Feeds
Artikel
Kommentare

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 06.12.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 05.12.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise

Infolge des Todes der Regierungschefin von Tamil Nadu ist mit erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Chennai und in ganz Tamil Nadu  zu rechnen. Es wird empfohlen, die Lage in den nächsten Tagen aufmerksam zu beobachten, Menschenansammlungen zu meiden und nach Möglichkeit keine öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere Busse, zu nutzen.

Die indische Regierung hat mit Wirkung  vom 9. November 2016 500- und 1.000 Rupien-Geldscheine aus dem Umlauf genommen. Neue Geldscheine werden nur sukzessive in Umlauf gebracht. Es kommt derzeit weiterhin zu erheblichen Engpässen bei der  Bargeldversorgung: An Geldautomaten können nur kleinere Beträge (bis zu 2.500, mit ausländischen Kreditkarten vereinzelt bis zu 10.000 Rupien) abgehoben werden, es kommt zu langen Wartezeiten.
Alte Geldscheine k√∂nnen mittlerweile nur noch auf Bankkonten eingezahlt und nicht mehr gegen neue Geldscheine umgetauscht werden.¬† Ausl√§ndische Touristen sollen alte Geldscheine bis zu einer Obergrenze von 5.000 Rupien weiterhin in ausl√§ndische W√§hrung r√ľcktauschen k√∂nnen, werden aber nach bisherigen Erfahrungen bei den Banken und Wechselstuben oft nicht bedient. ¬†¬†
Dies betrifft auch den Umtausch von Euro- oder Dollarnoten in (neue) Rupien. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Engpässe nur allmählich auflösen werden.
Reisende werden gebeten, dies bei ihren Planungen unbedingt zu beachten. Bargeldloser Zahlungsverkehr wie z. B. mit internationalen Kreditkarten ist nach bisherigen Erfahrungen weiterhin uneingeschränkt möglich.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten. Seit Anfang Juli kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen und Generalstreiks immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise laufend √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.
Aufgrund der anhaltenden Auseinandersetzungen wird auch von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die unmittelbare Grenzregion zu Pakistan abgeraten. Dies betrifft die direkten Grenzgebiete in den Bundesstaaten Punjab und Jammu & Kaschmir.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in den letzten Jahren angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer arbeiten mitunter mit diesen Veranstaltern zusammen und fahren Touristen gezielt dorthin, insbesondere direkt nach Ankunft am Flughafen in Delhi. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise)
Seit September 2016 kommt es wieder verst√§rkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen wie auch mit verschiedenen Separatistengruppen entlang der internationalen Grenze und der Waffenstillstandslinie (LoC) in Jammu und Kaschmir. Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und den Anweisungen der lokalen Beh√∂rden Folge zu leisten.

Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise in den Landesteil Kaschmir sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner pers√∂nlich¬† beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe Kontaktadressen z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 05.12.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2gdInw5

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 30.11.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 30.11.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise

Die indische Regierung hat mit Wirkung  vom 9. November 2016 500- und 1.000 Rupien-Geldscheine aus dem Umlauf genommen. Neue Geldscheine werden nur sukzessive in Umlauf gebracht. Es kommt derzeit weiterhin zu erheblichen Engpässen bei der  Bargeldversorgung: An Geldautomaten können nur kleinere Beträge (bis zu 2.500, mit ausländischen Kreditkarten vereinzelt bis zu 10.000 Rupien) abgehoben werden, es kommt zu langen Wartezeiten.
Alte Geldscheine k√∂nnen mittlerweile nur noch auf Bankkonten eingezahlt und nicht mehr gegen neue Geldscheine umgetauscht werden.¬† Ausl√§ndische Touristen sollen alte Geldscheine bis zu einer Obergrenze von 5.000 Rupien weiterhin in ausl√§ndische W√§hrung r√ľcktauschen k√∂nnen, werden aber nach bisherigen Erfahrungen bei den Banken und Wechselstuben oft nicht bedient. ¬†¬†
Dies betrifft auch den Umtausch von Euro- oder Dollarnoten in (neue) Rupien. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Engpässe nur allmählich auflösen werden.
Reisende werden gebeten, dies bei ihren Planungen unbedingt zu beachten. Bargeldloser Zahlungsverkehr wie z. B. mit internationalen Kreditkarten ist nach bisherigen Erfahrungen weiterhin uneingeschränkt möglich.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten. Seit Anfang Juli kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen und Generalstreiks immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise laufend √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.
Aufgrund der anhaltenden Auseinandersetzungen wird auch von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die unmittelbare Grenzregion zu Pakistan abgeraten. Dies betrifft die direkten Grenzgebiete in den Bundesstaaten Punjab und Jammu & Kaschmir.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in den letzten Jahren angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer arbeiten mitunter mit diesen Veranstaltern zusammen und fahren Touristen gezielt dorthin, insbesondere direkt nach Ankunft am Flughafen in Delhi. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise)
Seit September 2016 kommt es wieder verst√§rkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen wie auch mit verschiedenen Separatistengruppen entlang der internationalen Grenze und der Waffenstillstandslinie (LoC) in Jammu und Kaschmir. Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und den Anweisungen der lokalen Beh√∂rden Folge zu leisten.

Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise in den Landesteil Kaschmir sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner pers√∂nlich¬† beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe Kontaktadressen z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 30.11.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2gwCWGI

Myanmar

Myanmar: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 28.11.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 28.11.2016)

Letzte √Ąnderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Reisen im Land

In Teilen des Kachin State bzw. n√∂rdlichen Shan State werden weiterhin bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Milit√§r ausgetragen,¬†bei denen es auch zu Todesopfern kam. Viele Menschen sind auf der Flucht, Grenz√ľberg√§nge zu China wurden teilweise geschlossen.¬†
In einigen Grenzregionen, in denen bewaffnete Rebellengruppen operieren (Teile des Chin State und der Sagaing Region, Teile der Shan, Mon, Kayin, Karen und Kayah States) bleibt die Lage angespannt. Besondere Vorsicht ist hier geboten. Ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine zusätzliche Gefahr dar.
Es kommt immer wieder zu ethnisch motivierten Zusammenstößen im Rakhine State. Der Ausnahmezustand im gesamten Rakhine State wurde aufgehoben. In einigen Teilen bestehen jedoch abends Ausgangssperren.

