ist, sollten Reisende, die ĂŒber keine entsprechende Genehmigung der zustĂ€ndigen tĂŒrkischen Behörden verfĂŒgen, generell Steine, MĂŒnzen, Fossilien und alt aussehende GegenstĂ€nde nicht in ihrem ReisegepĂ€ck auszufĂŒhren versuchen. GrundsĂ€tzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem tĂŒrkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug (auch Camping-Messer) ist ohne besondere Erlaubnis verboten.

Es wird dringend davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den tĂŒrkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemĂ€ĂŸ aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de fĂŒr Kinder und Erwachsene anlĂ€sslich einer Reise zu ĂŒberprĂŒfen und zu vervollstĂ€ndigen. Dazu gehören auch fĂŒr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (KinderlĂ€hmung) und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Typhus (je nach Region!) empfohlen. 

Malaria

Die TĂŒrkei ist malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im SĂŒden und Westen des Landes. Nur in den Grenzregionen zu Syrien und Irak gibt es ein geringes bis mittleres Malariarisiko (nur die weniger gefĂ€hrliche Form der Malaria tertiana zwischen Mai bis Oktober).

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-MĂŒcken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Krim-Kongo-HĂ€morrhagisches Fieber

Selten kommt es, besonders in lĂ€ndlichen Gebieten, zum Ausbruch von Krim-Kongo-HĂ€morrhagischem Fieber, eine von Zecken ĂŒbertragene Viruserkrankung, die tödlich verlaufen kann (letzter Ausbruch 2012, 7 TodesfĂ€lle).

Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder KanĂŒlen), Piercing, TĂ€towierungen und Bluttransfusionen besteht grundsĂ€tzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Die HIV Inzidenz ist in der TĂŒrkei allerdings sehr gering (< 0,01 % der Bevölkerung).

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schĂ€len oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die HĂ€nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. HĂ€ndedesinfektion, wo angebracht, durchfĂŒhren, EinmalhandtĂŒcher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die Ă€rztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den GroßstĂ€dten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater KrankenhĂ€user  bieten ein annĂ€hernd europĂ€isches Niveau. Die medizinische Versorgung in lĂ€ndlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gĂŒltiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlĂ€ssige ReiserĂŒckholversicherung abzuschließen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschĂŒtzt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei EinfĂŒhrung von verschreibungspflichtigen Medikamenten fĂŒr den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu fĂŒhren, die die medizinische Notwendigkeit bestĂ€tigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die TĂŒrkei ggf. durch einen Reisemediziner beraten, siehe www.dtg.org.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. FĂŒr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei lĂ€ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. FĂŒr kĂŒrzere Reisen, Einreisen aus DrittlĂ€ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhĂ€ngig von den individuellen VerhĂ€ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmĂ€ĂŸig zu empfehlen;
  • trotz grĂ¶ĂŸtmöglicher BemĂŒhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfĂŒgbaren und als vertrauenswĂŒrdig eingeschĂ€tzten Informationen des AuswĂ€rtigen Amts. Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unĂŒbersichtlich und können sich rasch Ă€ndern. Die Entscheidung ĂŒber die DurchfĂŒhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewĂ€hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zustĂ€ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das AuswĂ€rtige Amt rĂ€t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit RĂŒckholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten fĂŒr erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des AuswÀrtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2aEZliA

TĂŒrkei

TĂŒrkei: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 22.07.2016
(UnverĂ€ndert gĂŒltig seit: 22.07.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise

 


Aktuelle Hinweise

Am 15. Juli 2016 kam es in der TĂŒrkei zu einem Putschversuch. Die tĂŒrkische Regierung hat daraufhin am  20. Juli 2016 den Notstand nach Art. 119 und 120 der tĂŒrkischen Verfassung und des Notstandgesetzes von 1983 ausgerufen. Dieser gilt zunĂ€chst fĂŒr drei Monate und in allen 81 Provinzen der TĂŒrkei. Hiermit können u. a. Ausgangssperren kurzfristig verhĂ€ngt, Durchsuchungen vorgenommen und allgemeine Personenkontrollen jederzeit durchgefĂŒhrt werden.  

Reisenden in der TĂŒrkei wird dringend empfohlen, sich besonders umsichtig zu verhalten, immer ein gĂŒltiges Ausweisdokument mit sich zu fĂŒhren und die Medienberichterstattung sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen. 

Reisenden wird außerdem enger Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie empfohlen. Im Reiseverkehr kann es weiterhin zu BeeintrĂ€chtigungen kommen.  

FĂŒr Personen, die neben der deutschen auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzen, kann die Notstandsregelung unter UmstĂ€nden ReisebeschrĂ€nkungen oder die Einberufung zum tĂŒrkischen MilitĂ€rdienst bedeuten. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass unbeachtlich des gesetzlichen Anspruchs deutscher Staatsangehöriger auf konsularischen Rat und Beistand, kein konsularischer Schutz gegenĂŒber hoheitlichen Maßnahmen der tĂŒrkischen Regierung und ihrer Behörden gewĂ€hrt werden kann, wenn der oder die Betroffene auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzt.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen AnschlÀgen zu rechnen.

Aus anderen Teilen des Landes, insbesondere von der MittelmeerkĂŒste, wurden keine besonderen Ereignisse gemeldet.

Auch bei Reisen ĂŒber Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Von Reisen in das Grenzgebiet der TĂŒrkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die StĂ€dte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, YĂŒksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, ƞırnak und HakkĂąri wird dringend abgeraten. 

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Am 28. Juni 2016 wurde am internationalen Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) ein schwerer Terroranschlag verĂŒbt, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden. Seit Januar 2015 kam es auch in der Istanbuler Innenstadt wiederholt zu schweren Attentaten mit zahlreichen Verletzten und Toten (zuletzt am 12. Januar 2016, 19. MĂ€rz 2016 und 7. Juni 2016). Die Hauptstadt Ankara war ebenfalls von AnschlĂ€gen betroffen: Dort detonierten am 17. Februar und am 13. MĂ€rz 2016 Autobomben.

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von AnschlĂ€gen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militĂ€rische Ziele muss in allen Teilen der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich von einer terroristischen GefĂ€hrdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der TĂŒrkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen PlĂ€tzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und MilitĂ€reinrichtungen sollten gemieden werden. In Folge des gescheiterten Staatsstreichs soll es vereinzelt zu aggressiven Übergriffen von AnhĂ€ngern politischer Lager gegen auch vermeintlich Andersdenkende kommen. Es wird dringend geraten, auf solche Eskalationen zu achten und sich umgehend zu entfernen und einen sicheren Ort aufzusuchen. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß eingeschrĂ€nkt werden.

Deutschen, die sich lĂ€ngerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: http://elefand.diplo.de ) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt.

Generell wird geraten, den Anweisungen der tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Folge zu leisten. 

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen. Seit Mitte Dezember 2015 haben die tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Operationen gegen die PKK verstĂ€rkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und StĂ€dten im SĂŒdosten des Landes muss mit lĂ€ngeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden. 

Reisen ĂŒber Land

Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Die militĂ€rischen Auseinandersetzungen zwischen den tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der PKK haben sich seit Mitte Dezember verschĂ€rft. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, ƞanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden (ansonsten s. unter „Aktuelle Hinweise“). Es wird weiterhin zu grĂ¶ĂŸter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den letzten Monaten wurden mehrfach „zeitweilige Sicherheitszonen“ eingerichtet und Ausgangssperren verhĂ€ngt, darunter in Cizre, Silopi, Nusaybin, in Stadtteilen von Diyarbakır und in Silvan. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten, eine Verletzung der Ausgangssperren kann im Falle von Kampfhandlungen lebensgefĂ€hrlich sein. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und VerhĂ€ngung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet sĂŒdöstlich von HakkĂąri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakır und Umgebung sowie sĂŒdöstlich der Ortschaft Cizre (DreilĂ€ndereck TĂŒrkei – Syrien – Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, HakkĂąri, Batman und Aǧrı.

Die tĂŒrkischen Behörden erteilen aus SicherheitsgrĂŒnden keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die TĂŒrkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen grundsĂ€tzlich herzlich und offen empfĂ€ngt. Wie auch in anderen UrlaubslĂ€ndern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu können.

MilitÀrische Sperrgebiete, Sicherheitszonen und -Einrichtungen

MilitĂ€rsperrgebiete sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen. FĂŒr solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot fĂŒr das Betreten und Fotografieren. Reisenden, die beabsichtigen, die entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu bereisen, wird geraten, vor Reiseantritt das fĂŒr ihren Wohnort zustĂ€ndige tĂŒrkische Generalkonsulat oder die tĂŒrkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es empfehlenswert, sich wĂ€hrend der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen. Von Reisen in bestimmte Gebiete im SĂŒdosten des Landes wird dringend abgeraten (s. Sicherheitshinweise).

Zu beachten ist grundsĂ€tzlich, dass bezĂŒglich militĂ€rischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelmĂ€ĂŸig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Das gilt insbesondere fĂŒr Grenzanlagen. Auch wenn ein solches nicht ausdrĂŒcklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen absehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Weisungen tĂŒrkischer SicherheitskrĂ€fte ist unbedingt Folge zu leisten.

Umgang mit sexuellen Minderheiten
HomosexualitĂ€t ist in der TĂŒrkei nicht strafbar. An der jĂ€hrlich stattfindenden Pride Parade in Istanbul nahmen bis 2014 mehrere zehntausend Menschen teil. 2015 und 2016 ist die Parade von den tĂŒrkischen Behörden jedoch untersagt worden.Es wird  auf VorfĂ€lle von Gewalt nicht-staatlicher Seite hingewiesen, bei denen es zu Übergriffen auf LGBTI Personen gekommen ist. Mit z.T. starken Vorurteilen gegenĂŒber dieser Personengruppe in der tĂŒrkischen Gesellschaft sollte deshalb gerechnet werden.

Zahlungsmittel
In vielen Gebieten der TĂŒrkei, selbst in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten, ist es problematisch Reiseschecks einzulösen. Allerdings lĂ€sst sich mit einer deutschen EC-Karte in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abheben (wenn beide mit dem Symbol „Maestro“ versehen sind).

Auch Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert. In den meisten FĂ€llen muss man dazu zusĂ€tzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Taxi
GrundsĂ€tzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei lĂ€ngeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Bei viel GepĂ€ck wird z. T. ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher ĂŒber den ungefĂ€hren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird. Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Straßenverkehr
Der tĂŒrkische Straßenverkehr, vor allen Dingen in den StĂ€dten, ist meist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden oft nicht eingehalten. Man sollte sich defensiv verhalten und sich nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da bei vermeintlichen oder tatsĂ€chlichen VerkehrsverstĂ¶ĂŸen aggressive Reaktionen anderer Autofahrer drohen können. 

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf grĂ¶ĂŸeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden, gerade auch im Hinblick auf die fehlende Beleuchtung, und sollten vermieden werden. Wer im Auto ĂŒbernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen.

Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprĂŒft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine GewĂ€hr ĂŒbernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die ĂŒber Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verfĂŒgen.  

Bahnreisen

Die kĂŒrzlich eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul wurde trotz Warnungen von Experten bereits fĂŒr den Zugverkehr geöffnet, ist jedoch bisher nicht völlig fertiggestellt. Deswegen besteht auf dieser Strecke derzeit noch ein erhöhtes Risiko von ZugausfĂ€llen und UnfĂ€llen.

Hinweise fĂŒr Menschen mit Behinderungen:
In der TĂŒrkei gibt es nur an wenigen Orten eine behindertengerechte Infrastruktur. Dies gilt auch fĂŒr öffentliche Einrichtungen. Der teilweise schlechte Zustand der Gehwege auch in GroßstĂ€dten kann die MobilitĂ€t von gehbehinderten Menschen deutlich einschrĂ€nken.

AusflĂŒge
Bei angebotenen AusflĂŒgen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die mögliche AusĂŒbung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. spĂ€ter auch bei den Reiseveranstaltern beschweren.

Alkohol
Die tĂŒrkische Regulierungsbehörde fĂŒr Tabakwaren und Alkoholika (TAPDK) macht auf die Gefahr durch den Verzehr von gepanschtem Alkohol aufmerksam und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenzierung (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbeschĂ€digte, blau-tĂŒrkisfarbene Banderole) zu achten.

KriminalitÀt
Die TĂŒrkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprĂ€gter GewaltkriminalitĂ€t aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von StraßendiebstĂ€hlen, besonders in belebten Zonen, ist in Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen ĂŒberall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt BetrugsfĂ€lle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem ĂŒberhöhten Rechnung eine grĂ¶ĂŸere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

In Istanbul kommt es immer wieder zu zahlreichen PassdiebstĂ€hlen. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt Reisenden, PĂ€sse und Ausweispapiere an sicherer Stelle zu verwahren (etwa im Hotel-Safe) und lediglich Kopien mitzufĂŒhren.

Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor BetrĂŒgern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspĂ€hen, um dann mit gefĂ€lschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.

Informationen der deutschen Botschaft Ankara zufolge sind deutsche TĂŒrkei-Urlauber nach ihrer RĂŒckkehr in das Bundesgebiet in letzter Zeit Opfer von BetrugsfĂ€llen geworden. Unter dem Vorwand einer fĂ€lligen SteuerrĂŒckzahlung oder einer GebĂŒhr fĂŒr einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer GeldĂŒberweisung per Western Union Transfer in die TĂŒrkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, sich in solchen FĂ€llen vorab an die zustĂ€nden Polizeibehörden in Deutschland zu wenden.




Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist fĂŒr deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

VorlÀufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

VorlÀufiger Personalausweis: grundsÀtzlich ja, EinschrÀnkungen s. u.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Nicht möglich ist die Einreise in die TĂŒrkei mit einem von der Bundespolizei fĂŒr NotfĂ€lle ausgestellten Reiseausweis als Passersatz (s. Muster unter Reiseausweis als Passersatz ).
KindereintrĂ€ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gĂŒltig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Empfehlungen

Die TĂŒrkei ist Vertragspartei des EuropĂ€ischen Übereinkommens ĂŒber die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.

Bei der Einreise kann der Reisepass, der vorlÀufige Reisepass, der Personalausweis oder der Kinderreisepass auch seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, nicht jedoch der vorlÀufige Personalausweis.

Dies gilt fĂŒr die folgenden GrenzĂŒbergĂ€nge:

– am griechisch-tĂŒrkischen GrenzĂŒbergang

– an den GrenzĂŒbergĂ€ngen in Istanbul, Izmir, Çanakkale, Muğla, Antalya, Mersin, Iskenderun und Aydın

– an den FlughĂ€fen YeƟilköy (Istanbul) und Esenboğa (Ankara).

Es kann jedoch bei der Ausreise aus der TĂŒrkei mit abgelaufenen Ausweisdokumenten, insbesondere an den Landgrenzen in Edirne und Ipsala, zu Problemen kommen. Reisenden wird empfohlen, sich bereits vor der Reise in die TĂŒrkei um gĂŒltige Ausweisdokumente zu kĂŒmmern.

Bei der Einreise mit dem vorlÀufigen Personalausweis hat es in der Vergangenheit ebenfalls Probleme gegeben.

Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieses Dokument noch mindestens ĂŒber eine leere Seite verfĂŒgen.

In der Vergangenheit kam es zu ZurĂŒckweisungen an der Grenze, weil Eltern ohne gĂŒltige Einreisedokumente fĂŒr ihre Kinder einreisen wollten. In solchen FĂ€llen können auch die deutschen Auslandsvertretungen in der TĂŒrkei keine Abhilfe schaffen.
Reisenden wird empfohlen, sich stets ausweisen zu können.

Visum

Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen visumfrei im Land aufhalten. KĂŒrzere, in diesen Zeitraum fallende Aufenthalte werden addiert. Damit soll die Rechtslage in der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich der in Deutschland geltenden angepasst werden.
Die bisherige Praxis, nach einer eintĂ€gigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begrĂŒnden, ist seit dem 1. Februar 2012 nicht mehr möglich.