Flugverkehr

Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Flugger√§t lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeintr√§chtigt sein. Die Chartergesellschaft FMI setzt neuerdings kleine, neubeschaffte D√ľsenflugzeuge ein, die √ľberwiegend von ausl√§ndischen Piloten geflogen werden.

Gefahren aufgrund politischer Spannungen

Politisch motivierte Gewalttaten k√∂nnen nicht ausgeschlossen werden. Immer wieder werden in Myanmar Sprengstoffanschl√§ge ver√ľbt, bei denen es auch zu Toten und Verletzten kommt.

Bei Demonstrationen in gr√∂√üeren St√§dten des Landes besteht stets die Gefahr, dass sie von Sicherheitskr√§ften gewaltsam aufgel√∂st werden. Daher wird empfohlen, sich von eventuellen Protestz√ľgen und Demonstrationen fernzuhalten. Auch zun√§chst friedliche Proteste k√∂nnen unvermittelt in gewaltt√§tigen Auseinandersetzungen enden.

Naturkatastrophen

Myanmar befindet sich in einer Region, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. In den K√ľstenregionen treten w√§hrend des Monsuns (Mai bis Oktober) Zyklone auf.

Während des Monsuns kann es im ganzen Land aufgrund starker Regenfälle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Insbesondere Landstraßen im Gebirge oder in der Nähe von Flussläufen, aber auch Bahnverbindungen, können tagelang unpassierbar sein.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Reisen √ľber Land

Es bestehen staatliche Reisebeschr√§nkungen f√ľr die meisten Grenzgebiete, aber auch f√ľr andere Landesteile. Reisen in diese Gebiete sowie Ein- und Ausreisen auf dem Landweg erfordern besondere Reisegenehmigungen.

Es gibt eine geringe Anzahl von Grenz√ľbergangsstationen aus den Nachbarl√§ndern, die jedoch ohne vorherige Ank√ľndigung geschlossen werden k√∂nnen:

  • Tachilek (Shan-Staat) ‚Äď Mae Sai (n√∂rdliches Thailand)
  • Kaw Thoung (Thantharyi) ‚Äď Ranong (s√ľdliches Thailand)
  • Myawady (Kayin) ‚Äď Mae Sot (Thailand)
  • Hteekhee (Thantharyi) ‚Äď Phunaron (Thailand)

Reisende, die √ľber diese Grenz√ľberg√§nge einreisen, ben√∂tigen ein g√ľltiges Visum. Die Ausreise √ľber die internationalen Flugh√§fen Rangun, Mandalay und Naw Pyi Taw nach der Einreise √ľber Land ist zul√§ssig.

Die Grenz√ľberg√§nge

  • Muse (Shan-Staat) ‚Äď Ruili (China)
  • Tamu (Chin-Staat) ‚Äď Morei (Indien)

sind nur f√ľr Handel ge√∂ffnet, nicht f√ľr Touristen.

Ausnahmen bed√ľrfen staatlicher Genehmigung, die mindestens 14 Tage vorher zu beantragen ist. Selbst nach Erteilung von Ausnahmegenehmigungen ist es nicht auszuschlie√üen, dass die √∂rtlichen Beh√∂rden Schwierigkeiten bei der Ausreise bereiten. Vor illegalem Grenz√ľbertritt wird dringend gewarnt.

Es wird empfohlen zu pr√ľfen, inwieweit f√ľr Reisen in entfernte Landesteile eine Reisegenehmigung erforderlich ist. Ausl√§ndische Reisende, die ohne erforderliche Reisegenehmigung angetroffen werden, m√ľssen mit Haftstrafen rechnen.
Informationen zu Reisebeschr√§nkungen und zu eventuell erforderlichen Genehmigungen k√∂nnen beim staatlichen Reiseb√ľro Myanmar Travels and Tours (MTT), 118 Mahabandoola Garden Street, Kyauktada Township, Yangon, Tel. 0095-1-371286, 378376, 374281, 252859, Fax 0095-1-254417, E-Mail: mtt.mht@mptmail.net.mm, Internet: http://ift.tt/1gEUCNi, eingeholt werden

Stra√üensperren der Polizei, des Milit√§rs und anderer Beh√∂rden sind auf den √úberlandstra√üen an der Tagesordnung. Hotels und G√§steh√§user m√ľssen der Polizei die Passdaten ihrer √úbernachtungsg√§ste zur Verf√ľgung stellen. Reisende sind deshalb verpflichtet, ihren Reisepass st√§ndig bei sich zu f√ľhren. Es empfiehlt sich, zus√§tzlich eine Passkopie zu fertigen und diese getrennt vom Original aufzubewahren.

Flughafengeb√ľhr

F√ľr Inlandsfl√ľge betr√§gt die Flughafengeb√ľhr MMK 1000,-. Die Flughafengeb√ľhr ist in den Ticketpreisen enthalten. In Ausnahmef√§llen wird sie beim Check-in f√§llig. Es ist zu beachten, dass auch bei Inlandsfl√ľgen Passkontrollen stattfinden k√∂nnen.

F√ľhrerscheine

Deutsche und internationale F√ľhrerscheine werden in Myanmar nicht anerkannt.