Personen, die sich bereits in der TĂŒrkei aufhalten und einen lĂ€ngeren Aufenthalt planen, können innerhalb von 90 Tagen nach Einreise vor Ort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dazu muss der Reisepass noch 90 Tage ĂŒber den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gĂŒltig sein. Ist bereits vor Einreise ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, sollte bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragt werden. Reisenden wird empfohlen, sich in Zweifelsfragen an die tĂŒrkischen Behörden, Konsulate oder RechtsanwĂ€lte zu wenden, insbesondere dann wenn hĂ€ufigere langfristige Aufenthalte in der TĂŒrkei beabsichtigt sind.

Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit ein Visum zur Besteigung des Ararat eingeholt haben, benötigen fĂŒr einen darĂŒber hinausgehenden Aufenthalt in der TĂŒrkei eine Erlaubnis, die umgehend nach Ende der Bergtour bei  der AuslĂ€nderpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet mĂŒdĂŒrĂŒlĂŒÄŸĂŒ) einzuholen ist.

Von Deutschland ausgestellte Reisedokumente oder Reiseausweise fĂŒr AuslĂ€nder anderer NationalitĂ€ten werden von der TĂŒrkei anerkannt. FĂŒr die Einreise in die TĂŒrkei wird jedoch ausnahmslos ein Visum benötigt, das vorab bei einem tĂŒrkischen Generalkonsulat einzuholen ist. TĂŒrkische Staatsangehörige sollten grundsĂ€tzlich mit einem tĂŒrkischen Pass reisen. Eine Einreise ist zwar möglich, die Ausreise aus der TĂŒrkei mit einem von deutschen Behörden ausgestellten Pass dagegen nicht immer.

Bei der Reise in die TĂŒrkei auf dem Landweg mĂŒssen auch die Einreisebestimmungen der TransitlĂ€nder beachtet werden. In Serbien sind seit dem 12.06.2010 eine Einreise und ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen mit dem Bundespersonalausweis möglich.

Hinweise zur Einreise von MinderjÀhrigen

Besondere Vorschriften fĂŒr allein reisende MinderjĂ€hrige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil gibt es nicht, solange ihre Ausreise aus Deutschland legal erfolgte.

Kinder tĂŒrkischer Eltern, die sowohl die deutsche als auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen zur Wiedereinreise nach Deutschland einen deutschen Kinderreisepass, Reisepass oder Personalausweis, der vor Abreise bei der zustĂ€ndigen deutschen Behörde beantragt werden muss.

Weiterreise in DrittlÀnder

GrundsĂ€tzlich ist das notwendige Visum fĂŒr eine Weiterreise in die Nachbarstaaten bereits vor der Abreise aus Deutschland bei den entsprechenden Auslandsvertretungen in Deutschland einzuholen. Eine Antragstellung bei den Konsulaten in der TĂŒrkei ist in der Regel nicht möglich.

FĂŒr Reisende, die ĂŒber die TĂŒrkei nach Afghanistan, Indien, Pakistan, Nigeria oder Tadschikistan reisen möchten, teilte das Gesundheitsministeriums der TĂŒrkei im Juli 2011 mit, dass aufgrund der hohen Anzahl an Polioerkrankungen (= KinderlĂ€hmung) in den entsprechenden LĂ€ndern der o. g. Personenkreis eine Dosis Schluckimpfung (zwei Tropfen) gegen Polio bei der Ausreise erhalten soll, sofern nicht bescheinigt werden kann, dass innerhalb des letzten Monats vor Reisebeginn eine solche Impfung bereits vorgenommen wurde. Wenn die Impfung abgelehnt wird, ist eine schriftliche ErklĂ€rung abzugeben. Eine Ablehnung der Impfung kann die Verweigerung der (Wieder)Einreise zur Folge haben.

Weiterreise nach Georgien

Die Reise von der TĂŒrkei nach Georgien ist nur mit einem gĂŒltigen Reisepass möglich.

Weiterreise in den Irak

Die Ausreise aus der TĂŒrkei in den Irak ist seit dem 01.07.2004 nur fĂŒr Inhaber eines fĂŒr Irak gĂŒltigen Visums möglich. In diesem Zusammenhang wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Irak hingewiesen. Deutsche Staatsangehörige sind seit dem 01.07.2004 visumspflichtig.

Weiterreise nach Syrien

AnlĂ€sslich der aktuellen Situation in Syrien warnt das AuswĂ€rtige Amt ausdrĂŒcklich vor Reisen in dieses Land. Es wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Syrien hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien verstĂ€rkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangehörige an der Flucht in die TĂŒrkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch fĂŒr vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die TĂŒrkei aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind

Die Einreise in die TĂŒrkei ist aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass möglich. 

Einreise mit dem Pkw

Bei der Einreise in die TĂŒrkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzufĂŒhren, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der tĂŒrkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der spĂ€testen Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein Überschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches ĂŒbersteigen können, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die grĂŒne Versicherungskarte nur im europĂ€ischen Teil der TĂŒrkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze fĂŒr die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und prĂŒfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der TĂŒrkei nicht bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten ist oder gegen Aufpreis fĂŒr den Zeitraum inkludiert werden kann.

Falls der Halter des Fahrzeugs nicht identisch ist mit dem Reisenden, muss der Reisende/Fahrer ĂŒber eine Vollmacht des EigentĂŒmers verfĂŒgen, die bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung in Deutschland ausgestellt oder beglaubigt sein sollte. Einzelheiten zum Verfahren klĂ€ren Sie bitte vor Abreise, um mehrtĂ€gige Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

In der TĂŒrkei gilt fĂŒr Auto- und Motorradfahrer eine 0,5 Promillegrenze. FĂŒr das FĂŒhren von Lastkraftwagen, PKW mit AnhĂ€nger und Bussen (Fahrzeuge zur Personenbeförderung) gilt eine 0,0 Promillegrenze. Die Strafen bei Verkehrsdelikten wurden in jĂŒngster Zeit drastisch erhöht.

Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder ĂŒber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

FĂŒr Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen in die TĂŒrkei ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr aus der TĂŒrkei ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000,- US Dollar (US-$) oder Gegenwert in TL gestattet. Die beim Geldumtausch in der TĂŒrkei ausgehĂ€ndigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem RĂŒckumtausch von TL in eine auslĂ€ndische WĂ€hrung bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Reisende dĂŒrfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US-$ ein- und ausfĂŒhren. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der TĂŒrkei sind Nachweise bei der Ausfuhr erforderlich.

Im Übrigen dĂŒrfen folgende Waren bei Einreise in die TĂŒrkei pro Person mitgefĂŒhrt werden (gilt nicht fĂŒr Transitreisende):

Persönliche Habe

GegenstĂ€nde des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300,- Euro (€) dĂŒrfen zollfrei in die TĂŒrkei eingefĂŒhrt werden.

Reisemitbringsel

400 StĂŒck Zigaretten, 100 StĂŒck Zigarillos (max. 3 g/StĂŒck) oder 50 StĂŒck Zigarren, 250 g Zigarettentabak (inkl. 200 StĂŒck Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200g Kautabak oder 200g blauer Tabak oder 50g Schnupftabak, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt ĂŒber 22% Alkohol enthalten, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt bis zu 22% Alkohol enthalten

(Reisende unter 18 Jahren dĂŒrfen die oben genannten GegenstĂ€nde nicht einfĂŒhren)

Eau de Cologne, Kölnisch Wasser, Lavendelwasser, ParfĂŒm, Essenz oder Lotionen (höchstens 600 ml Gesamtmenge) sowie fĂŒnf StĂŒcke Hautpflegemittel und Toilettenartikel, 1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg SĂŒĂŸigkeiten

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei dem Zollamt Ihres Ziellandes, z. B. www.gtb.gov.tr. Anfragen können in englischer oder französischer Sprache gestellt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die tĂŒrkische Botschaft oder eines der tĂŒrkischen Generalkonsulate in Deutschland zu kontaktieren. Nur dort können Ihnen rechtsverbindliche AuskĂŒnfte gegeben werden.

Die oben genannten Angaben gelten fĂŒr die Einfuhr von Waren in die TĂŒrkei. Die Zollbestimmungen fĂŒr Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Informationen zu Hilfstransporten in die TĂŒrkei bzw. im Transitverkehr durch die TĂŒrkei in DrittlĂ€nder finden Sie unter Zollvorschriften.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der TĂŒrkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der TĂŒrkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 – 20 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Einfuhr, 6 – 12 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (GefĂ€ngnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von „Kultur- und NaturgĂŒtern“, da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei VerstĂ¶ĂŸen sind auch fĂŒr Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- €) gĂ€ngige Praxis, auch wenn es sich um AntiquitĂ€ten bzw. alt aussehende GegenstĂ€nde von vermeintlich geringem Wert handelt. In EinzelfĂ€llen wurden Haftstrafen verhĂ€ngt. Es wird daher nachdrĂŒcklich davor gewarnt, von HĂ€ndlern z. B. AntiquitĂ€ten, alte MĂŒnzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “AntiquitĂ€ten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es fĂŒr Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als AntiquitĂ€t geschĂŒtzt ist, sollten Reisende, die ĂŒber keine entsprechende Genehmigung der zustĂ€ndigen tĂŒrkischen Behörden verfĂŒgen, generell Steine, MĂŒnzen, Fossilien und alt aussehende GegenstĂ€nde nicht in ihrem ReisegepĂ€ck auszufĂŒhren versuchen. GrundsĂ€tzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem tĂŒrkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug (auch Camping-Messer) ist ohne besondere Erlaubnis verboten.

Es wird dringend davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den tĂŒrkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemĂ€ĂŸ aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de fĂŒr Kinder und Erwachsene anlĂ€sslich einer Reise zu ĂŒberprĂŒfen und zu vervollstĂ€ndigen. Dazu gehören auch fĂŒr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (KinderlĂ€hmung) und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Typhus (je nach Region!) empfohlen. 

Malaria

Die TĂŒrkei ist malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im SĂŒden und Westen des Landes. Nur in den Grenzregionen zu Syrien und Irak gibt es ein geringes bis mittleres Malariarisiko (nur die weniger gefĂ€hrliche Form der Malaria tertiana zwischen Mai bis Oktober).

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-MĂŒcken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Krim-Kongo-HĂ€morrhagisches Fieber

Selten kommt es, besonders in lĂ€ndlichen Gebieten, zum Ausbruch von Krim-Kongo-HĂ€morrhagischem Fieber, eine von Zecken ĂŒbertragene Viruserkrankung, die tödlich verlaufen kann (letzter Ausbruch 2012, 7 TodesfĂ€lle).

Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder KanĂŒlen), Piercing, TĂ€towierungen und Bluttransfusionen besteht grundsĂ€tzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Die HIV Inzidenz ist in der TĂŒrkei allerdings sehr gering (< 0,01 % der Bevölkerung).

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schĂ€len oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die HĂ€nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. HĂ€ndedesinfektion, wo angebracht, durchfĂŒhren, EinmalhandtĂŒcher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die Ă€rztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den GroßstĂ€dten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater KrankenhĂ€user  bieten ein annĂ€hernd europĂ€isches Niveau. Die medizinische Versorgung in lĂ€ndlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gĂŒltiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlĂ€ssige ReiserĂŒckholversicherung abzuschließen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschĂŒtzt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei EinfĂŒhrung von verschreibungspflichtigen Medikamenten fĂŒr den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu fĂŒhren, die die medizinische Notwendigkeit bestĂ€tigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die TĂŒrkei ggf. durch einen Reisemediziner beraten, siehe www.dtg.org.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. FĂŒr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei lĂ€ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. FĂŒr kĂŒrzere Reisen, Einreisen aus DrittlĂ€ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhĂ€ngig von den individuellen VerhĂ€ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmĂ€ĂŸig zu empfehlen;
  • trotz grĂ¶ĂŸtmöglicher BemĂŒhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfĂŒgbaren und als vertrauenswĂŒrdig eingeschĂ€tzten Informationen des AuswĂ€rtigen Amts. Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unĂŒbersichtlich und können sich rasch Ă€ndern. Die Entscheidung ĂŒber die DurchfĂŒhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewĂ€hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zustĂ€ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das AuswĂ€rtige Amt rĂ€t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit RĂŒckholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten fĂŒr erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des AuswÀrtigen Amts mehr auf http://ift.tt/29SY0mI

TĂŒrkei

TĂŒrkei: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 21.07.2016
(UnverĂ€ndert gĂŒltig seit: 21.07.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

 


Aktuelle Hinweise

Am Abend des 20. Juli 2016 ist der Notstand  fĂŒr alle 81 Provinzen der TĂŒrkei ausgerufen worden, der zunĂ€chst fĂŒr drei Monate gilt. Ausgangssperren können nun ĂŒberall kurzfristig verhĂ€ngt und allgemeine Personenkontrollen jederzeit durchgefĂŒhrt werden. Es wird dringend empfohlen, immer ein gĂŒltiges Ausweisdokument mit sich zu fĂŒhren.

Am Abend des 15. Juli 2016 kam es in Ankara und Istanbul zu einem Putschversuch, der nach Angaben der tĂŒrkischen Regierung inzwischen beendet ist. 

Reisenden in Istanbul und Ankara wird bis zur vollstĂ€ndigen KlĂ€rung der Lage weiterhin zu Ă€ußerster Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere auf öffentlichen PlĂ€tzen fĂŒr Menschenansammlungen.

Im Zweifelsfall wird geraten, in sichere Wohnungen und Hotels zurĂŒckzukehren und die Medienberichterstattung sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen.

Der Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) wurde am 16. Juli wieder geöffnet, der normale Flugbetrieb wurde jedoch noch nicht wieder aufgenommen. Es ist mit erheblichen VerspĂ€tungen zu rechnen. Reisenden wird geraten, Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie aufzunehmen.

Aus anderen Teilen des Landes, insbesondere von der MittelmeerkĂŒste, wurden keine besonderen Ereignisse gemeldet.

Am 28. Juni 2016 wurde am internationalen Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) ein schwerer Terroranschlag verĂŒbt, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden. Der Flughafen hat am 29. Juni 2016 den Betrieb wieder aufgenommen.

Seit Januar 2015 kam es auch in der Istanbuler Innenstadt wiederholt zu schweren Attentaten mit zahlreichen Verletzten und Toten (zuletzt am 12. Januar 2016, 19. MĂ€rz 2016 und 7. Juni 2016).

Die Hauptstadt Ankara war ebenfalls von AnschlÀgen betroffen: Dort detonierten am 17. Februar und am 13. MÀrz 2016 Autobomben.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen AnschlÀgen zu rechnen.

Auch bei Reisen ĂŒber Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Von Reisen in das Grenzgebiet der TĂŒrkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die StĂ€dte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, YĂŒksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, ƞırnak und HakkĂąri wird dringend abgeraten. 

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von AnschlĂ€gen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militĂ€rische Ziele muss in allen Teilen der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich von einer terroristischen GefĂ€hrdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der TĂŒrkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen PlĂ€tzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und MilitĂ€reinrichtungen sollten gemieden werden. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß eingeschrĂ€nkt werden.

Deutschen, die sich lĂ€ngerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: http://elefand.diplo.de ) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt.

Generell wird geraten, den Anweisungen der tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Folge zu leisten. 

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen. Seit Mitte Dezember 2015 haben die tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Operationen gegen die PKK verstĂ€rkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und StĂ€dten im SĂŒdosten des Landes muss mit lĂ€ngeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden. 

Reisen ĂŒber Land

Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Die militĂ€rischen Auseinandersetzungen zwischen den tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der PKK haben sich seit Mitte Dezember verschĂ€rft. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, ƞanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden (ansonsten s. unter „Aktuelle Hinweise“). Es wird weiterhin zu grĂ¶ĂŸter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den letzten Monaten wurden mehrfach „zeitweilige Sicherheitszonen“ eingerichtet und Ausgangssperren verhĂ€ngt, darunter in Cizre, Silopi, Nusaybin, in Stadtteilen von Diyarbakır und in Silvan. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten, eine Verletzung der Ausgangssperren kann im Falle von Kampfhandlungen lebensgefĂ€hrlich sein. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und VerhĂ€ngung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet sĂŒdöstlich von HakkĂąri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakır und Umgebung sowie sĂŒdöstlich der Ortschaft Cizre (DreilĂ€ndereck TĂŒrkei – Syrien – Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, HakkĂąri, Batman und Aǧrı.