Geld / Kreditkarten

Reisende sollten sich darauf einstellen, Zahlungen weiterhin in bar leisten zu m√ľssen. Mit Ausnahme weniger, gr√∂√üerer Hotels werden Reiseschecks als Zahlungsmittel nach wie vor nicht akzeptiert, und in diesen auch nur f√ľr eingebuchte G√§ste. Dagegen werden Kreditkarten zunehmend anerkannt, allerdings mit zuweilen hohen Geb√ľhren. Es werden¬† haupts√§chlich Kreditkarten der Fa. MASTERCARD und VISA (jeweils mit Geheimzahl) akzeptiert. EC-Karten (Maestro- /Cirruskarten) sollten vor Reiseantritt darauf gepr√ľft werden, ob sie in Myanmar einsetzbar sind. Nicht alle Banken haben ihre EC-Karten f√ľr Myanmar freigeschaltet.

Barabhebungen mit Kredit- oder EC- (Cirrus- oder Maestro-) Karten sind an zahlreichen ATM-Automaten landesweit m√∂glich. Die ATM Automaten befinden sich an vielen Superm√§rkten mit internationalem Warenangebot (z.B. ‚ÄěCity Mart‚Äú, ‚ÄěOcean Centre‚Äú), in gr√∂√üeren Hotels, auf internationalen Flugh√§fen und Touristenm√§rkten. Es wird weiterhin dringend empfohlen, ausreichend Barmittel mitzubringen.

US-Dollar-Noten der Serien vor 2000 werden nicht akzeptiert. Das Gleiche gilt f√ľr abgenutzte, besch√§digte, stark geknickte oder verschmutzte Noten. Es wird empfohlen, nur absolut neue, unbesch√§digte und glatte Dollarnoten mitzuf√ľhren. Auch wenn derzeit erneut der Versuch unternommen wird, den myanmarischen Kyat als Hauptzahlungsmittel zu etablieren, k√∂nnten¬† bestimmte Leistungen (u. a. Hotels, Inlandsfl√ľge, Zug- und Schiffsfahrscheine, Eintrittsgeb√ľhren) von Besuchern in US-Dollar zu bezahlen sein.

Der Euro wird zunehmend in Rangun zum Umtausch akzeptiert. Auch hier gilt, dass es sich vorzugsweise um ungebrauchte Banknoten handeln sollte. Der Geldumtausch (US-Dollar oder Euro -> Kyat) sollte in den Wechselstuben (‚ÄěMoney Change‚Äú), die an vielen Stellen der gr√∂√üeren St√§dte zu finden sind, stattfinden. Vom Umtausch bei Stra√üenh√§ndlern (z. B. auf dem Bogyoke Aung San Market) wird dringend abgeraten (Betr√ľgereien, schlechter Tauschkurs). Es bestehen, abh√§ngig von der Gr√∂√üe der Banknote, verschiedene Tauschkurse. 100 US-Dollar-Scheine erzielen den g√ľnstigsten Tauschkurs, 1 Dollar-Noten werden zu entsprechend schlechterem Kurs getauscht.

Kommunikationseinrichtungen

Die M√∂glichkeiten der Kommunikation mit dem Ausland sind stark st√∂ranf√§llig. Telefonverbindungen sind h√§ufig defekt oder √ľberlastet und internationale Ferngespr√§che sind sehr teuer. Roaming-Vereinbarungen deutscher Mobilfunkanbieter mit dem myanmarischen Netzbetreiber bestehen lediglich f√ľr einige ¬†deutsche Anbieter. Reisende sollten pr√ľfen, ob ihr Mobilfunk-Anbieter eine Roaming-Vereinbarung mit einem myanmarischen Anbieter hat. Prepaid- SIM-Karten der Anbieter TELENOR und OREDOO k√∂nnen an vielen Stellen in den gr√∂√üeren St√§dten ‚Äst auch am Flughafen Rangun ‚Äst preisg√ľnstig erworben werden. Das gleiche gilt f√ľr Prepaid-Karten der staatlichen Gesellschaft MPT. Die beiden erst genannten Mobilfunknetze k√∂nnen oft nur in den gro√üen St√§dten st√∂rungsfrei empfangen werden, w√§hrend MPT ein gr√∂√üeres, wenn auch nicht fl√§chendeckendes Netz unterh√§lt.

Grunds√§tzlich gilt: Au√üerhalb der gr√∂√üeren St√§dte ist in der Regel kaum Mobilfunkempfang m√∂glich. Mobiltelefone mit Prepaid-Karten¬† k√∂nnen am Flughafen Rangun angemietet werden. Sie m√ľssen dort auch wieder abgegeben werden. Es wird eine Kaution f√§llig, die sp√§ter mit den Geb√ľhren verrechnet wird. Internet-Caf√©s bestehen in gr√∂√üeren St√§dten. Gr√∂√üere Hotels verf√ľgen √ľber eigene, von G√§sten nutzbare E-Mail-Anschl√ľsse; die Kosten sind jedoch (insbesondere beim Versand gr√∂√üerer Dateien oder bei Downloads) sehr hoch. Die Download-Geschwindigkeit ist tags√ľber sehr gering. In den Nachtstunden k√∂nnen Downloads besser vorgenommen werden. Gegen Mindestverzehr bieten einige Restaurants und Hotels W-Lan-Verbindungen an.

Konsularischer Beistand

Auch die entsandten Besch√§ftigten der Deutschen Botschaft in Myanmar unterliegen Beschr√§nkungen ihrer Bewegungsfreiheit im Land, die durch die myanmarische Regierung verf√ľgt wurden. Schneller konsularischer Beistand durch die deutsche Botschaft kann daher ‚Äď auch wegen der unzureichenden Infrastruktur und Kommunikationseinrichtungen ‚Äď au√üerhalb der touristischen Zentren nicht immer sichergestellt werden.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, Lichtbild erforderlich

Anmerkungen:

Alle Reisedokumente m√ľssen sechs Monate √ľber das Ende der Reise hinaus g√ľltig sein.

Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

F√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige besteht zur Einreise nach Myanmar Visumzwang. Visa werden von allen Auslandsvertretungen der Union Myanmar erteilt, z. B. der Botschaft in Berlin (Thielallee 19, 14195 Berlin, Tel. +49 30 2061570, Fax: +49 30 20615720, E-Mail: info@botschaft-myanmar.de , B√ľrozeiten: Mo. bis Fr. 09.30 bis 16.30 Uhr). Weitere Informationen zu Visumgeb√ľhren und Antragsverfahren k√∂nnen der Homepage der Botschaft http://ift.tt/1paCXhu entnommen werden.

Myanmarische Touristenvisa werden in der Regel nur f√ľr eine einmalige Ein- und Ausreise ausgestellt.

Visa bei Einreise (Visa-on-arrival) werden an Gesch√§ftsreisende (s. dazu Portal: www.mip.gov.mm) unter Vorlage einer vollst√§ndigen Dokumentation bei Einreise √ľber die internationalen Flugh√§fen Rangun und Mandalay erteilt.

Aufgrund der hohen Zahl zu bearbeitender Visaantr√§ge bei der Botschaft von Myanmar in Berlin werden telefonische oder E-Mail-Anfragen zum Stand einzelner Antr√§ge nur sehr eingeschr√§nkt beantwortet. Die Bearbeitung der Visumantr√§ge und die R√ľcksendung des Passes k√∂nnen mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Reisende sollten dieses bei der Reiseplanung entsprechend ber√ľcksichtigen.

Es besteht jedoch auch die M√∂glichkeit, Myanmar-Touristen-Visa elektronisch zu beantragen (siehe Homepage der Botschaft von Myanmar). Mit einer Wartezeit von durchschnittlich f√ľnf Tagen muss gerechnet werden.
Mitte Juli 2015 wurde dar√ľber hinaus offiziell bekannt gegeben, dass ab sofort auch Gesch√§ftsreisende elektronische Visa beantragen k√∂nnen.

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Die Ein- und Ausfuhr ausl√§ndischer Devisen ist in unbegrenzter H√∂he zul√§ssig; ausl√§ndische Besucher m√ľssen jedoch Betr√§ge, die (insgesamt) den Gegenwert von USD 10.000 √ľbersteigen, deklarieren. Die Ein- und Ausfuhr der Landesw√§hrung Kyat ist nicht gestattet.

Tragbare Computer (z. B. Laptops oder Notebooks) k√∂nnen ohne vorherige Genehmigung eingef√ľhrt werden. Das Gleiche gilt f√ľr Mobiltelefone. Die Einfuhr und der Betrieb von Satellitentelefonen bed√ľrfen jedoch weiterhin der vorherigen Genehmigung durch das myanmarische Post & Telecommunications Department.

Einfuhrverbote bestehen u. a. f√ľr Waffen, pornographische Materialien, Spielkarten und Gegenst√§nde, die die Staatsflagge Myanmars und/oder das Bildnis Buddhas oder myanmarischer Pagoden zeigen. Die Abbildungen von myanmarischen Sehensw√ľrdigkeiten (Buddhas, Pagoden) auf Reisef√ľhrern sind unbedenklich.

Die Ausfuhr von Antiquit√§ten ist streng verboten. Zuwiderhandlungen k√∂nnen zu sofortiger Festnahme und mehrmonatiger Haft f√ľhren. Die Ausfuhr von Edelsteinen (sowohl ungeschliffen, als auch geschliffen und/oder gefasst), von Schmuck und Silber ist nur gegen Vorlage der Kaufquittung eines staatlich zugelassenen H√§ndlers zul√§ssig.

Nach dem Washingtoner Artenschutz√ľbereinkommen d√ľrfen bestimmte Tiere und Erzeugnisse daraus nicht in die Bundesrepublik Deutschland eingef√ľhrt werden. Dazu geh√∂ren zum Bespiel Schildkr√∂ten/ Schildpatt. N√§here Informationen k√∂nnen beim Bundesamt f√ľr Naturschutz und beim Zoll (http://ift.tt/1gEUCNo oder www.zoll.de) erlangt werden.

Ausnahmslos alle Reisegep√§ckst√ľcke werden bei Ein- und Ausreise, aber auch auf Inlandsfl√ľgen durchleuchtet und vereinzelt auch von Hand durchsucht.

Zollinformationen zur Einfuhr von Waren sind direkt bei der Botschaft des Ziellandes zu erhalten. Nur dort kann eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Kritik an der Regierung ist unter Umst√§nden strafbar und ausl√§ndische Besucher m√ľssen immer noch damit rechnen, √ľberwacht zu werden. Politische Bet√§tigung ist verboten. Ausl√§ndische Staatsangeh√∂rige sind bereits mehrfach wegen Verst√∂√üen gegen diese Bestimmungen inhaftiert und/oder ausgewiesen worden. In Einzelf√§llen wurden langj√§hrige Haftstrafen verh√§ngt.

Milit√§rische Einrichtungen, Uniformierte sowie strategisch bedeutende Infrastruktureinrichtungen wie Br√ľcken d√ľrfen nicht fotografiert werden.

Der Besitz schon geringer Mengen von Drogen, einschlie√ülich so genannter ‚Äěweicher Drogen‚Äú, wird mit langj√§hrigen Haftstrafen bestraft, in besonders schweren F√§llen kann die Todesstrafe verh√§ngt werden.

Myanmarische Vorstellungen zur Sexualmoral unterscheiden sich teilweise deutlich von denen in Europa oder anderen Ländern der Region.

Prostitution und der Besitz von pornographischen Materialien sind strafbar.  