Die tĂŒrkischen Behörden erteilen aus SicherheitsgrĂŒnden keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die TĂŒrkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen herzlich und offen empfĂ€ngt. Wie auch in anderen UrlaubslĂ€ndern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu können.

MilitÀrische Sperrgebiete, Sicherheitszonen und -Einrichtungen

MilitĂ€rsperrgebiete sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen. FĂŒr solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot fĂŒr das Betreten und Fotografieren. Reisenden, die beabsichtigen, die entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu bereisen, wird geraten, vor Reiseantritt das fĂŒr ihren Wohnort zustĂ€ndige tĂŒrkische Generalkonsulat oder die tĂŒrkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es empfehlenswert, sich wĂ€hrend der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen. Von Reisen in bestimmte Gebiete im SĂŒdosten des Landes wird dringend abgeraten (s. Sicherheitshinweise).

Zu beachten ist grundsĂ€tzlich, dass bezĂŒglich militĂ€rischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelmĂ€ĂŸig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Das gilt insbesondere fĂŒr Grenzanlagen. Auch wenn ein solches nicht ausdrĂŒcklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen absehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Weisungen tĂŒrkischer SicherheitskrĂ€fte ist unbedingt Folge zu leisten.

Umgang mit sexuellen Minderheiten
HomosexualitĂ€t ist in der TĂŒrkei nicht strafbar. An der jĂ€hrlich stattfindenden Pride Parade in Istanbul nahmen bis 2014 mehrere zehntausend Menschen teil. 2015 und 2016 ist die Parade von den tĂŒrkischen Behörden jedoch untersagt worden.Es wird  auf VorfĂ€lle von Gewalt nicht-staatlicher Seite hingewiesen, bei denen es zu Übergriffen auf LGBTI Personen gekommen ist. Mit z.T. starken Vorurteilen gegenĂŒber dieser Personengruppe in der tĂŒrkischen Gesellschaft sollte deshalb gerechnet werden.

Zahlungsmittel
In vielen Gebieten der TĂŒrkei, selbst in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten, ist es problematisch Reiseschecks einzulösen. Allerdings lĂ€sst sich mit einer deutschen EC-Karte in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abheben (wenn beide mit dem Symbol „Maestro“ versehen sind).

Auch Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert. In den meisten FĂ€llen muss man dazu zusĂ€tzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Taxi
GrundsĂ€tzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei lĂ€ngeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Bei viel GepĂ€ck wird z. T. ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher ĂŒber den ungefĂ€hren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird. Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Straßenverkehr
Der tĂŒrkische Straßenverkehr, vor allen Dingen in den StĂ€dten, ist meist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden oft nicht eingehalten. Man sollte sich defensiv verhalten und sich nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da bei vermeintlichen oder tatsĂ€chlichen VerkehrsverstĂ¶ĂŸen aggressive Reaktionen anderer Autofahrer drohen können. 

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf grĂ¶ĂŸeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden, gerade auch im Hinblick auf die fehlende Beleuchtung, und sollten vermieden werden. Wer im Auto ĂŒbernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen.

Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprĂŒft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine GewĂ€hr ĂŒbernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die ĂŒber Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verfĂŒgen.  

Bahnreisen

Die kĂŒrzlich eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul wurde trotz Warnungen von Experten bereits fĂŒr den Zugverkehr geöffnet, ist jedoch bisher nicht völlig fertiggestellt. Deswegen besteht auf dieser Strecke derzeit noch ein erhöhtes Risiko von ZugausfĂ€llen und UnfĂ€llen.

Hinweise fĂŒr Menschen mit Behinderungen:
In der TĂŒrkei gibt es nur an wenigen Orten eine behindertengerechte Infrastruktur. Dies gilt auch fĂŒr öffentliche Einrichtungen. Der teilweise schlechte Zustand der Gehwege auch in GroßstĂ€dten kann die MobilitĂ€t von gehbehinderten Menschen deutlich einschrĂ€nken.

AusflĂŒge
Bei angebotenen AusflĂŒgen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die mögliche AusĂŒbung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. spĂ€ter auch bei den Reiseveranstaltern beschweren.

Alkohol
Die tĂŒrkische Regulierungsbehörde fĂŒr Tabakwaren und Alkoholika (TAPDK) macht auf die Gefahr durch den Verzehr von gepanschtem Alkohol aufmerksam und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenzierung (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbeschĂ€digte, blau-tĂŒrkisfarbene Banderole) zu achten.

KriminalitÀt
Die TĂŒrkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprĂ€gter GewaltkriminalitĂ€t aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von StraßendiebstĂ€hlen, besonders in belebten Zonen, ist in Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen ĂŒberall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt BetrugsfĂ€lle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem ĂŒberhöhten Rechnung eine grĂ¶ĂŸere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

In Istanbul kommt es immer wieder zu zahlreichen PassdiebstĂ€hlen. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt Reisenden, PĂ€sse und Ausweispapiere an sicherer Stelle zu verwahren (etwa im Hotel-Safe) und lediglich Kopien mitzufĂŒhren.

Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor BetrĂŒgern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspĂ€hen, um dann mit gefĂ€lschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.

Informationen der deutschen Botschaft Ankara zufolge sind deutsche TĂŒrkei-Urlauber nach ihrer RĂŒckkehr in das Bundesgebiet in letzter Zeit Opfer von BetrugsfĂ€llen geworden. Unter dem Vorwand einer fĂ€lligen SteuerrĂŒckzahlung oder einer GebĂŒhr fĂŒr einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer GeldĂŒberweisung per Western Union Transfer in die TĂŒrkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, sich in solchen FĂ€llen vorab an die zustĂ€nden Polizeibehörden in Deutschland zu wenden.




Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist fĂŒr deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

VorlÀufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

VorlÀufiger Personalausweis: grundsÀtzlich ja, EinschrÀnkungen s. u.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Nicht möglich ist die Einreise in die TĂŒrkei mit einem von der Bundespolizei fĂŒr NotfĂ€lle ausgestellten Reiseausweis als Passersatz (s. Muster unter Reiseausweis als Passersatz ).
KindereintrĂ€ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gĂŒltig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Empfehlungen

Die TĂŒrkei ist Vertragspartei des EuropĂ€ischen Übereinkommens ĂŒber die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.

Bei der Einreise kann der Reisepass, der vorlÀufige Reisepass, der Personalausweis oder der Kinderreisepass auch seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, nicht jedoch der vorlÀufige Personalausweis.

Dies gilt fĂŒr die folgenden GrenzĂŒbergĂ€nge:

– am griechisch-tĂŒrkischen GrenzĂŒbergang

– an den GrenzĂŒbergĂ€ngen in Istanbul, Izmir, Çanakkale, Muğla, Antalya, Mersin, Iskenderun und Aydın

– an den FlughĂ€fen YeƟilköy (Istanbul) und Esenboğa (Ankara).

Es kann jedoch bei der Ausreise aus der TĂŒrkei mit abgelaufenen Ausweisdokumenten, insbesondere an den Landgrenzen in Edirne und Ipsala, zu Problemen kommen. Reisenden wird empfohlen, sich bereits vor der Reise in die TĂŒrkei um gĂŒltige Ausweisdokumente zu kĂŒmmern.

Bei der Einreise mit dem vorlÀufigen Personalausweis hat es in der Vergangenheit ebenfalls Probleme gegeben.

Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieses Dokument noch mindestens ĂŒber eine leere Seite verfĂŒgen.

In der Vergangenheit kam es zu ZurĂŒckweisungen an der Grenze, weil Eltern ohne gĂŒltige Einreisedokumente fĂŒr ihre Kinder einreisen wollten. In solchen FĂ€llen können auch die deutschen Auslandsvertretungen in der TĂŒrkei keine Abhilfe schaffen.
Reisenden wird empfohlen, sich stets ausweisen zu können.

Visum

Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen visumfrei im Land aufhalten. KĂŒrzere, in diesen Zeitraum fallende Aufenthalte werden addiert. Damit soll die Rechtslage in der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich der in Deutschland geltenden angepasst werden.
Die bisherige Praxis, nach einer eintĂ€gigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begrĂŒnden, ist seit dem 1. Februar 2012 nicht mehr möglich.

Personen, die sich bereits in der TĂŒrkei aufhalten und einen lĂ€ngeren Aufenthalt planen, können innerhalb von 90 Tagen nach Einreise vor Ort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dazu muss der Reisepass noch 90 Tage ĂŒber den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gĂŒltig sein. Ist bereits vor Einreise ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, sollte bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragt werden. Reisenden wird empfohlen, sich in Zweifelsfragen an die tĂŒrkischen Behörden, Konsulate oder RechtsanwĂ€lte zu wenden, insbesondere dann wenn hĂ€ufigere langfristige Aufenthalte in der TĂŒrkei beabsichtigt sind.

Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit ein Visum zur Besteigung des Ararat eingeholt haben, benötigen fĂŒr einen darĂŒber hinausgehenden Aufenthalt in der TĂŒrkei eine Erlaubnis, die umgehend nach Ende der Bergtour bei  der AuslĂ€nderpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet mĂŒdĂŒrĂŒlĂŒÄŸĂŒ) einzuholen ist.

Von Deutschland ausgestellte Reisedokumente oder Reiseausweise fĂŒr AuslĂ€nder anderer NationalitĂ€ten werden von der TĂŒrkei anerkannt. FĂŒr die Einreise in die TĂŒrkei wird jedoch ausnahmslos ein Visum benötigt, das vorab bei einem tĂŒrkischen Generalkonsulat einzuholen ist. TĂŒrkische Staatsangehörige sollten grundsĂ€tzlich mit einem tĂŒrkischen Pass reisen. Eine Einreise ist zwar möglich, die Ausreise aus der TĂŒrkei mit einem von deutschen Behörden ausgestellten Pass dagegen nicht immer.

Bei der Reise in die TĂŒrkei auf dem Landweg mĂŒssen auch die Einreisebestimmungen der TransitlĂ€nder beachtet werden. In Serbien sind seit dem 12.06.2010 eine Einreise und ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen mit dem Bundespersonalausweis möglich.

Hinweise zur Einreise von MinderjÀhrigen

Besondere Vorschriften fĂŒr allein reisende MinderjĂ€hrige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil gibt es nicht, solange ihre Ausreise aus Deutschland legal erfolgte.

Kinder tĂŒrkischer Eltern, die sowohl die deutsche als auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen zur Wiedereinreise nach Deutschland einen deutschen Kinderreisepass, Reisepass oder Personalausweis, der vor Abreise bei der zustĂ€ndigen deutschen Behörde beantragt werden muss.

Weiterreise in DrittlÀnder

GrundsĂ€tzlich ist das notwendige Visum fĂŒr eine Weiterreise in die Nachbarstaaten bereits vor der Abreise aus Deutschland bei den entsprechenden Auslandsvertretungen in Deutschland einzuholen. Eine Antragstellung bei den Konsulaten in der TĂŒrkei ist in der Regel nicht möglich.

FĂŒr Reisende, die ĂŒber die TĂŒrkei nach Afghanistan, Indien, Pakistan, Nigeria oder Tadschikistan reisen möchten, teilte das Gesundheitsministeriums der TĂŒrkei im Juli 2011 mit, dass aufgrund der hohen Anzahl an Polioerkrankungen (= KinderlĂ€hmung) in den entsprechenden LĂ€ndern der o. g. Personenkreis eine Dosis Schluckimpfung (zwei Tropfen) gegen Polio bei der Ausreise erhalten soll, sofern nicht bescheinigt werden kann, dass innerhalb des letzten Monats vor Reisebeginn eine solche Impfung bereits vorgenommen wurde. Wenn die Impfung abgelehnt wird, ist eine schriftliche ErklĂ€rung abzugeben. Eine Ablehnung der Impfung kann die Verweigerung der (Wieder)Einreise zur Folge haben.

Weiterreise nach Georgien

Die Reise von der TĂŒrkei nach Georgien ist nur mit einem gĂŒltigen Reisepass möglich.

Weiterreise in den Irak

Die Ausreise aus der TĂŒrkei in den Irak ist seit dem 01.07.2004 nur fĂŒr Inhaber eines fĂŒr Irak gĂŒltigen Visums möglich. In diesem Zusammenhang wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Irak hingewiesen. Deutsche Staatsangehörige sind seit dem 01.07.2004 visumspflichtig.

Weiterreise nach Syrien

AnlĂ€sslich der aktuellen Situation in Syrien warnt das AuswĂ€rtige Amt ausdrĂŒcklich vor Reisen in dieses Land. Es wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Syrien hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien verstĂ€rkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangehörige an der Flucht in die TĂŒrkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch fĂŒr vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die TĂŒrkei aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind

Die Einreise in die TĂŒrkei ist aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass möglich. 

Einreise mit dem Pkw

Bei der Einreise in die TĂŒrkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzufĂŒhren, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der tĂŒrkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der spĂ€testen Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein Überschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches ĂŒbersteigen können, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die grĂŒne Versicherungskarte nur im europĂ€ischen Teil der TĂŒrkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze fĂŒr die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und prĂŒfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der TĂŒrkei nicht bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten ist oder gegen Aufpreis fĂŒr den Zeitraum inkludiert werden kann.

Falls der Halter des Fahrzeugs nicht identisch ist mit dem Reisenden, muss der Reisende/Fahrer ĂŒber eine Vollmacht des EigentĂŒmers verfĂŒgen, die bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung in Deutschland ausgestellt oder beglaubigt sein sollte. Einzelheiten zum Verfahren klĂ€ren Sie bitte vor Abreise, um mehrtĂ€gige Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

In der TĂŒrkei gilt fĂŒr Auto- und Motorradfahrer eine 0,5 Promillegrenze. FĂŒr das FĂŒhren von Lastkraftwagen, PKW mit AnhĂ€nger und Bussen (Fahrzeuge zur Personenbeförderung) gilt eine 0,0 Promillegrenze. Die Strafen bei Verkehrsdelikten wurden in jĂŒngster Zeit drastisch erhöht.

Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder ĂŒber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

FĂŒr Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen in die TĂŒrkei ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr aus der TĂŒrkei ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000,- US Dollar (US-$) oder Gegenwert in TL gestattet. Die beim Geldumtausch in der TĂŒrkei ausgehĂ€ndigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem RĂŒckumtausch von TL in eine auslĂ€ndische WĂ€hrung bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Reisende dĂŒrfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US-$ ein- und ausfĂŒhren. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der TĂŒrkei sind Nachweise bei der Ausfuhr erforderlich.

Im Übrigen dĂŒrfen folgende Waren bei Einreise in die TĂŒrkei pro Person mitgefĂŒhrt werden (gilt nicht fĂŒr Transitreisende):

Persönliche Habe

GegenstĂ€nde des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300,- Euro (€) dĂŒrfen zollfrei in die TĂŒrkei eingefĂŒhrt werden.

Reisemitbringsel

400 StĂŒck Zigaretten, 100 StĂŒck Zigarillos (max. 3 g/StĂŒck) oder 50 StĂŒck Zigarren, 250 g Zigarettentabak (inkl. 200 StĂŒck Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200g Kautabak oder 200g blauer Tabak oder 50g Schnupftabak, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt ĂŒber 22% Alkohol enthalten, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt bis zu 22% Alkohol enthalten

(Reisende unter 18 Jahren dĂŒrfen die oben genannten GegenstĂ€nde nicht einfĂŒhren)

Eau de Cologne, Kölnisch Wasser, Lavendelwasser, ParfĂŒm, Essenz oder Lotionen (höchstens 600 ml Gesamtmenge) sowie fĂŒnf StĂŒcke Hautpflegemittel und Toilettenartikel, 1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg SĂŒĂŸigkeiten

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei dem Zollamt Ihres Ziellandes, z. B. www.gtb.gov.tr. Anfragen können in englischer oder französischer Sprache gestellt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die tĂŒrkische Botschaft oder eines der tĂŒrkischen Generalkonsulate in Deutschland zu kontaktieren. Nur dort können Ihnen rechtsverbindliche AuskĂŒnfte gegeben werden.

Die oben genannten Angaben gelten fĂŒr die Einfuhr von Waren in die TĂŒrkei. Die Zollbestimmungen fĂŒr Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Informationen zu Hilfstransporten in die TĂŒrkei bzw. im Transitverkehr durch die TĂŒrkei in DrittlĂ€nder finden Sie unter Zollvorschriften.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der TĂŒrkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der TĂŒrkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 – 20 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Einfuhr, 6 – 12 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (GefĂ€ngnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von „Kultur- und NaturgĂŒtern“, da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei VerstĂ¶ĂŸen sind auch fĂŒr Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- €) gĂ€ngige Praxis, auch wenn es sich um AntiquitĂ€ten bzw. alt aussehende GegenstĂ€nde von vermeintlich geringem Wert handelt. In EinzelfĂ€llen wurden Haftstrafen verhĂ€ngt. Es wird daher nachdrĂŒcklich davor gewarnt, von HĂ€ndlern z. B. AntiquitĂ€ten, alte MĂŒnzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “AntiquitĂ€ten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es fĂŒr Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als AntiquitĂ€t geschĂŒtzt ist, sollten Reisende, die ĂŒber keine entsprechende Genehmigung der zustĂ€ndigen tĂŒrkischen Behörden verfĂŒgen, generell Steine, MĂŒnzen, Fossilien und alt aussehende GegenstĂ€nde nicht in ihrem ReisegepĂ€ck auszufĂŒhren versuchen. GrundsĂ€tzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem tĂŒrkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug (auch Camping-Messer) ist ohne besondere Erlaubnis verboten.

Es wird dringend davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den tĂŒrkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemĂ€ĂŸ aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de fĂŒr Kinder und Erwachsene anlĂ€sslich einer Reise zu ĂŒberprĂŒfen und zu vervollstĂ€ndigen. Dazu gehören auch fĂŒr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (KinderlĂ€hmung) und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Typhus (je nach Region!) empfohlen. 

Malaria

Die TĂŒrkei ist malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im SĂŒden und Westen des Landes. Nur in den Grenzregionen zu Syrien und Irak gibt es ein geringes bis mittleres Malariarisiko (nur die weniger gefĂ€hrliche Form der Malaria tertiana zwischen Mai bis Oktober).

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-MĂŒcken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Krim-Kongo-HĂ€morrhagisches Fieber

Selten kommt es, besonders in lĂ€ndlichen Gebieten, zum Ausbruch von Krim-Kongo-HĂ€morrhagischem Fieber, eine von Zecken ĂŒbertragene Viruserkrankung, die tödlich verlaufen kann (letzter Ausbruch 2012, 7 TodesfĂ€lle).

Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder KanĂŒlen), Piercing, TĂ€towierungen und Bluttransfusionen besteht grundsĂ€tzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Die HIV Inzidenz ist in der TĂŒrkei allerdings sehr gering (< 0,01 % der Bevölkerung).

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schĂ€len oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die HĂ€nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. HĂ€ndedesinfektion, wo angebracht, durchfĂŒhren, EinmalhandtĂŒcher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die Ă€rztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den GroßstĂ€dten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater KrankenhĂ€user  bieten ein annĂ€hernd europĂ€isches Niveau. Die medizinische Versorgung in lĂ€ndlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gĂŒltiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlĂ€ssige ReiserĂŒckholversicherung abzuschließen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschĂŒtzt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei EinfĂŒhrung von verschreibungspflichtigen Medikamenten fĂŒr den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu fĂŒhren, die die medizinische Notwendigkeit bestĂ€tigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die TĂŒrkei ggf. durch einen Reisemediziner beraten, siehe www.dtg.org.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. FĂŒr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei lĂ€ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. FĂŒr kĂŒrzere Reisen, Einreisen aus DrittlĂ€ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhĂ€ngig von den individuellen VerhĂ€ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmĂ€ĂŸig zu empfehlen;
  • trotz grĂ¶ĂŸtmöglicher BemĂŒhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfĂŒgbaren und als vertrauenswĂŒrdig eingeschĂ€tzten Informationen des AuswĂ€rtigen Amts. Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unĂŒbersichtlich und können sich rasch Ă€ndern. Die Entscheidung ĂŒber die DurchfĂŒhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewĂ€hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zustĂ€ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das AuswĂ€rtige Amt rĂ€t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit RĂŒckholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten fĂŒr erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

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Staatsministerin Böhmer anlĂ€sslich der Aufnahme der von Le Corbusier erbauten HĂ€user in der Stuttgarter Weißenhof-Siedlung in die UNESCO-Welterbeliste

AnlĂ€sslich der Aufnahme der von Le Corbusier erbauten HĂ€user in der Stuttgarter Weißenhof-Siedlung in die UNESCO-Welterbeliste sagte Maria Böhmer, Staatsministerin im AuswĂ€rtigen Amt und Sonderbeauftragte des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr UNESCO-Welterbe, UNESCO-Kulturkonventionen und UNESCO-Bildungs- und Wissenschaftsprogramme, heute (17.07.):

Ich freue mich sehr, dass wir heute die 41. deutsche UNESCO-WelterbestĂ€tte feiern können. Das UNESCO-Welterbekomitee hat zwei vom schweizerisch-französischen Architekten und Stadtplaner Le Corbusier erbaute HĂ€user in der Stuttgarter Weißenhof-Siedlung als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Sie sind Teil der internationalen seriellen WelterbestĂ€tte „The Architectural Work of Le Corbusier, an Outstanding Contribution to the Modern Movement“, die als Meisterwerke der Architektur des 20. Jahrhunderts die Entwicklung des internationalen Stils in Argentinien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz dokumentieren.          

Diese neue WelterbestĂ€tte steht in besonderer Weise fĂŒr die völkerverbindende Kraft der UNESCO. Die Organisation der Vereinten Nationen fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur ist heute wichtiger denn je. Kultur stiftet IdentitĂ€t und erhĂ€lt Menschen in ihrem Menschsein. Kulturelles Erbe ist das Fundament fĂŒr Frieden und Sicherheit. Bildung, Wissenschaft und Kultur machen gesellschaftspolitische Debatten und damit das Leben von HumanitĂ€t erst möglich. Angesichts der zahlreichen Krisen und Konflikte in der Welt ist die Weltgemeinschaft mehr denn je aufgerufen, das Erbe der Menschheit und kulturelle Vielfalt zu schĂŒtzen und zu erhalten.

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More than 800,000 volunteers pitched in to help the country fight climate change.

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Staatsministerin Böhmer anlĂ€sslich der Aufnahme der von Le Corbusier erbauten HĂ€user in der Stuttgarter Weißenhof-Siedlung in die UNESCO-Welterbeliste

AnlĂ€sslich der Aufnahme der von Le Corbusier erbauten HĂ€user in der Stuttgarter Weißenhof-Siedlung in die UNESCO-Welterbeliste sagte Maria Böhmer, Staatsministerin im AuswĂ€rtigen Amt und Sonderbeauftragte des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr UNESCO-Welterbe, UNESCO-Kulturkonventionen und UNESCO-Bildungs- und Wissenschaftsprogramme, heute (17.07.):

Ich freue mich sehr, dass wir heute die 41. deutsche UNESCO-WelterbestĂ€tte feiern können. Das UNESCO-Welterbekomitee hat zwei vom schweizerisch-französischen Architekten und Stadtplaner Le Corbusier erbaute HĂ€user in der Stuttgarter Weißenhof-Siedlung als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Sie sind Teil der internationalen seriellen WelterbestĂ€tte „The Architectural Work of Le Corbusier, an Outstanding Contribution to the Modern Movement“, die als Meisterwerke der Architektur des 20. Jahrhunderts die Entwicklung des internationalen Stils in Argentinien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz dokumentieren.          

Diese neue WelterbestĂ€tte steht in besonderer Weise fĂŒr die völkerverbindende Kraft der UNESCO. Die Organisation der Vereinten Nationen fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur ist heute wichtiger denn je. Kultur stiftet IdentitĂ€t und erhĂ€lt Menschen in ihrem Menschsein. Kulturelles Erbe ist das Fundament fĂŒr Frieden und Sicherheit. Bildung, Wissenschaft und Kultur machen gesellschaftspolitische Debatten und damit das Leben von HumanitĂ€t erst möglich. Angesichts der zahlreichen Krisen und Konflikte in der Welt ist die Weltgemeinschaft mehr denn je aufgerufen, das Erbe der Menschheit und kulturelle Vielfalt zu schĂŒtzen und zu erhalten.

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TĂŒrkei

TĂŒrkei: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 16.07.2016
(UnverĂ€ndert gĂŒltig seit: 16.07.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

 


Aktuelle Hinweise

Am Abend des 15. Juli 2016 kam es in Ankara und Istanbul zu einem Putschversuch, der nach Angaben der tĂŒrkischen Regierung inzwischen beendet ist. 

Reisenden in Istanbul und Ankara wird bis zur vollstĂ€ndigen KlĂ€rung der Lage weiterhin zu Ă€ußerster Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere auf öffentlichen PlĂ€tzen fĂŒr Menschenansammlungen.

Im Zweifelsfall wird geraten, in sichere Wohnungen und Hotels zurĂŒckzukehren und die Medienberichterstattung sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen.

Der Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) wurde am 16. Juli wieder geöffnet, der normale Flugbetrieb wurde jedoch noch nicht wieder aufgenommen. Es ist mit erheblichen VerspĂ€tungen zu rechnen. Reisenden wird geraten, Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie aufzunehmen.

Aus anderen Teilen des Landes, insbesondere von der MittelmeerkĂŒste, wurden keine besonderen Ereignisse gemeldet.

Am 28. Juni 2016 wurde am internationalen Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) ein schwerer Terroranschlag verĂŒbt, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden. Der Flughafen hat am 29. Juni 2016 den Betrieb wieder aufgenommen.

Seit Januar 2015 kam es auch in der Istanbuler Innenstadt wiederholt zu schweren Attentaten mit zahlreichen Verletzten und Toten (zuletzt am 12. Januar 2016, 19. MĂ€rz 2016 und 7. Juni 2016).

Die Hauptstadt Ankara war ebenfalls von AnschlÀgen betroffen: Dort detonierten am 17. Februar und am 13. MÀrz 2016 Autobomben.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen AnschlÀgen zu rechnen.

Auch bei Reisen ĂŒber Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Von Reisen in das Grenzgebiet der TĂŒrkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die StĂ€dte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, YĂŒksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, ƞırnak und HakkĂąri wird dringend abgeraten. 

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von AnschlĂ€gen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militĂ€rische Ziele muss in allen Teilen der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich von einer terroristischen GefĂ€hrdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der TĂŒrkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen PlĂ€tzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und MilitĂ€reinrichtungen sollten gemieden werden. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß eingeschrĂ€nkt werden.

Deutschen, die sich lĂ€ngerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: http://elefand.diplo.de ) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt.

Generell wird geraten, den Anweisungen der tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Folge zu leisten. 

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen. Seit Mitte Dezember 2015 haben die tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Operationen gegen die PKK verstĂ€rkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und StĂ€dten im SĂŒdosten des Landes muss mit lĂ€ngeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden. 

Reisen ĂŒber Land

Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Die militĂ€rischen Auseinandersetzungen zwischen den tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der PKK haben sich seit Mitte Dezember verschĂ€rft. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, ƞanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden (ansonsten s. unter „Aktuelle Hinweise“). Es wird weiterhin zu grĂ¶ĂŸter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den letzten Monaten wurden mehrfach „zeitweilige Sicherheitszonen“ eingerichtet und Ausgangssperren verhĂ€ngt, darunter in Cizre, Silopi, Nusaybin, in Stadtteilen von Diyarbakır und in Silvan. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten, eine Verletzung der Ausgangssperren kann im Falle von Kampfhandlungen lebensgefĂ€hrlich sein. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und VerhĂ€ngung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet sĂŒdöstlich von HakkĂąri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakır und Umgebung sowie sĂŒdöstlich der Ortschaft Cizre (DreilĂ€ndereck TĂŒrkei – Syrien – Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, HakkĂąri, Batman und Aǧrı.

Die tĂŒrkischen Behörden erteilen aus SicherheitsgrĂŒnden keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die TĂŒrkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen herzlich und offen empfĂ€ngt. Wie auch in anderen UrlaubslĂ€ndern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu können.

MilitÀrische Sperrgebiete, Sicherheitszonen und -Einrichtungen

MilitĂ€rsperrgebiete sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen. FĂŒr solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot fĂŒr das Betreten und Fotografieren. Reisenden, die beabsichtigen, die entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu bereisen, wird geraten, vor Reiseantritt das fĂŒr ihren Wohnort zustĂ€ndige tĂŒrkische Generalkonsulat oder die tĂŒrkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es empfehlenswert, sich wĂ€hrend der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen. Von Reisen in bestimmte Gebiete im SĂŒdosten des Landes wird dringend abgeraten (s. Sicherheitshinweise).

Zu beachten ist grundsĂ€tzlich, dass bezĂŒglich militĂ€rischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelmĂ€ĂŸig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Das gilt insbesondere fĂŒr Grenzanlagen. Auch wenn ein solches nicht ausdrĂŒcklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen absehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Weisungen tĂŒrkischer SicherheitskrĂ€fte ist unbedingt Folge zu leisten.

Umgang mit sexuellen Minderheiten
HomosexualitĂ€t ist in der TĂŒrkei nicht strafbar. An der jĂ€hrlich stattfindenden Pride Parade in Istanbul nahmen bis 2014 mehrere zehntausend Menschen teil. 2015 und 2016 ist die Parade von den tĂŒrkischen Behörden jedoch untersagt worden.Es wird  auf VorfĂ€lle von Gewalt nicht-staatlicher Seite hingewiesen, bei denen es zu Übergriffen auf LGBTI Personen gekommen ist. Mit z.T. starken Vorurteilen gegenĂŒber dieser Personengruppe in der tĂŒrkischen Gesellschaft sollte deshalb gerechnet werden.

Zahlungsmittel
In vielen Gebieten der TĂŒrkei, selbst in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten, ist es problematisch Reiseschecks einzulösen. Allerdings lĂ€sst sich mit einer deutschen EC-Karte in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abheben (wenn beide mit dem Symbol „Maestro“ versehen sind).

Auch Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert. In den meisten FĂ€llen muss man dazu zusĂ€tzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Taxi
GrundsĂ€tzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei lĂ€ngeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Bei viel GepĂ€ck wird z. T. ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher ĂŒber den ungefĂ€hren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird. Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Straßenverkehr
Der tĂŒrkische Straßenverkehr, vor allen Dingen in den StĂ€dten, ist meist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden oft nicht eingehalten. Man sollte sich defensiv verhalten und sich nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da bei vermeintlichen oder tatsĂ€chlichen VerkehrsverstĂ¶ĂŸen aggressive Reaktionen anderer Autofahrer drohen können. 

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf grĂ¶ĂŸeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden, gerade auch im Hinblick auf die fehlende Beleuchtung, und sollten vermieden werden. Wer im Auto ĂŒbernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen.

Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprĂŒft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine GewĂ€hr ĂŒbernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die ĂŒber Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verfĂŒgen.  

Bahnreisen

Die kĂŒrzlich eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul wurde trotz Warnungen von Experten bereits fĂŒr den Zugverkehr geöffnet, ist jedoch bisher nicht völlig fertiggestellt. Deswegen besteht auf dieser Strecke derzeit noch ein erhöhtes Risiko von ZugausfĂ€llen und UnfĂ€llen.

Hinweise fĂŒr Menschen mit Behinderungen:
In der TĂŒrkei gibt es nur an wenigen Orten eine behindertengerechte Infrastruktur. Dies gilt auch fĂŒr öffentliche Einrichtungen. Der teilweise schlechte Zustand der Gehwege auch in GroßstĂ€dten kann die MobilitĂ€t von gehbehinderten Menschen deutlich einschrĂ€nken.

AusflĂŒge
Bei angebotenen AusflĂŒgen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die mögliche AusĂŒbung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. spĂ€ter auch bei den Reiseveranstaltern beschweren.