Homosexualit√§t wird nicht ausdr√ľcklich im myanmarischen Strafrecht genannt, kann jedoch unter Art. 377 des Penal Code (‚ÄěUnnatural Offences‚Äú) verfolgt werden und zu einer bis zu lebensl√§nglichen Freiheitsstrafe f√ľhren. Tats√§chliche Verurteilungen sind bislang nicht bekannt geworden, zumal die buddhistische Kultur gegen√ľber diskret gef√ľhrten homosexuellen Beziehungen eine gewisse Toleranz aufweist. Ein offenerer Umgang mit Homosexualit√§t ist z.B. in Form von Foto-Ausstellungen in j√ľngster Zeit in Rangun erkennbar, ansonsten aber derzeit in Myanmar nicht m√∂glich.

Bei sexuellem Missbrauch von Kindern drohen langj√§hrige Haftstrafen. Dar√ľber hinaus werden solche Straftaten auch in Deutschland verfolgt.

Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften. Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gem√§√ü dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und ggf. zu vervollst√§ndigen. Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern, R√∂teln (MMR),Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und  Poliomvelitis (Kinderlähmung), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch den Stich haupts√§chlich tagaktiver, infizierter M√ľcken √ľbertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht m√∂glich. Dengue Fieber tritt in Myanmar h√§ufig auf, vorwiegend w√§hrend der Regenperioden. Stadtgebiete sind oftmals stark betroffen, mit einem √úbertragungsrisiko ist aber landesweit zu rechnen. Konsequente Barrierema√ünahmen (Schutz vor M√ľckenstichen, s. u.) sind die einzig m√∂glichen Schutzma√ünahmen.

Zika-Virus-Infektion

Es gibt Hinweise, dass in S√ľdostasien das Zika-Virus seit etwa 40 Jahren zirkuliert. Aus den letzten zehn Jahren wurden Einzelf√§lle von Erkrankungen gemeldet, ohne dass bisher gr√∂√üere Ausbr√ľche bekannt geworden sind. Das Infektionsrisiko ist daher au√üerhalb von Ausbruchsituationen als minimal einzusch√§tzen. Zika-Virus-Infektionen verlaufen klinisch √§hnlich wie Dengue-Fieber, allerdings stellen sie f√ľr ungeborene Kinder eine Gefahr dar. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verf√ľgung. Auf eine ganzt√§gige, konsequente Anwendung pers√∂nlicher Schutzma√ünahmen zur Vermeidung von M√ľckenstichen sollte geachtet werden, siehe auch: Schutzma√ünahmen M√ľckenstiche .

Chikungunya-Fieber

Chikungunya Fieber ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter M√ľcken √ľbertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z. T. langanhaltenden Gelenkschmerzen, die in Myanmar immer wieder auftreten kann. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung,

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen oft bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb ist ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz (s.u.) und ggf. eine vorbeugende Schutzimpfung wichtig.

Malaria

In Myanmar besteht ganzj√§hrig ein Malariarisiko, verst√§rkt in den Regenperioden (M√§rz ‚Äď Dezember). Zunehmende Artemisinin-Resistenzen werden berichtet. Ein mittleres Risiko (h√∂her in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) besteht vor allem im S√ľdosten (Karen, Kayah, Tenasserim, √∂stliches Shan), besonders im Grenzgebiet zu Thailand sowie im Westen (s√ľdwestliches Chin mit Grenzgebiet zu Bangladesch und Indien). Ein geringes Risiko besteht in den √ľbrigen Landesteilen. H√∂henlagen √ľber 1000m sowie die Stadtgebiete von Rangun und Mandalay gelten als malariafrei.

Die √úbertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (in Myanmar ca. 65% der F√§lle) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe ist je nach Reiseprofil die Mitnahme einer Notfallselbsttherapie sinnvoll (siehe www.dtg.org). Hierf√ľr wird in Myanmar nur Atovaquon/Proguanil (z.B. Malarone¬ģ) empfohlen. ¬†Die Auswahl der Medikamente und deren pers√∂nliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der m√ľckengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • k√∂rperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ¬†
  • tags√ľber (u.a.Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria, Japanische Enzephalitis!) ¬†Insektenschutzmittel auf alle freien K√∂rperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem impr√§gnierten Moskitonetz zu schlafen
  • m√∂glichst Aufenthalt in m√ľckengesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlage)

HIV / Aids

HIV/AIDS ist mittlerweile auch in Myanmar, insbesondere in gr√∂√üeren St√§dten und in den Grenzgebieten, ein gravierendes Problem. Gef√§hrdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungesch√ľtzte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen, T√§towierungen und Bluttransfusionen k√∂nnen ein lebensgef√§hrliches Risiko bergen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen treten in Myanmar sehr häufig auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Vereinzelte Cholerafälle treten vor allem in der Regenzeit auf und sind durch entsprechende Hygiene ebenfalls vermeidbar.

Einige Grundregeln

Ausschlie√ülich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrsp√ľlen und Z√§hneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Sch√§len oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie m√∂glich mit Seife die H√§nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. H√§ndedesinfektion, wo angebracht, durchf√ľhren, Einmalhandt√ľcher verwenden.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelm√§√üig t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und damit √úbertragung einer Tollwut. Die notwendigen medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Myanmar nicht immer m√∂glich. Einen zuverl√§ssigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung f√ľr Reisen nach Myanmar eine besondere Bedeutung zu.

Aviäre Influenza

Auch in Myanmar treten immer wieder F√§lle der klassischen Gefl√ľgelpest (hochpathogene Form der avi√§ren Influenza, ‚ÄěVogelgrippe‚Äú) auf. Im November 2007 wurde erstmalig die Infektion eines Menschen best√§tigt, weitere F√§lle sind nicht bekannt.

Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ver√∂ffentlichte Information ‚ÄěHinweise an Reisende zur Vogelgrippe‚Äú unter www.bmelv.de.

Tuberkulose

Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europ√§isch ausgebildete englisch-/franz√∂sischsprechende √Ąrzte. Ein ausreichender, weltweit g√ľltiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverl√§ssige Reiser√ľckholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs von den ¬†z. T. hohen Temperaturen gesch√ľtzt werden.

Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (siehe z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Myanmar bewusst sein.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2gaOdi3

T√ľrkei

T√ľrkei: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 24.11.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 24.11.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†Aktuelle Hinweise

 


Aktuelle Hinweise

Am 24. November 2016 kam es nahe des Gouverneursamts in Adana zu einem Anschlag auch mit Todesopfern, am 25. Oktober 2016 in Antalya zu einer Explosion mit Verletzten. N√§here Hintergr√ľnde sind nicht bekannt, es gibt jedoch keine Hinweise auf eine Angriffsabsicht auf ausl√§ndische oder touristische Ziele.¬†¬†
Bereits am 14. Oktober 2016 ist es zwischen Antalya und Kemer zu einem Anschlag ohne Personenschaden gekommen.

Am 15. Juli 2016 kam es in der T√ľrkei zu einem Putschversuch. Die t√ľrkische Regierung hat daraufhin den Notstand nach Art. 119 und 120 der t√ľrkischen Verfassung und des Notstandgesetzes von 1983 ausgerufen. Dieser galt zun√§chst f√ľr drei Monate und in allen 81 Provinzen der T√ľrkei. Im Oktober wurde die Verl√§ngerung des Ausnahmezustands, √ľber den 18.10.2016 hinaus, um weitere drei Monate beschlossen. Hiermit k√∂nnen u. a. Ausgangssperren kurzfristig verh√§ngt, Durchsuchungen vorgenommen und allgemeine Personenkontrollen jederzeit durchgef√ľhrt werden. Personen, gegen die t√ľrkische Beh√∂rden strafrechtlich vorgehen (etwa im Nachgang des Putschversuchs oder bei Verdacht auf Verbindungen zur sogenannten G√ľlen-Bewegung), kann die Ausreise untersagt werden. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass unbeachtlich des gesetzlichen Anspruchs deutscher Staatsangeh√∂riger auf konsularischen Rat und Beistand, konsularischer Schutz gegen√ľber hoheitlichen Ma√ünahmen der t√ľrkischen Regierung und ihrer Beh√∂rden nicht in jedem Fall gew√§hrt werden kann, wenn der oder die Betroffene auch die t√ľrkische Staatsangeh√∂rigkeit besitzt.

Reisenden in der T√ľrkei wird dringend empfohlen, sich besonders umsichtig zu verhalten, immer ein g√ľltiges Ausweisdokument mit sich zu f√ľhren und die Medienberichterstattung sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen.¬†

Reisenden wird außerdem enger Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie empfohlen. Im Reiseverkehr kann es weiterhin zu Beeinträchtigungen und insbesondere zu verstärkten Sicherheitskontrollen an den Flughäfen kommen.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschl√§gen zu rechnen. Im S√ľdosten der T√ľrkei hat sich die Zahl der Anschl√§ge in den letzten Wochen erh√∂ht. Die Kurdische Arbeiterpartei PKK hat im August 2016 landesweite Anschl√§ge angek√ľndigt.

Auch bei Reisen √ľber Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Das t√ľrkische Milit√§r hat am 24. August 2016 mit milit√§rischen Aktionen in Syrien begonnen und dazu die Stadt Karkamis an der t√ľrkisch-syrischen Grenze evakuiert.

Von Reisen in das Grenzgebiet der T√ľrkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die St√§dte DiyarbakńĪr, Cizre, Silopi, Idil, Y√ľksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, ŇěńĪrnak und Hakk√Ęri wird dringend abgeraten.¬†

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Am 28. Juni 2016 wurde am internationalen Flughafen Istanbul Atat√ľrk (IST) ein schwerer Terroranschlag ver√ľbt, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden. Seit Januar 2015 kam es auch in der Istanbuler Innenstadt wiederholt zu schweren Attentaten mit zahlreichen Verletzten und Toten (zuletzt am 12. Januar 2016, 19. M√§rz 2016 und 7. Juni 2016). Die Hauptstadt Ankara war ebenfalls von Anschl√§gen betroffen: Dort detonierten am 17. Februar und am 13. M√§rz 2016 Autobomben.

Am 20. August 2016 wurden bei einem Anschlag auf eine Hochzeitsfeier in Gaziantep mehr als 50 Personen getötet und rund 200 Personen verletzt.

Aus den touristischen Reisezielen entlang der Mittelmeerk√ľste wurden bislang keine sicherheitsrelevanten Ereignisse gemeldet, bei denen ausl√§ndische Touristen zu Schaden gekommen sind.

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von Anschl√§gen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-milit√§rische Ziele muss aber in allen Teilen der T√ľrkei grunds√§tzlich von einer terroristischen Gef√§hrdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der T√ľrkei aufhalten oder dorthin reisen m√∂chten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf √∂ffentlichen Pl√§tzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und Milit√§reinrichtungen sollten gemieden werden. In Folge des gescheiterten Staatsstreichs soll es vereinzelt zu aggressiven √úbergriffen von Anh√§ngern politischer Lager gegen auch vermeintlich Andersdenkende kommen. Es wird dringend geraten, auf solche Eskalationen zu achten und sich umgehend zu entfernen und einen sicheren Ort aufzusuchen. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des √∂ffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Ma√ü eingeschr√§nkt werden.

Deutschen, die sich l√§ngerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: http://elefand.diplo.de ) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen DiyarbakńĪr, Mardin, Batman, Bitlis, Bing√∂l, Siirt, MuŇü, Tunceli, ŇěńĪrnak, Hakk√Ęri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt.