Alkohol
Die tĂŒrkische Regulierungsbehörde fĂŒr Tabakwaren und Alkoholika (TAPDK) macht auf die Gefahr durch den Verzehr von gepanschtem Alkohol aufmerksam und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenzierung (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbeschĂ€digte, blau-tĂŒrkisfarbene Banderole) zu achten.

KriminalitÀt
Die TĂŒrkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprĂ€gter GewaltkriminalitĂ€t aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von StraßendiebstĂ€hlen, besonders in belebten Zonen, ist in Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen ĂŒberall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt BetrugsfĂ€lle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem ĂŒberhöhten Rechnung eine grĂ¶ĂŸere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

In Istanbul kommt es immer wieder zu zahlreichen PassdiebstĂ€hlen. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt Reisenden, PĂ€sse und Ausweispapiere an sicherer Stelle zu verwahren (etwa im Hotel-Safe) und lediglich Kopien mitzufĂŒhren.

Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor BetrĂŒgern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspĂ€hen, um dann mit gefĂ€lschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.

Informationen der deutschen Botschaft Ankara zufolge sind deutsche TĂŒrkei-Urlauber nach ihrer RĂŒckkehr in das Bundesgebiet in letzter Zeit Opfer von BetrugsfĂ€llen geworden. Unter dem Vorwand einer fĂ€lligen SteuerrĂŒckzahlung oder einer GebĂŒhr fĂŒr einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer GeldĂŒberweisung per Western Union Transfer in die TĂŒrkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, sich in solchen FĂ€llen vorab an die zustĂ€nden Polizeibehörden in Deutschland zu wenden.




Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist fĂŒr deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

VorlÀufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

VorlÀufiger Personalausweis: grundsÀtzlich ja, EinschrÀnkungen s. u.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Nicht möglich ist die Einreise in die TĂŒrkei mit einem von der Bundespolizei fĂŒr NotfĂ€lle ausgestellten Reiseausweis als Passersatz (s. Muster unter Reiseausweis als Passersatz ).
KindereintrĂ€ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gĂŒltig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Empfehlungen

Die TĂŒrkei ist Vertragspartei des EuropĂ€ischen Übereinkommens ĂŒber die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.

Bei der Einreise kann der Reisepass, der vorlÀufige Reisepass, der Personalausweis oder der Kinderreisepass auch seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, nicht jedoch der vorlÀufige Personalausweis.

Dies gilt fĂŒr die folgenden GrenzĂŒbergĂ€nge:

– am griechisch-tĂŒrkischen GrenzĂŒbergang

– an den GrenzĂŒbergĂ€ngen in Istanbul, Izmir, Çanakkale, Muğla, Antalya, Mersin, Iskenderun und Aydın

– an den FlughĂ€fen YeƟilköy (Istanbul) und Esenboğa (Ankara).

Es kann jedoch bei der Ausreise aus der TĂŒrkei mit abgelaufenen Ausweisdokumenten, insbesondere an den Landgrenzen in Edirne und Ipsala, zu Problemen kommen. Reisenden wird empfohlen, sich bereits vor der Reise in die TĂŒrkei um gĂŒltige Ausweisdokumente zu kĂŒmmern.

Bei der Einreise mit dem vorlÀufigen Personalausweis hat es in der Vergangenheit ebenfalls Probleme gegeben.

Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieses Dokument noch mindestens ĂŒber eine leere Seite verfĂŒgen.

In der Vergangenheit kam es zu ZurĂŒckweisungen an der Grenze, weil Eltern ohne gĂŒltige Einreisedokumente fĂŒr ihre Kinder einreisen wollten. In solchen FĂ€llen können auch die deutschen Auslandsvertretungen in der TĂŒrkei keine Abhilfe schaffen.
Reisenden wird empfohlen, sich stets ausweisen zu können.

Visum

Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen visumfrei im Land aufhalten. KĂŒrzere, in diesen Zeitraum fallende Aufenthalte werden addiert. Damit soll die Rechtslage in der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich der in Deutschland geltenden angepasst werden.
Die bisherige Praxis, nach einer eintĂ€gigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begrĂŒnden, ist seit dem 1. Februar 2012 nicht mehr möglich.

Personen, die sich bereits in der TĂŒrkei aufhalten und einen lĂ€ngeren Aufenthalt planen, können innerhalb von 90 Tagen nach Einreise vor Ort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dazu muss der Reisepass noch 90 Tage ĂŒber den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gĂŒltig sein. Ist bereits vor Einreise ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, sollte bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragt werden. Reisenden wird empfohlen, sich in Zweifelsfragen an die tĂŒrkischen Behörden, Konsulate oder RechtsanwĂ€lte zu wenden, insbesondere dann wenn hĂ€ufigere langfristige Aufenthalte in der TĂŒrkei beabsichtigt sind.

Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit ein Visum zur Besteigung des Ararat eingeholt haben, benötigen fĂŒr einen darĂŒber hinausgehenden Aufenthalt in der TĂŒrkei eine Erlaubnis, die umgehend nach Ende der Bergtour bei  der AuslĂ€nderpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet mĂŒdĂŒrĂŒlĂŒÄŸĂŒ) einzuholen ist.

Von Deutschland ausgestellte Reisedokumente oder Reiseausweise fĂŒr AuslĂ€nder anderer NationalitĂ€ten werden von der TĂŒrkei anerkannt. FĂŒr die Einreise in die TĂŒrkei wird jedoch ausnahmslos ein Visum benötigt, das vorab bei einem tĂŒrkischen Generalkonsulat einzuholen ist. TĂŒrkische Staatsangehörige sollten grundsĂ€tzlich mit einem tĂŒrkischen Pass reisen. Eine Einreise ist zwar möglich, die Ausreise aus der TĂŒrkei mit einem von deutschen Behörden ausgestellten Pass dagegen nicht immer.

Bei der Reise in die TĂŒrkei auf dem Landweg mĂŒssen auch die Einreisebestimmungen der TransitlĂ€nder beachtet werden. In Serbien sind seit dem 12.06.2010 eine Einreise und ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen mit dem Bundespersonalausweis möglich.

Hinweise zur Einreise von MinderjÀhrigen

Besondere Vorschriften fĂŒr allein reisende MinderjĂ€hrige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil gibt es nicht, solange ihre Ausreise aus Deutschland legal erfolgte.

Kinder tĂŒrkischer Eltern, die sowohl die deutsche als auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen zur Wiedereinreise nach Deutschland einen deutschen Kinderreisepass, Reisepass oder Personalausweis, der vor Abreise bei der zustĂ€ndigen deutschen Behörde beantragt werden muss.

Weiterreise in DrittlÀnder

GrundsĂ€tzlich ist das notwendige Visum fĂŒr eine Weiterreise in die Nachbarstaaten bereits vor der Abreise aus Deutschland bei den entsprechenden Auslandsvertretungen in Deutschland einzuholen. Eine Antragstellung bei den Konsulaten in der TĂŒrkei ist in der Regel nicht möglich.

FĂŒr Reisende, die ĂŒber die TĂŒrkei nach Afghanistan, Indien, Pakistan, Nigeria oder Tadschikistan reisen möchten, teilte das Gesundheitsministeriums der TĂŒrkei im Juli 2011 mit, dass aufgrund der hohen Anzahl an Polioerkrankungen (= KinderlĂ€hmung) in den entsprechenden LĂ€ndern der o. g. Personenkreis eine Dosis Schluckimpfung (zwei Tropfen) gegen Polio bei der Ausreise erhalten soll, sofern nicht bescheinigt werden kann, dass innerhalb des letzten Monats vor Reisebeginn eine solche Impfung bereits vorgenommen wurde. Wenn die Impfung abgelehnt wird, ist eine schriftliche ErklĂ€rung abzugeben. Eine Ablehnung der Impfung kann die Verweigerung der (Wieder)Einreise zur Folge haben.

Weiterreise nach Georgien

Die Reise von der TĂŒrkei nach Georgien ist nur mit einem gĂŒltigen Reisepass möglich.

Weiterreise in den Irak

Die Ausreise aus der TĂŒrkei in den Irak ist seit dem 01.07.2004 nur fĂŒr Inhaber eines fĂŒr Irak gĂŒltigen Visums möglich. In diesem Zusammenhang wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Irak hingewiesen. Deutsche Staatsangehörige sind seit dem 01.07.2004 visumspflichtig.

Weiterreise nach Syrien

AnlĂ€sslich der aktuellen Situation in Syrien warnt das AuswĂ€rtige Amt ausdrĂŒcklich vor Reisen in dieses Land. Es wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Syrien hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien verstĂ€rkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangehörige an der Flucht in die TĂŒrkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch fĂŒr vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die TĂŒrkei aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind

Die Einreise in die TĂŒrkei ist aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass möglich. 

Einreise mit dem Pkw

Bei der Einreise in die TĂŒrkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzufĂŒhren, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der tĂŒrkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der spĂ€testen Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein Überschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches ĂŒbersteigen können, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die grĂŒne Versicherungskarte nur im europĂ€ischen Teil der TĂŒrkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze fĂŒr die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und prĂŒfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der TĂŒrkei nicht bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten ist oder gegen Aufpreis fĂŒr den Zeitraum inkludiert werden kann.

Falls der Halter des Fahrzeugs nicht identisch ist mit dem Reisenden, muss der Reisende/Fahrer ĂŒber eine Vollmacht des EigentĂŒmers verfĂŒgen, die bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung in Deutschland ausgestellt oder beglaubigt sein sollte. Einzelheiten zum Verfahren klĂ€ren Sie bitte vor Abreise, um mehrtĂ€gige Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

In der TĂŒrkei gilt fĂŒr Auto- und Motorradfahrer eine 0,5 Promillegrenze. FĂŒr das FĂŒhren von Lastkraftwagen, PKW mit AnhĂ€nger und Bussen (Fahrzeuge zur Personenbeförderung) gilt eine 0,0 Promillegrenze. Die Strafen bei Verkehrsdelikten wurden in jĂŒngster Zeit drastisch erhöht.

Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder ĂŒber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

FĂŒr Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen in die TĂŒrkei ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr aus der TĂŒrkei ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000,- US Dollar (US-$) oder Gegenwert in TL gestattet. Die beim Geldumtausch in der TĂŒrkei ausgehĂ€ndigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem RĂŒckumtausch von TL in eine auslĂ€ndische WĂ€hrung bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Reisende dĂŒrfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US-$ ein- und ausfĂŒhren. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der TĂŒrkei sind Nachweise bei der Ausfuhr erforderlich.

Im Übrigen dĂŒrfen folgende Waren bei Einreise in die TĂŒrkei pro Person mitgefĂŒhrt werden (gilt nicht fĂŒr Transitreisende):

Persönliche Habe

GegenstĂ€nde des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300,- Euro (€) dĂŒrfen zollfrei in die TĂŒrkei eingefĂŒhrt werden.

Reisemitbringsel

400 StĂŒck Zigaretten, 100 StĂŒck Zigarillos (max. 3 g/StĂŒck) oder 50 StĂŒck Zigarren, 250 g Zigarettentabak (inkl. 200 StĂŒck Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200g Kautabak oder 200g blauer Tabak oder 50g Schnupftabak, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt ĂŒber 22% Alkohol enthalten, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt bis zu 22% Alkohol enthalten

(Reisende unter 18 Jahren dĂŒrfen die oben genannten GegenstĂ€nde nicht einfĂŒhren)

Eau de Cologne, Kölnisch Wasser, Lavendelwasser, ParfĂŒm, Essenz oder Lotionen (höchstens 600 ml Gesamtmenge) sowie fĂŒnf StĂŒcke Hautpflegemittel und Toilettenartikel, 1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg SĂŒĂŸigkeiten

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei dem Zollamt Ihres Ziellandes, z. B. www.gtb.gov.tr. Anfragen können in englischer oder französischer Sprache gestellt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die tĂŒrkische Botschaft oder eines der tĂŒrkischen Generalkonsulate in Deutschland zu kontaktieren. Nur dort können Ihnen rechtsverbindliche AuskĂŒnfte gegeben werden.

Die oben genannten Angaben gelten fĂŒr die Einfuhr von Waren in die TĂŒrkei. Die Zollbestimmungen fĂŒr Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Informationen zu Hilfstransporten in die TĂŒrkei bzw. im Transitverkehr durch die TĂŒrkei in DrittlĂ€nder finden Sie unter Zollvorschriften.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der TĂŒrkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der TĂŒrkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 – 20 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Einfuhr, 6 – 12 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (GefĂ€ngnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von „Kultur- und NaturgĂŒtern“, da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei VerstĂ¶ĂŸen sind auch fĂŒr Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- €) gĂ€ngige Praxis, auch wenn es sich um AntiquitĂ€ten bzw. alt aussehende GegenstĂ€nde von vermeintlich geringem Wert handelt. In EinzelfĂ€llen wurden Haftstrafen verhĂ€ngt. Es wird daher nachdrĂŒcklich davor gewarnt, von HĂ€ndlern z. B. AntiquitĂ€ten, alte MĂŒnzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “AntiquitĂ€ten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es fĂŒr Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als AntiquitĂ€t geschĂŒtzt ist, sollten Reisende, die ĂŒber keine entsprechende Genehmigung der zustĂ€ndigen tĂŒrkischen Behörden verfĂŒgen, generell Steine, MĂŒnzen, Fossilien und alt aussehende GegenstĂ€nde nicht in ihrem ReisegepĂ€ck auszufĂŒhren versuchen. GrundsĂ€tzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem tĂŒrkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug (auch Camping-Messer) ist ohne besondere Erlaubnis verboten.

Es wird dringend davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den tĂŒrkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemĂ€ĂŸ aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de fĂŒr Kinder und Erwachsene anlĂ€sslich einer Reise zu ĂŒberprĂŒfen und zu vervollstĂ€ndigen. Dazu gehören auch fĂŒr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (KinderlĂ€hmung) und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Typhus (je nach Region!) empfohlen. 

Malaria

Die TĂŒrkei ist malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im SĂŒden und Westen des Landes. Nur in den Grenzregionen zu Syrien und Irak gibt es ein geringes bis mittleres Malariarisiko (nur die weniger gefĂ€hrliche Form der Malaria tertiana zwischen Mai bis Oktober).

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-MĂŒcken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Krim-Kongo-HĂ€morrhagisches Fieber

Selten kommt es, besonders in lĂ€ndlichen Gebieten, zum Ausbruch von Krim-Kongo-HĂ€morrhagischem Fieber, eine von Zecken ĂŒbertragene Viruserkrankung, die tödlich verlaufen kann (letzter Ausbruch 2012, 7 TodesfĂ€lle).

Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder KanĂŒlen), Piercing, TĂ€towierungen und Bluttransfusionen besteht grundsĂ€tzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Die HIV Inzidenz ist in der TĂŒrkei allerdings sehr gering (< 0,01 % der Bevölkerung).

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schĂ€len oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die HĂ€nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. HĂ€ndedesinfektion, wo angebracht, durchfĂŒhren, EinmalhandtĂŒcher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die Ă€rztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den GroßstĂ€dten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater KrankenhĂ€user  bieten ein annĂ€hernd europĂ€isches Niveau. Die medizinische Versorgung in lĂ€ndlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gĂŒltiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlĂ€ssige ReiserĂŒckholversicherung abzuschließen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschĂŒtzt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei EinfĂŒhrung von verschreibungspflichtigen Medikamenten fĂŒr den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu fĂŒhren, die die medizinische Notwendigkeit bestĂ€tigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die TĂŒrkei ggf. durch einen Reisemediziner beraten, siehe www.dtg.org.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. FĂŒr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei lĂ€ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. FĂŒr kĂŒrzere Reisen, Einreisen aus DrittlĂ€ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhĂ€ngig von den individuellen VerhĂ€ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmĂ€ĂŸig zu empfehlen;
  • trotz grĂ¶ĂŸtmöglicher BemĂŒhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfĂŒgbaren und als vertrauenswĂŒrdig eingeschĂ€tzten Informationen des AuswĂ€rtigen Amts. Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unĂŒbersichtlich und können sich rasch Ă€ndern. Die Entscheidung ĂŒber die DurchfĂŒhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewĂ€hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zustĂ€ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das AuswĂ€rtige Amt rĂ€t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit RĂŒckholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten fĂŒr erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des AuswÀrtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2a5RTR1

TĂŒrkei

TĂŒrkei: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 16.07.2016
(UnverĂ€ndert gĂŒltig seit: 16.07.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

 


Aktuelle Hinweise

Am Abend des 15. Juli 2016 kam es in Ankara und Istanbul zu starker MilitĂ€rprĂ€senz und dem Einsatz von Schusswaffen. Vertreter von MilitĂ€r und Regierung sprachen gegenĂŒber den Medien von einem Putschversuch. Zur Stunde ist die Lage noch unklar.

Reisenden in Istanbul und Ankara wird zu Ă€ußerster Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere auf öffentlichen PlĂ€tzen und fĂŒr Menschenansammlungen. Bei unklarer Lage wird geraten, Wohnungen und Hotels im Zweifel nicht zu verlassen und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Der Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) wurde vorĂŒbergehend geschlossen. Reisenden wird geraten, Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie aufzunehmen.

Aus anderen Teilen der TĂŒrkei liegen bislang keine vergleichbaren Meldungen vor.

Am 28. Juni 2016 wurde am internationalen Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) ein schwerer Terroranschlag verĂŒbt, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden. Der Flughafen hat am 29. Juni 2016 den Betrieb wieder aufgenommen.

Seit Januar 2015 kam es auch in der Istanbuler Innenstadt wiederholt zu schweren Attentaten mit zahlreichen Verletzten und Toten (zuletzt am 12. Januar 2016, 19. MĂ€rz 2016 und 7. Juni 2016).

Die Hauptstadt Ankara war ebenfalls von AnschlÀgen betroffen: Dort detonierten am 17. Februar und am 13. MÀrz 2016 Autobomben.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen AnschlÀgen zu rechnen.

Auch bei Reisen ĂŒber Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Von Reisen in das Grenzgebiet der TĂŒrkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die StĂ€dte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, YĂŒksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, ƞırnak und HakkĂąri wird dringend abgeraten. 

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von AnschlĂ€gen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militĂ€rische Ziele muss in allen Teilen der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich von einer terroristischen GefĂ€hrdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der TĂŒrkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen PlĂ€tzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und MilitĂ€reinrichtungen sollten gemieden werden. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß eingeschrĂ€nkt werden.

Deutschen, die sich lĂ€ngerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: http://elefand.diplo.de ) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt.

Generell wird geraten, den Anweisungen der tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Folge zu leisten. 

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen. Seit Mitte Dezember 2015 haben die tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Operationen gegen die PKK verstĂ€rkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und StĂ€dten im SĂŒdosten des Landes muss mit lĂ€ngeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden. 

Reisen ĂŒber Land

Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Die militĂ€rischen Auseinandersetzungen zwischen den tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der PKK haben sich seit Mitte Dezember verschĂ€rft. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, ƞanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden (ansonsten s. unter „Aktuelle Hinweise“). Es wird weiterhin zu grĂ¶ĂŸter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den letzten Monaten wurden mehrfach „zeitweilige Sicherheitszonen“ eingerichtet und Ausgangssperren verhĂ€ngt, darunter in Cizre, Silopi, Nusaybin, in Stadtteilen von Diyarbakır und in Silvan. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten, eine Verletzung der Ausgangssperren kann im Falle von Kampfhandlungen lebensgefĂ€hrlich sein. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und VerhĂ€ngung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet sĂŒdöstlich von HakkĂąri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakır und Umgebung sowie sĂŒdöstlich der Ortschaft Cizre (DreilĂ€ndereck TĂŒrkei – Syrien – Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, HakkĂąri, Batman und Aǧrı.

Die tĂŒrkischen Behörden erteilen aus SicherheitsgrĂŒnden keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die TĂŒrkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen herzlich und offen empfĂ€ngt. Wie auch in anderen UrlaubslĂ€ndern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu können.

MilitÀrische Sperrgebiete, Sicherheitszonen und -Einrichtungen

MilitĂ€rsperrgebiete sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen. FĂŒr solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot fĂŒr das Betreten und Fotografieren. Reisenden, die beabsichtigen, die entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu bereisen, wird geraten, vor Reiseantritt das fĂŒr ihren Wohnort zustĂ€ndige tĂŒrkische Generalkonsulat oder die tĂŒrkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es empfehlenswert, sich wĂ€hrend der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen. Von Reisen in bestimmte Gebiete im SĂŒdosten des Landes wird dringend abgeraten (s. Sicherheitshinweise).

Zu beachten ist grundsĂ€tzlich, dass bezĂŒglich militĂ€rischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelmĂ€ĂŸig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Das gilt insbesondere fĂŒr Grenzanlagen. Auch wenn ein solches nicht ausdrĂŒcklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen absehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Weisungen tĂŒrkischer SicherheitskrĂ€fte ist unbedingt Folge zu leisten.

Umgang mit sexuellen Minderheiten
HomosexualitĂ€t ist in der TĂŒrkei nicht strafbar. An der jĂ€hrlich stattfindenden Pride Parade in Istanbul nahmen bis 2014 mehrere zehntausend Menschen teil. 2015 und 2016 ist die Parade von den tĂŒrkischen Behörden jedoch untersagt worden.Es wird  auf VorfĂ€lle von Gewalt nicht-staatlicher Seite hingewiesen, bei denen es zu Übergriffen auf LGBTI Personen gekommen ist. Mit z.T. starken Vorurteilen gegenĂŒber dieser Personengruppe in der tĂŒrkischen Gesellschaft sollte deshalb gerechnet werden.

Zahlungsmittel
In vielen Gebieten der TĂŒrkei, selbst in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten, ist es problematisch Reiseschecks einzulösen. Allerdings lĂ€sst sich mit einer deutschen EC-Karte in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abheben (wenn beide mit dem Symbol „Maestro“ versehen sind).

Auch Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert. In den meisten FĂ€llen muss man dazu zusĂ€tzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Taxi
GrundsĂ€tzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei lĂ€ngeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Bei viel GepĂ€ck wird z. T. ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher ĂŒber den ungefĂ€hren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird. Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Straßenverkehr
Der tĂŒrkische Straßenverkehr, vor allen Dingen in den StĂ€dten, ist meist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden oft nicht eingehalten. Man sollte sich defensiv verhalten und sich nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da bei vermeintlichen oder tatsĂ€chlichen VerkehrsverstĂ¶ĂŸen aggressive Reaktionen anderer Autofahrer drohen können. 

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf grĂ¶ĂŸeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden, gerade auch im Hinblick auf die fehlende Beleuchtung, und sollten vermieden werden. Wer im Auto ĂŒbernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen.

Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprĂŒft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine GewĂ€hr ĂŒbernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die ĂŒber Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verfĂŒgen.  

Bahnreisen

Die kĂŒrzlich eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul wurde trotz Warnungen von Experten bereits fĂŒr den Zugverkehr geöffnet, ist jedoch bisher nicht völlig fertiggestellt. Deswegen besteht auf dieser Strecke derzeit noch ein erhöhtes Risiko von ZugausfĂ€llen und UnfĂ€llen.

Hinweise fĂŒr Menschen mit Behinderungen:
In der TĂŒrkei gibt es nur an wenigen Orten eine behindertengerechte Infrastruktur. Dies gilt auch fĂŒr öffentliche Einrichtungen. Der teilweise schlechte Zustand der Gehwege auch in GroßstĂ€dten kann die MobilitĂ€t von gehbehinderten Menschen deutlich einschrĂ€nken.

AusflĂŒge
Bei angebotenen AusflĂŒgen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die mögliche AusĂŒbung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. spĂ€ter auch bei den Reiseveranstaltern beschweren.

Alkohol
Die tĂŒrkische Regulierungsbehörde fĂŒr Tabakwaren und Alkoholika (TAPDK) macht auf die Gefahr durch den Verzehr von gepanschtem Alkohol aufmerksam und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenzierung (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbeschĂ€digte, blau-tĂŒrkisfarbene Banderole) zu achten.

KriminalitÀt
Die TĂŒrkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprĂ€gter GewaltkriminalitĂ€t aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von StraßendiebstĂ€hlen, besonders in belebten Zonen, ist in Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen ĂŒberall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt BetrugsfĂ€lle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem ĂŒberhöhten Rechnung eine grĂ¶ĂŸere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

In Istanbul kommt es immer wieder zu zahlreichen PassdiebstĂ€hlen. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt Reisenden, PĂ€sse und Ausweispapiere an sicherer Stelle zu verwahren (etwa im Hotel-Safe) und lediglich Kopien mitzufĂŒhren.

Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor BetrĂŒgern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspĂ€hen, um dann mit gefĂ€lschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.

Informationen der deutschen Botschaft Ankara zufolge sind deutsche TĂŒrkei-Urlauber nach ihrer RĂŒckkehr in das Bundesgebiet in letzter Zeit Opfer von BetrugsfĂ€llen geworden. Unter dem Vorwand einer fĂ€lligen SteuerrĂŒckzahlung oder einer GebĂŒhr fĂŒr einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer GeldĂŒberweisung per Western Union Transfer in die TĂŒrkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, sich in solchen FĂ€llen vorab an die zustĂ€nden Polizeibehörden in Deutschland zu wenden.




Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist fĂŒr deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

VorlÀufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

VorlÀufiger Personalausweis: grundsÀtzlich ja, EinschrÀnkungen s. u.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Nicht möglich ist die Einreise in die TĂŒrkei mit einem von der Bundespolizei fĂŒr NotfĂ€lle ausgestellten Reiseausweis als Passersatz (s. Muster unter Reiseausweis als Passersatz ).
KindereintrĂ€ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gĂŒltig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Empfehlungen

Die TĂŒrkei ist Vertragspartei des EuropĂ€ischen Übereinkommens ĂŒber die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.

Bei der Einreise kann der Reisepass, der vorlÀufige Reisepass, der Personalausweis oder der Kinderreisepass auch seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, nicht jedoch der vorlÀufige Personalausweis.

Dies gilt fĂŒr die folgenden GrenzĂŒbergĂ€nge:

– am griechisch-tĂŒrkischen GrenzĂŒbergang

– an den GrenzĂŒbergĂ€ngen in Istanbul, Izmir, Çanakkale, Muğla, Antalya, Mersin, Iskenderun und Aydın

– an den FlughĂ€fen YeƟilköy (Istanbul) und Esenboğa (Ankara).

Es kann jedoch bei der Ausreise aus der TĂŒrkei mit abgelaufenen Ausweisdokumenten, insbesondere an den Landgrenzen in Edirne und Ipsala, zu Problemen kommen. Reisenden wird empfohlen, sich bereits vor der Reise in die TĂŒrkei um gĂŒltige Ausweisdokumente zu kĂŒmmern.

Bei der Einreise mit dem vorlÀufigen Personalausweis hat es in der Vergangenheit ebenfalls Probleme gegeben.

Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieses Dokument noch mindestens ĂŒber eine leere Seite verfĂŒgen.

In der Vergangenheit kam es zu ZurĂŒckweisungen an der Grenze, weil Eltern ohne gĂŒltige Einreisedokumente fĂŒr ihre Kinder einreisen wollten. In solchen FĂ€llen können auch die deutschen Auslandsvertretungen in der TĂŒrkei keine Abhilfe schaffen.
Reisenden wird empfohlen, sich stets ausweisen zu können.

Visum

Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen visumfrei im Land aufhalten. KĂŒrzere, in diesen Zeitraum fallende Aufenthalte werden addiert. Damit soll die Rechtslage in der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich der in Deutschland geltenden angepasst werden.
Die bisherige Praxis, nach einer eintĂ€gigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begrĂŒnden, ist seit dem 1. Februar 2012 nicht mehr möglich.

Personen, die sich bereits in der TĂŒrkei aufhalten und einen lĂ€ngeren Aufenthalt planen, können innerhalb von 90 Tagen nach Einreise vor Ort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dazu muss der Reisepass noch 90 Tage ĂŒber den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gĂŒltig sein. Ist bereits vor Einreise ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, sollte bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragt werden. Reisenden wird empfohlen, sich in Zweifelsfragen an die tĂŒrkischen Behörden, Konsulate oder RechtsanwĂ€lte zu wenden, insbesondere dann wenn hĂ€ufigere langfristige Aufenthalte in der TĂŒrkei beabsichtigt sind.

Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit ein Visum zur Besteigung des Ararat eingeholt haben, benötigen fĂŒr einen darĂŒber hinausgehenden Aufenthalt in der TĂŒrkei eine Erlaubnis, die umgehend nach Ende der Bergtour bei  der AuslĂ€nderpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet mĂŒdĂŒrĂŒlĂŒÄŸĂŒ) einzuholen ist.

Von Deutschland ausgestellte Reisedokumente oder Reiseausweise fĂŒr AuslĂ€nder anderer NationalitĂ€ten werden von der TĂŒrkei anerkannt. FĂŒr die Einreise in die TĂŒrkei wird jedoch ausnahmslos ein Visum benötigt, das vorab bei einem tĂŒrkischen Generalkonsulat einzuholen ist. TĂŒrkische Staatsangehörige sollten grundsĂ€tzlich mit einem tĂŒrkischen Pass reisen. Eine Einreise ist zwar möglich, die Ausreise aus der TĂŒrkei mit einem von deutschen Behörden ausgestellten Pass dagegen nicht immer.

Bei der Reise in die TĂŒrkei auf dem Landweg mĂŒssen auch die Einreisebestimmungen der TransitlĂ€nder beachtet werden. In Serbien sind seit dem 12.06.2010 eine Einreise und ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen mit dem Bundespersonalausweis möglich.

Hinweise zur Einreise von MinderjÀhrigen

Besondere Vorschriften fĂŒr allein reisende MinderjĂ€hrige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil gibt es nicht, solange ihre Ausreise aus Deutschland legal erfolgte.

Kinder tĂŒrkischer Eltern, die sowohl die deutsche als auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen zur Wiedereinreise nach Deutschland einen deutschen Kinderreisepass, Reisepass oder Personalausweis, der vor Abreise bei der zustĂ€ndigen deutschen Behörde beantragt werden muss.

Weiterreise in DrittlÀnder

GrundsĂ€tzlich ist das notwendige Visum fĂŒr eine Weiterreise in die Nachbarstaaten bereits vor der Abreise aus Deutschland bei den entsprechenden Auslandsvertretungen in Deutschland einzuholen. Eine Antragstellung bei den Konsulaten in der TĂŒrkei ist in der Regel nicht möglich.

FĂŒr Reisende, die ĂŒber die TĂŒrkei nach Afghanistan, Indien, Pakistan, Nigeria oder Tadschikistan reisen möchten, teilte das Gesundheitsministeriums der TĂŒrkei im Juli 2011 mit, dass aufgrund der hohen Anzahl an Polioerkrankungen (= KinderlĂ€hmung) in den entsprechenden LĂ€ndern der o. g. Personenkreis eine Dosis Schluckimpfung (zwei Tropfen) gegen Polio bei der Ausreise erhalten soll, sofern nicht bescheinigt werden kann, dass innerhalb des letzten Monats vor Reisebeginn eine solche Impfung bereits vorgenommen wurde. Wenn die Impfung abgelehnt wird, ist eine schriftliche ErklĂ€rung abzugeben. Eine Ablehnung der Impfung kann die Verweigerung der (Wieder)Einreise zur Folge haben.

Weiterreise nach Georgien

Die Reise von der TĂŒrkei nach Georgien ist nur mit einem gĂŒltigen Reisepass möglich.

Weiterreise in den Irak

Die Ausreise aus der TĂŒrkei in den Irak ist seit dem 01.07.2004 nur fĂŒr Inhaber eines fĂŒr Irak gĂŒltigen Visums möglich. In diesem Zusammenhang wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Irak hingewiesen. Deutsche Staatsangehörige sind seit dem 01.07.2004 visumspflichtig.

Weiterreise nach Syrien

AnlĂ€sslich der aktuellen Situation in Syrien warnt das AuswĂ€rtige Amt ausdrĂŒcklich vor Reisen in dieses Land. Es wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Syrien hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien verstĂ€rkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangehörige an der Flucht in die TĂŒrkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch fĂŒr vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die TĂŒrkei aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind

Die Einreise in die TĂŒrkei ist aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass möglich. 