Generell wird geraten, den Anweisungen der t√ľrkischen Sicherheitskr√§fte Folge zu leisten.¬†

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen t√ľrkischen Sicherheitskr√§ften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen. Seit Mitte Dezember 2015 haben die t√ľrkischen Sicherheitskr√§fte Operationen gegen die PKK verst√§rkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und St√§dten im S√ľdosten des Landes muss mit l√§ngeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden.¬†

Reisen √ľber Land

Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Die milit√§rischen Auseinandersetzungen zwischen den t√ľrkischen Sicherheitskr√§ften und der PKK¬†haben sich seit Mitte Dezember versch√§rft. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, ŇěanlńĪurfa, DiyarbakńĪr, Mardin, Batman, Bitlis, Bing√∂l, Siirt, MuŇü, Tunceli, ŇěńĪrnak, Hakk√Ęri und Van besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden (ansonsten s. unter ‚ÄěAktuelle Hinweise‚Äú). Es wird weiterhin zu gr√∂√üter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den letzten Monaten wurden mehrfach ‚Äězeitweilige Sicherheitszonen‚Äú eingerichtet und Ausgangssperren verh√§ngt, darunter in Cizre, Silopi, Nusaybin, in Stadtteilen von¬†DiyarbakńĪr und in Silvan. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten, eine Verletzung der Ausgangssperren kann im Falle von Kampfhandlungen lebensgef√§hrlich sein. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und Verh√§ngung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet s√ľd√∂stlich von Hakk√Ęri entlang der Grenze zum Irak sowie in DiyarbakńĪr und Umgebung sowie s√ľd√∂stlich der Ortschaft Cizre (Dreil√§ndereck T√ľrkei ‚Äď Syrien ‚Äď Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, Hakk√Ęri, Batman und A«ßrńĪ.

Die t√ľrkischen Beh√∂rden erteilen aus Sicherheitsgr√ľnden keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die T√ľrkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen grunds√§tzlich herzlich und offen empf√§ngt. Wie auch in anderen Urlaubsl√§ndern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu k√∂nnen.

Militärische Sperrgebiete, Sicherheitszonen und -Einrichtungen

Milit√§rsperrgebiete sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen. F√ľr solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot f√ľr das Betreten und Fotografieren. Reisenden, die beabsichtigen, die entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu bereisen, wird geraten, vor Reiseantritt das f√ľr ihren Wohnort zust√§ndige t√ľrkische Generalkonsulat oder die t√ľrkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der bereisten Region zu fragen. Au√üerdem ist es empfehlenswert, sich w√§hrend der Reise tagesaktuell bei der √∂rtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen. Von Reisen in bestimmte Gebiete im S√ľdosten des Landes wird dringend abgeraten (s. Sicherheitshinweise).

Zu beachten ist grunds√§tzlich, dass bez√ľglich milit√§rischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelm√§√üig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Das gilt insbesondere f√ľr Grenzanlagen. Auch wenn ein solches nicht ausdr√ľcklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen absehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Weisungen t√ľrkischer Sicherheitskr√§fte ist unbedingt Folge zu leisten.

Umgang mit sexuellen Minderheiten
Homosexualit√§t ist in der T√ľrkei nicht strafbar. An der j√§hrlich stattfindenden Pride Parade in Istanbul nahmen bis 2014 mehrere zehntausend Menschen teil. 2015 und 2016 ist die Parade von den t√ľrkischen Beh√∂rden jedoch untersagt worden.Es wird ¬†auf Vorf√§lle von Gewalt nicht-staatlicher Seite hingewiesen, bei denen es zu √úbergriffen auf LGBTI Personen gekommen ist. Mit z.T. starken Vorurteilen gegen√ľber dieser Personengruppe in der t√ľrkischen Gesellschaft sollte deshalb gerechnet werden.

Zahlungsmittel
In vielen Gebieten der T√ľrkei, selbst in gr√∂√üeren St√§dten, ist es problematisch Reiseschecks einzul√∂sen. Allerdings l√§sst sich mit einer deutschen EC-Karte in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abheben (wenn beide mit dem Symbol ‚ÄěMaestro‚Äú versehen sind).

Auch Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert. In den meisten Fällen muss man dazu zusätzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Taxi
Grunds√§tzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei l√§ngeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Bei viel Gep√§ck wird z. T. ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher √ľber den ungef√§hren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird. Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Straßenverkehr
Der t√ľrkische Stra√üenverkehr, vor allen Dingen in den St√§dten, ist meist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Stra√üenverkehrsordnung werden oft nicht eingehalten. Man sollte sich defensiv verhalten und sich nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da bei vermeintlichen oder tats√§chlichen Verkehrsverst√∂√üen aggressive Reaktionen anderer Autofahrer drohen k√∂nnen.¬†

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf gr√∂√üeren Verbindungsstra√üen, sind mit erh√∂hten Gefahren verbunden, gerade auch im Hinblick auf die fehlende Beleuchtung, und sollten vermieden werden. Wer im Auto √ľbernachten m√∂chte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen.

Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch gepr√ľft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine Gew√§hr √ľbernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die √ľber Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verf√ľgen.¬†¬†

Bahnreisen

Die k√ľrzlich er√∂ffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul wurde trotz Warnungen von Experten bereits f√ľr den Zugverkehr ge√∂ffnet, ist jedoch bisher nicht v√∂llig fertiggestellt. Deswegen besteht auf dieser Strecke derzeit noch ein erh√∂htes Risiko von Zugausf√§llen und Unf√§llen.

Hinweise f√ľr Menschen mit Behinderungen:
In der T√ľrkei gibt es nur an wenigen Orten eine behindertengerechte Infrastruktur. Dies gilt auch f√ľr √∂ffentliche Einrichtungen. Der teilweise schlechte Zustand der Gehwege auch in Gro√üst√§dten kann die Mobilit√§t von gehbehinderten Menschen deutlich einschr√§nken.

Ausfl√ľge
Bei angebotenen Ausfl√ľgen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die m√∂gliche Aus√ľbung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. sp√§ter auch bei den Reiseveranstaltern beschweren.