Einreise mit dem Pkw

Bei der Einreise in die TĂŒrkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzufĂŒhren, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der tĂŒrkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der spĂ€testen Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein Überschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches ĂŒbersteigen können, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die grĂŒne Versicherungskarte nur im europĂ€ischen Teil der TĂŒrkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze fĂŒr die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und prĂŒfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der TĂŒrkei nicht bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten ist oder gegen Aufpreis fĂŒr den Zeitraum inkludiert werden kann.

Falls der Halter des Fahrzeugs nicht identisch ist mit dem Reisenden, muss der Reisende/Fahrer ĂŒber eine Vollmacht des EigentĂŒmers verfĂŒgen, die bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung in Deutschland ausgestellt oder beglaubigt sein sollte. Einzelheiten zum Verfahren klĂ€ren Sie bitte vor Abreise, um mehrtĂ€gige Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

In der TĂŒrkei gilt fĂŒr Auto- und Motorradfahrer eine 0,5 Promillegrenze. FĂŒr das FĂŒhren von Lastkraftwagen, PKW mit AnhĂ€nger und Bussen (Fahrzeuge zur Personenbeförderung) gilt eine 0,0 Promillegrenze. Die Strafen bei Verkehrsdelikten wurden in jĂŒngster Zeit drastisch erhöht.

Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder ĂŒber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

FĂŒr Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen in die TĂŒrkei ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr aus der TĂŒrkei ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000,- US Dollar (US-$) oder Gegenwert in TL gestattet. Die beim Geldumtausch in der TĂŒrkei ausgehĂ€ndigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem RĂŒckumtausch von TL in eine auslĂ€ndische WĂ€hrung bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Reisende dĂŒrfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US-$ ein- und ausfĂŒhren. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der TĂŒrkei sind Nachweise bei der Ausfuhr erforderlich.

Im Übrigen dĂŒrfen folgende Waren bei Einreise in die TĂŒrkei pro Person mitgefĂŒhrt werden (gilt nicht fĂŒr Transitreisende):

Persönliche Habe

GegenstĂ€nde des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300,- Euro (€) dĂŒrfen zollfrei in die TĂŒrkei eingefĂŒhrt werden.

Reisemitbringsel

400 StĂŒck Zigaretten, 100 StĂŒck Zigarillos (max. 3 g/StĂŒck) oder 50 StĂŒck Zigarren, 250 g Zigarettentabak (inkl. 200 StĂŒck Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200g Kautabak oder 200g blauer Tabak oder 50g Schnupftabak, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt ĂŒber 22% Alkohol enthalten, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt bis zu 22% Alkohol enthalten

(Reisende unter 18 Jahren dĂŒrfen die oben genannten GegenstĂ€nde nicht einfĂŒhren)

Eau de Cologne, Kölnisch Wasser, Lavendelwasser, ParfĂŒm, Essenz oder Lotionen (höchstens 600 ml Gesamtmenge) sowie fĂŒnf StĂŒcke Hautpflegemittel und Toilettenartikel, 1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg SĂŒĂŸigkeiten

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei dem Zollamt Ihres Ziellandes, z. B. www.gtb.gov.tr. Anfragen können in englischer oder französischer Sprache gestellt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die tĂŒrkische Botschaft oder eines der tĂŒrkischen Generalkonsulate in Deutschland zu kontaktieren. Nur dort können Ihnen rechtsverbindliche AuskĂŒnfte gegeben werden.

Die oben genannten Angaben gelten fĂŒr die Einfuhr von Waren in die TĂŒrkei. Die Zollbestimmungen fĂŒr Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Informationen zu Hilfstransporten in die TĂŒrkei bzw. im Transitverkehr durch die TĂŒrkei in DrittlĂ€nder finden Sie unter Zollvorschriften.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der TĂŒrkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der TĂŒrkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 – 20 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Einfuhr, 6 – 12 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (GefĂ€ngnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von „Kultur- und NaturgĂŒtern“, da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei VerstĂ¶ĂŸen sind auch fĂŒr Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- €) gĂ€ngige Praxis, auch wenn es sich um AntiquitĂ€ten bzw. alt aussehende GegenstĂ€nde von vermeintlich geringem Wert handelt. In EinzelfĂ€llen wurden Haftstrafen verhĂ€ngt. Es wird daher nachdrĂŒcklich davor gewarnt, von HĂ€ndlern z. B. AntiquitĂ€ten, alte MĂŒnzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “AntiquitĂ€ten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es fĂŒr Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als AntiquitĂ€t geschĂŒtzt ist, sollten Reisende, die ĂŒber keine entsprechende Genehmigung der zustĂ€ndigen tĂŒrkischen Behörden verfĂŒgen, generell Steine, MĂŒnzen, Fossilien und alt aussehende GegenstĂ€nde nicht in ihrem ReisegepĂ€ck auszufĂŒhren versuchen. GrundsĂ€tzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem tĂŒrkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug (auch Camping-Messer) ist ohne besondere Erlaubnis verboten.

Es wird dringend davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den tĂŒrkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemĂ€ĂŸ aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de fĂŒr Kinder und Erwachsene anlĂ€sslich einer Reise zu ĂŒberprĂŒfen und zu vervollstĂ€ndigen. Dazu gehören auch fĂŒr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (KinderlĂ€hmung) und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Typhus (je nach Region!) empfohlen. 

Malaria

Die TĂŒrkei ist malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im SĂŒden und Westen des Landes. Nur in den Grenzregionen zu Syrien und Irak gibt es ein geringes bis mittleres Malariarisiko (nur die weniger gefĂ€hrliche Form der Malaria tertiana zwischen Mai bis Oktober).

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-MĂŒcken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Krim-Kongo-HĂ€morrhagisches Fieber

Selten kommt es, besonders in lĂ€ndlichen Gebieten, zum Ausbruch von Krim-Kongo-HĂ€morrhagischem Fieber, eine von Zecken ĂŒbertragene Viruserkrankung, die tödlich verlaufen kann (letzter Ausbruch 2012, 7 TodesfĂ€lle).

Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder KanĂŒlen), Piercing, TĂ€towierungen und Bluttransfusionen besteht grundsĂ€tzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Die HIV Inzidenz ist in der TĂŒrkei allerdings sehr gering (< 0,01 % der Bevölkerung).

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schĂ€len oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die HĂ€nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. HĂ€ndedesinfektion, wo angebracht, durchfĂŒhren, EinmalhandtĂŒcher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die Ă€rztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den GroßstĂ€dten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater KrankenhĂ€user  bieten ein annĂ€hernd europĂ€isches Niveau. Die medizinische Versorgung in lĂ€ndlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gĂŒltiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlĂ€ssige ReiserĂŒckholversicherung abzuschließen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschĂŒtzt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei EinfĂŒhrung von verschreibungspflichtigen Medikamenten fĂŒr den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu fĂŒhren, die die medizinische Notwendigkeit bestĂ€tigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die TĂŒrkei ggf. durch einen Reisemediziner beraten, siehe www.dtg.org.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. FĂŒr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei lĂ€ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. FĂŒr kĂŒrzere Reisen, Einreisen aus DrittlĂ€ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhĂ€ngig von den individuellen VerhĂ€ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmĂ€ĂŸig zu empfehlen;
  • trotz grĂ¶ĂŸtmöglicher BemĂŒhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfĂŒgbaren und als vertrauenswĂŒrdig eingeschĂ€tzten Informationen des AuswĂ€rtigen Amts. Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unĂŒbersichtlich und können sich rasch Ă€ndern. Die Entscheidung ĂŒber die DurchfĂŒhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewĂ€hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zustĂ€ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das AuswĂ€rtige Amt rĂ€t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit RĂŒckholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten fĂŒr erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des AuswÀrtigen Amts mehr auf http://ift.tt/29WJrAG

TĂŒrkei

TĂŒrkei: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 16.07.2016
(UnverĂ€ndert gĂŒltig seit: 16.07.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

 


Aktuelle Hinweise

Am Abend des 15. Juli 2016 kam es in Ankara und Istanbul zu starker MilitĂ€rprĂ€senz und dem Einsatz von Schusswaffen. Vertreter von MilitĂ€r und Regierung sprachen gegenĂŒber den Medien von einem Putschversuch. Zur Stunde ist die Lage noch unklar.

Reisenden in Istanbul und Ankara wird zu Ă€ußerster Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere auf öffentlichen PlĂ€tzen und fĂŒr Menschenansammlungen. Bei unklarer Lage wird geraten, Wohnungen und Hotels im Zweifel nicht zu verlassen und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Der Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) wurde vorĂŒbergehend geschlossen. Reisenden wird geraten, Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie aufzunehmen.

Aus anderen Teilen der TĂŒrkei liegen bislang keine vergleichbaren Meldungen vor.

Am 28. Juni 2016 wurde am internationalen Flughafen Istanbul AtatĂŒrk (IST) ein schwerer Terroranschlag verĂŒbt, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden. Der Flughafen hat am 29. Juni 2016 den Betrieb wieder aufgenommen.

Seit Januar 2015 kam es auch in der Istanbuler Innenstadt wiederholt zu schweren Attentaten mit zahlreichen Verletzten und Toten (zuletzt am 12. Januar 2016, 19. MĂ€rz 2016 und 7. Juni 2016).

Die Hauptstadt Ankara war ebenfalls von AnschlÀgen betroffen: Dort detonierten am 17. Februar und am 13. MÀrz 2016 Autobomben.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen AnschlÀgen zu rechnen.

Auch bei Reisen ĂŒber Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Von Reisen in das Grenzgebiet der TĂŒrkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die StĂ€dte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, YĂŒksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, ƞırnak und HakkĂąri wird dringend abgeraten. 

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von AnschlĂ€gen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militĂ€rische Ziele muss in allen Teilen der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich von einer terroristischen GefĂ€hrdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der TĂŒrkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen PlĂ€tzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und MilitĂ€reinrichtungen sollten gemieden werden. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß eingeschrĂ€nkt werden.

Deutschen, die sich lĂ€ngerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: http://elefand.diplo.de ) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt.

Generell wird geraten, den Anweisungen der tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Folge zu leisten. 

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen. Seit Mitte Dezember 2015 haben die tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€fte Operationen gegen die PKK verstĂ€rkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und StĂ€dten im SĂŒdosten des Landes muss mit lĂ€ngeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden. 

Reisen ĂŒber Land

Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Die militĂ€rischen Auseinandersetzungen zwischen den tĂŒrkischen SicherheitskrĂ€ften und der PKK haben sich seit Mitte Dezember verschĂ€rft. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, ƞanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, MuƟ, Tunceli, ƞırnak, HakkĂąri und Van besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden (ansonsten s. unter „Aktuelle Hinweise“). Es wird weiterhin zu grĂ¶ĂŸter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den letzten Monaten wurden mehrfach „zeitweilige Sicherheitszonen“ eingerichtet und Ausgangssperren verhĂ€ngt, darunter in Cizre, Silopi, Nusaybin, in Stadtteilen von Diyarbakır und in Silvan. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten, eine Verletzung der Ausgangssperren kann im Falle von Kampfhandlungen lebensgefĂ€hrlich sein. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und VerhĂ€ngung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet sĂŒdöstlich von HakkĂąri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakır und Umgebung sowie sĂŒdöstlich der Ortschaft Cizre (DreilĂ€ndereck TĂŒrkei – Syrien – Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, HakkĂąri, Batman und Aǧrı.

Die tĂŒrkischen Behörden erteilen aus SicherheitsgrĂŒnden keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die TĂŒrkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen herzlich und offen empfĂ€ngt. Wie auch in anderen UrlaubslĂ€ndern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu können.

MilitÀrische Sperrgebiete, Sicherheitszonen und -Einrichtungen

MilitĂ€rsperrgebiete sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen. FĂŒr solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot fĂŒr das Betreten und Fotografieren. Reisenden, die beabsichtigen, die entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu bereisen, wird geraten, vor Reiseantritt das fĂŒr ihren Wohnort zustĂ€ndige tĂŒrkische Generalkonsulat oder die tĂŒrkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es empfehlenswert, sich wĂ€hrend der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen. Von Reisen in bestimmte Gebiete im SĂŒdosten des Landes wird dringend abgeraten (s. Sicherheitshinweise).

Zu beachten ist grundsĂ€tzlich, dass bezĂŒglich militĂ€rischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelmĂ€ĂŸig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Das gilt insbesondere fĂŒr Grenzanlagen. Auch wenn ein solches nicht ausdrĂŒcklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen absehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Weisungen tĂŒrkischer SicherheitskrĂ€fte ist unbedingt Folge zu leisten.

Umgang mit sexuellen Minderheiten
HomosexualitĂ€t ist in der TĂŒrkei nicht strafbar. An der jĂ€hrlich stattfindenden Pride Parade in Istanbul nahmen bis 2014 mehrere zehntausend Menschen teil. 2015 und 2016 ist die Parade von den tĂŒrkischen Behörden jedoch untersagt worden.Es wird  auf VorfĂ€lle von Gewalt nicht-staatlicher Seite hingewiesen, bei denen es zu Übergriffen auf LGBTI Personen gekommen ist. Mit z.T. starken Vorurteilen gegenĂŒber dieser Personengruppe in der tĂŒrkischen Gesellschaft sollte deshalb gerechnet werden.

Zahlungsmittel
In vielen Gebieten der TĂŒrkei, selbst in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten, ist es problematisch Reiseschecks einzulösen. Allerdings lĂ€sst sich mit einer deutschen EC-Karte in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abheben (wenn beide mit dem Symbol „Maestro“ versehen sind).

Auch Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert. In den meisten FĂ€llen muss man dazu zusĂ€tzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Taxi
GrundsĂ€tzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei lĂ€ngeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Bei viel GepĂ€ck wird z. T. ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher ĂŒber den ungefĂ€hren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird. Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Straßenverkehr
Der tĂŒrkische Straßenverkehr, vor allen Dingen in den StĂ€dten, ist meist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden oft nicht eingehalten. Man sollte sich defensiv verhalten und sich nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da bei vermeintlichen oder tatsĂ€chlichen VerkehrsverstĂ¶ĂŸen aggressive Reaktionen anderer Autofahrer drohen können. 

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf grĂ¶ĂŸeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden, gerade auch im Hinblick auf die fehlende Beleuchtung, und sollten vermieden werden. Wer im Auto ĂŒbernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen.

Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprĂŒft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine GewĂ€hr ĂŒbernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die ĂŒber Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verfĂŒgen.  

Bahnreisen

Die kĂŒrzlich eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul wurde trotz Warnungen von Experten bereits fĂŒr den Zugverkehr geöffnet, ist jedoch bisher nicht völlig fertiggestellt. Deswegen besteht auf dieser Strecke derzeit noch ein erhöhtes Risiko von ZugausfĂ€llen und UnfĂ€llen.

Hinweise fĂŒr Menschen mit Behinderungen:
In der TĂŒrkei gibt es nur an wenigen Orten eine behindertengerechte Infrastruktur. Dies gilt auch fĂŒr öffentliche Einrichtungen. Der teilweise schlechte Zustand der Gehwege auch in GroßstĂ€dten kann die MobilitĂ€t von gehbehinderten Menschen deutlich einschrĂ€nken.

AusflĂŒge
Bei angebotenen AusflĂŒgen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die mögliche AusĂŒbung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. spĂ€ter auch bei den Reiseveranstaltern beschweren.

Alkohol
Die tĂŒrkische Regulierungsbehörde fĂŒr Tabakwaren und Alkoholika (TAPDK) macht auf die Gefahr durch den Verzehr von gepanschtem Alkohol aufmerksam und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenzierung (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbeschĂ€digte, blau-tĂŒrkisfarbene Banderole) zu achten.

KriminalitÀt
Die TĂŒrkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprĂ€gter GewaltkriminalitĂ€t aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von StraßendiebstĂ€hlen, besonders in belebten Zonen, ist in Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen ĂŒberall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt BetrugsfĂ€lle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem ĂŒberhöhten Rechnung eine grĂ¶ĂŸere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

In Istanbul kommt es immer wieder zu zahlreichen PassdiebstĂ€hlen. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt Reisenden, PĂ€sse und Ausweispapiere an sicherer Stelle zu verwahren (etwa im Hotel-Safe) und lediglich Kopien mitzufĂŒhren.

Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor BetrĂŒgern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspĂ€hen, um dann mit gefĂ€lschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.

Informationen der deutschen Botschaft Ankara zufolge sind deutsche TĂŒrkei-Urlauber nach ihrer RĂŒckkehr in das Bundesgebiet in letzter Zeit Opfer von BetrugsfĂ€llen geworden. Unter dem Vorwand einer fĂ€lligen SteuerrĂŒckzahlung oder einer GebĂŒhr fĂŒr einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer GeldĂŒberweisung per Western Union Transfer in die TĂŒrkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, sich in solchen FĂ€llen vorab an die zustĂ€nden Polizeibehörden in Deutschland zu wenden.




Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist fĂŒr deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

VorlÀufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

VorlÀufiger Personalausweis: grundsÀtzlich ja, EinschrÀnkungen s. u.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Nicht möglich ist die Einreise in die TĂŒrkei mit einem von der Bundespolizei fĂŒr NotfĂ€lle ausgestellten Reiseausweis als Passersatz (s. Muster unter Reiseausweis als Passersatz ).
KindereintrĂ€ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gĂŒltig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Empfehlungen

Die TĂŒrkei ist Vertragspartei des EuropĂ€ischen Übereinkommens ĂŒber die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.

Bei der Einreise kann der Reisepass, der vorlÀufige Reisepass, der Personalausweis oder der Kinderreisepass auch seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, nicht jedoch der vorlÀufige Personalausweis.

Dies gilt fĂŒr die folgenden GrenzĂŒbergĂ€nge:

– am griechisch-tĂŒrkischen GrenzĂŒbergang

– an den GrenzĂŒbergĂ€ngen in Istanbul, Izmir, Çanakkale, Muğla, Antalya, Mersin, Iskenderun und Aydın

– an den FlughĂ€fen YeƟilköy (Istanbul) und Esenboğa (Ankara).

Es kann jedoch bei der Ausreise aus der TĂŒrkei mit abgelaufenen Ausweisdokumenten, insbesondere an den Landgrenzen in Edirne und Ipsala, zu Problemen kommen. Reisenden wird empfohlen, sich bereits vor der Reise in die TĂŒrkei um gĂŒltige Ausweisdokumente zu kĂŒmmern.

Bei der Einreise mit dem vorlÀufigen Personalausweis hat es in der Vergangenheit ebenfalls Probleme gegeben.

Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieses Dokument noch mindestens ĂŒber eine leere Seite verfĂŒgen.

In der Vergangenheit kam es zu ZurĂŒckweisungen an der Grenze, weil Eltern ohne gĂŒltige Einreisedokumente fĂŒr ihre Kinder einreisen wollten. In solchen FĂ€llen können auch die deutschen Auslandsvertretungen in der TĂŒrkei keine Abhilfe schaffen.
Reisenden wird empfohlen, sich stets ausweisen zu können.

Visum

Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen visumfrei im Land aufhalten. KĂŒrzere, in diesen Zeitraum fallende Aufenthalte werden addiert. Damit soll die Rechtslage in der TĂŒrkei grundsĂ€tzlich der in Deutschland geltenden angepasst werden.
Die bisherige Praxis, nach einer eintĂ€gigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begrĂŒnden, ist seit dem 1. Februar 2012 nicht mehr möglich.

Personen, die sich bereits in der TĂŒrkei aufhalten und einen lĂ€ngeren Aufenthalt planen, können innerhalb von 90 Tagen nach Einreise vor Ort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dazu muss der Reisepass noch 90 Tage ĂŒber den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gĂŒltig sein. Ist bereits vor Einreise ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, sollte bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragt werden. Reisenden wird empfohlen, sich in Zweifelsfragen an die tĂŒrkischen Behörden, Konsulate oder RechtsanwĂ€lte zu wenden, insbesondere dann wenn hĂ€ufigere langfristige Aufenthalte in der TĂŒrkei beabsichtigt sind.

Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit ein Visum zur Besteigung des Ararat eingeholt haben, benötigen fĂŒr einen darĂŒber hinausgehenden Aufenthalt in der TĂŒrkei eine Erlaubnis, die umgehend nach Ende der Bergtour bei  der AuslĂ€nderpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet mĂŒdĂŒrĂŒlĂŒÄŸĂŒ) einzuholen ist.

Von Deutschland ausgestellte Reisedokumente oder Reiseausweise fĂŒr AuslĂ€nder anderer NationalitĂ€ten werden von der TĂŒrkei anerkannt. FĂŒr die Einreise in die TĂŒrkei wird jedoch ausnahmslos ein Visum benötigt, das vorab bei einem tĂŒrkischen Generalkonsulat einzuholen ist. TĂŒrkische Staatsangehörige sollten grundsĂ€tzlich mit einem tĂŒrkischen Pass reisen. Eine Einreise ist zwar möglich, die Ausreise aus der TĂŒrkei mit einem von deutschen Behörden ausgestellten Pass dagegen nicht immer.

Bei der Reise in die TĂŒrkei auf dem Landweg mĂŒssen auch die Einreisebestimmungen der TransitlĂ€nder beachtet werden. In Serbien sind seit dem 12.06.2010 eine Einreise und ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen mit dem Bundespersonalausweis möglich.

Hinweise zur Einreise von MinderjÀhrigen

Besondere Vorschriften fĂŒr allein reisende MinderjĂ€hrige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil gibt es nicht, solange ihre Ausreise aus Deutschland legal erfolgte.

Kinder tĂŒrkischer Eltern, die sowohl die deutsche als auch die tĂŒrkische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen zur Wiedereinreise nach Deutschland einen deutschen Kinderreisepass, Reisepass oder Personalausweis, der vor Abreise bei der zustĂ€ndigen deutschen Behörde beantragt werden muss.

Weiterreise in DrittlÀnder

GrundsĂ€tzlich ist das notwendige Visum fĂŒr eine Weiterreise in die Nachbarstaaten bereits vor der Abreise aus Deutschland bei den entsprechenden Auslandsvertretungen in Deutschland einzuholen. Eine Antragstellung bei den Konsulaten in der TĂŒrkei ist in der Regel nicht möglich.

FĂŒr Reisende, die ĂŒber die TĂŒrkei nach Afghanistan, Indien, Pakistan, Nigeria oder Tadschikistan reisen möchten, teilte das Gesundheitsministeriums der TĂŒrkei im Juli 2011 mit, dass aufgrund der hohen Anzahl an Polioerkrankungen (= KinderlĂ€hmung) in den entsprechenden LĂ€ndern der o. g. Personenkreis eine Dosis Schluckimpfung (zwei Tropfen) gegen Polio bei der Ausreise erhalten soll, sofern nicht bescheinigt werden kann, dass innerhalb des letzten Monats vor Reisebeginn eine solche Impfung bereits vorgenommen wurde. Wenn die Impfung abgelehnt wird, ist eine schriftliche ErklĂ€rung abzugeben. Eine Ablehnung der Impfung kann die Verweigerung der (Wieder)Einreise zur Folge haben.

Weiterreise nach Georgien

Die Reise von der TĂŒrkei nach Georgien ist nur mit einem gĂŒltigen Reisepass möglich.

Weiterreise in den Irak

Die Ausreise aus der TĂŒrkei in den Irak ist seit dem 01.07.2004 nur fĂŒr Inhaber eines fĂŒr Irak gĂŒltigen Visums möglich. In diesem Zusammenhang wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Irak hingewiesen. Deutsche Staatsangehörige sind seit dem 01.07.2004 visumspflichtig.

Weiterreise nach Syrien

AnlĂ€sslich der aktuellen Situation in Syrien warnt das AuswĂ€rtige Amt ausdrĂŒcklich vor Reisen in dieses Land. Es wird auf die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts fĂŒr Syrien hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien verstĂ€rkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangehörige an der Flucht in die TĂŒrkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der TĂŒrkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch fĂŒr vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die TĂŒrkei aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind

Die Einreise in die TĂŒrkei ist aus LĂ€ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass möglich. 

Einreise mit dem Pkw

Bei der Einreise in die TĂŒrkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzufĂŒhren, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der tĂŒrkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der spĂ€testen Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein Überschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches ĂŒbersteigen können, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die grĂŒne Versicherungskarte nur im europĂ€ischen Teil der TĂŒrkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze fĂŒr die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und prĂŒfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der TĂŒrkei nicht bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten ist oder gegen Aufpreis fĂŒr den Zeitraum inkludiert werden kann.

Falls der Halter des Fahrzeugs nicht identisch ist mit dem Reisenden, muss der Reisende/Fahrer ĂŒber eine Vollmacht des EigentĂŒmers verfĂŒgen, die bei einer tĂŒrkischen Auslandsvertretung in Deutschland ausgestellt oder beglaubigt sein sollte. Einzelheiten zum Verfahren klĂ€ren Sie bitte vor Abreise, um mehrtĂ€gige Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

In der TĂŒrkei gilt fĂŒr Auto- und Motorradfahrer eine 0,5 Promillegrenze. FĂŒr das FĂŒhren von Lastkraftwagen, PKW mit AnhĂ€nger und Bussen (Fahrzeuge zur Personenbeförderung) gilt eine 0,0 Promillegrenze. Die Strafen bei Verkehrsdelikten wurden in jĂŒngster Zeit drastisch erhöht.

Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder ĂŒber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

FĂŒr Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen in die TĂŒrkei ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr aus der TĂŒrkei ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000,- US Dollar (US-$) oder Gegenwert in TL gestattet. Die beim Geldumtausch in der TĂŒrkei ausgehĂ€ndigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem RĂŒckumtausch von TL in eine auslĂ€ndische WĂ€hrung bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Reisende dĂŒrfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US-$ ein- und ausfĂŒhren. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der TĂŒrkei sind Nachweise bei der Ausfuhr erforderlich.

Im Übrigen dĂŒrfen folgende Waren bei Einreise in die TĂŒrkei pro Person mitgefĂŒhrt werden (gilt nicht fĂŒr Transitreisende):

Persönliche Habe

GegenstĂ€nde des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300,- Euro (€) dĂŒrfen zollfrei in die TĂŒrkei eingefĂŒhrt werden.

Reisemitbringsel

400 StĂŒck Zigaretten, 100 StĂŒck Zigarillos (max. 3 g/StĂŒck) oder 50 StĂŒck Zigarren, 250 g Zigarettentabak (inkl. 200 StĂŒck Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200g Kautabak oder 200g blauer Tabak oder 50g Schnupftabak, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt ĂŒber 22% Alkohol enthalten, 1 Liter GetrĂ€nke, die einen Alkoholgehalt bis zu 22% Alkohol enthalten

(Reisende unter 18 Jahren dĂŒrfen die oben genannten GegenstĂ€nde nicht einfĂŒhren)

Eau de Cologne, Kölnisch Wasser, Lavendelwasser, ParfĂŒm, Essenz oder Lotionen (höchstens 600 ml Gesamtmenge) sowie fĂŒnf StĂŒcke Hautpflegemittel und Toilettenartikel, 1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg SĂŒĂŸigkeiten

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei dem Zollamt Ihres Ziellandes, z. B. www.gtb.gov.tr. Anfragen können in englischer oder französischer Sprache gestellt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die tĂŒrkische Botschaft oder eines der tĂŒrkischen Generalkonsulate in Deutschland zu kontaktieren. Nur dort können Ihnen rechtsverbindliche AuskĂŒnfte gegeben werden.

Die oben genannten Angaben gelten fĂŒr die Einfuhr von Waren in die TĂŒrkei. Die Zollbestimmungen fĂŒr Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Informationen zu Hilfstransporten in die TĂŒrkei bzw. im Transitverkehr durch die TĂŒrkei in DrittlĂ€nder finden Sie unter Zollvorschriften.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der TĂŒrkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der TĂŒrkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 – 20 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Einfuhr, 6 – 12 Jahre GefĂ€ngnis fĂŒr Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (GefĂ€ngnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von „Kultur- und NaturgĂŒtern“, da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei VerstĂ¶ĂŸen sind auch fĂŒr Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- €) gĂ€ngige Praxis, auch wenn es sich um AntiquitĂ€ten bzw. alt aussehende GegenstĂ€nde von vermeintlich geringem Wert handelt. In EinzelfĂ€llen wurden Haftstrafen verhĂ€ngt. Es wird daher nachdrĂŒcklich davor gewarnt, von HĂ€ndlern z. B. AntiquitĂ€ten, alte MĂŒnzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “AntiquitĂ€ten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es fĂŒr Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als AntiquitĂ€t geschĂŒtzt ist, sollten Reisende, die ĂŒber keine entsprechende Genehmigung der zustĂ€ndigen tĂŒrkischen Behörden verfĂŒgen, generell Steine, MĂŒnzen, Fossilien und alt aussehende GegenstĂ€nde nicht in ihrem ReisegepĂ€ck auszufĂŒhren versuchen. GrundsĂ€tzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem tĂŒrkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug (auch Camping-Messer) ist ohne besondere Erlaubnis verboten.

Es wird dringend davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den tĂŒrkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das AuswĂ€rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemĂ€ĂŸ aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de fĂŒr Kinder und Erwachsene anlĂ€sslich einer Reise zu ĂŒberprĂŒfen und zu vervollstĂ€ndigen. Dazu gehören auch fĂŒr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (KinderlĂ€hmung) und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Typhus (je nach Region!) empfohlen. 

Malaria

Die TĂŒrkei ist malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im SĂŒden und Westen des Landes. Nur in den Grenzregionen zu Syrien und Irak gibt es ein geringes bis mittleres Malariarisiko (nur die weniger gefĂ€hrliche Form der Malaria tertiana zwischen Mai bis Oktober).

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-MĂŒcken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Krim-Kongo-HĂ€morrhagisches Fieber

Selten kommt es, besonders in lĂ€ndlichen Gebieten, zum Ausbruch von Krim-Kongo-HĂ€morrhagischem Fieber, eine von Zecken ĂŒbertragene Viruserkrankung, die tödlich verlaufen kann (letzter Ausbruch 2012, 7 TodesfĂ€lle).

Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder KanĂŒlen), Piercing, TĂ€towierungen und Bluttransfusionen besteht grundsĂ€tzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Die HIV Inzidenz ist in der TĂŒrkei allerdings sehr gering (< 0,01 % der Bevölkerung).

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schĂ€len oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die HĂ€nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. HĂ€ndedesinfektion, wo angebracht, durchfĂŒhren, EinmalhandtĂŒcher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die Ă€rztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den GroßstĂ€dten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater KrankenhĂ€user  bieten ein annĂ€hernd europĂ€isches Niveau. Die medizinische Versorgung in lĂ€ndlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gĂŒltiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlĂ€ssige ReiserĂŒckholversicherung abzuschließen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschĂŒtzt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei EinfĂŒhrung von verschreibungspflichtigen Medikamenten fĂŒr den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu fĂŒhren, die die medizinische Notwendigkeit bestĂ€tigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die TĂŒrkei ggf. durch einen Reisemediziner beraten, siehe www.dtg.org.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. FĂŒr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei lĂ€ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. FĂŒr kĂŒrzere Reisen, Einreisen aus DrittlĂ€ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhĂ€ngig von den individuellen VerhĂ€ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmĂ€ĂŸig zu empfehlen;
  • trotz grĂ¶ĂŸtmöglicher BemĂŒhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfĂŒgbaren und als vertrauenswĂŒrdig eingeschĂ€tzten Informationen des AuswĂ€rtigen Amts. Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unĂŒbersichtlich und können sich rasch Ă€ndern. Die Entscheidung ĂŒber die DurchfĂŒhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewĂ€hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit Ă€ndern, ohne dass das AuswĂ€rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zustĂ€ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das AuswĂ€rtige Amt rĂ€t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit RĂŒckholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten fĂŒr erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des AuswÀrtigen Amts mehr auf http://ift.tt/29K2nRm

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