Alkohol
Die t√ľrkische Regulierungsbeh√∂rde f√ľr Tabakwaren und Alkoholika (TAPDK) macht auf die Gefahr durch den Verzehr von gepanschtem Alkohol aufmerksam und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenzierung (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbesch√§digte, blau-t√ľrkisfarbene Banderole) zu achten.

Kriminalität
Die T√ľrkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgepr√§gter Gewaltkriminalit√§t aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Gro√üstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von Stra√üendiebst√§hlen, besonders in belebten Zonen, ist in Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldb√∂rsen √ľberall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyońülu wurden vermehrt Betrugsf√§lle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschlie√üend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem √ľberh√∂hten Rechnung eine gr√∂√üere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

In Istanbul kommt es immer wieder zu zahlreichen Passdiebst√§hlen. Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt Reisenden, P√§sse und Ausweispapiere an sicherer Stelle zu verwahren (etwa im Hotel-Safe) und lediglich Kopien mitzuf√ľhren.

Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor Betr√ľgern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugeh√∂rigen PIN-Code auszusp√§hen, um dann mit gef√§lschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.

Informationen der deutschen Botschaft Ankara zufolge sind deutsche T√ľrkei-Urlauber nach ihrer R√ľckkehr in das Bundesgebiet in letzter Zeit Opfer von Betrugsf√§llen geworden. Unter dem Vorwand einer f√§lligen Steuerr√ľckzahlung oder einer Geb√ľhr f√ľr einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer Geld√ľberweisung per Western Union Transfer in die T√ľrkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, sich in solchen F√§llen vorab an die zust√§nden Polizeibeh√∂rden in Deutschland zu wenden.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: grundsätzlich ja, Einschränkungen s. u.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Nicht m√∂glich ist die Einreise in die T√ľrkei mit einem von der Bundespolizei f√ľr Notf√§lle ausgestellten Reiseausweis als Passersatz.
Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Empfehlungen

Die T√ľrkei ist Vertragspartei des Europ√§ischen √úbereinkommens √ľber die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.

Bei der Einreise kann der Reisepass, der vorläufige Reisepass, der Personalausweis oder der Kinderreisepass auch seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, nicht jedoch der vorläufige Personalausweis.

Dies gilt f√ľr die folgenden Grenz√ľberg√§nge:

‚Äď am griechisch-t√ľrkischen Grenz√ľbergang

‚Äď an den Grenz√ľberg√§ngen in Istanbul, Izmir, √áanakkale, Muńüla, Antalya, Mersin, Iskenderun und AydńĪn

‚Äď an den Flugh√§fen YeŇüilk√∂y (Istanbul) und Esenbońüa (Ankara).

Es kann jedoch bei der Ausreise aus der T√ľrkei mit abgelaufenen Ausweisdokumenten, insbesondere an den Landgrenzen in Edirne und Ipsala, zu Problemen kommen. Reisenden wird empfohlen, sich bereits vor der Reise in die T√ľrkei um g√ľltige Ausweisdokumente zu k√ľmmern.

Bei der Einreise mit dem vorläufigen Personalausweis hat es in der Vergangenheit ebenfalls Probleme gegeben, so dass die Einreise damit nicht weiter empfohlen werden kann.

Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieses Dokument noch mindestens √ľber eine leere Seite verf√ľgen.

In der Vergangenheit kam es zu Zur√ľckweisungen an der Grenze, weil Eltern ohne g√ľltige Einreisedokumente f√ľr ihre Kinder einreisen wollten. In solchen F√§llen k√∂nnen auch die deutschen Auslandsvertretungen in der T√ľrkei keine Abhilfe schaffen.
Reisenden wird empfohlen, sich stets ausweisen zu können.

Visum

Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen visumfrei im Land aufhalten. K√ľrzere, in diesen Zeitraum fallende Aufenthalte werden addiert. Damit soll die Rechtslage in der T√ľrkei grunds√§tzlich der in Deutschland geltenden angepasst werden.
Die bisherige Praxis, nach einer eint√§gigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begr√ľnden, ist seit dem 1. Februar 2012 nicht mehr m√∂glich.

Personen, die sich bereits in der T√ľrkei aufhalten und einen l√§ngeren Aufenthalt planen, k√∂nnen innerhalb von 90 Tagen nach Einreise vor Ort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dazu muss der Reisepass noch 90 Tage √ľber den beabsichtigten Aufenthalt hinaus g√ľltig sein. Ist bereits vor Einreise ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, sollte bei einer t√ľrkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragt werden.¬†Reisenden wird empfohlen, sich in Zweifelsfragen an die t√ľrkischen Beh√∂rden, Konsulate oder Rechtsanw√§lte zu wenden, insbesondere dann wenn h√§ufigere langfristige Aufenthalte in der T√ľrkei beabsichtigt sind.

Deutsche Staatsangeh√∂rige, die in der Vergangenheit ein Visum zur Besteigung des Ararat eingeholt haben, ben√∂tigen f√ľr einen dar√ľber hinausgehenden Aufenthalt in der T√ľrkei eine Erlaubnis, die umgehend nach Ende der Bergtour bei¬† der Ausl√§nderpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet m√ľd√ľr√ľl√ľńü√ľ) einzuholen ist.

Von Deutschland ausgestellte Reisedokumente oder Reiseausweise f√ľr Ausl√§nder anderer Nationalit√§ten werden von der T√ľrkei anerkannt. F√ľr die Einreise in die T√ľrkei wird jedoch ausnahmslos ein Visum ben√∂tigt, das vorab bei einem t√ľrkischen Generalkonsulat einzuholen ist. T√ľrkische Staatsangeh√∂rige sollten grunds√§tzlich mit einem t√ľrkischen Pass reisen. Eine Einreise ist zwar m√∂glich, die Ausreise aus der T√ľrkei mit einem von deutschen Beh√∂rden ausgestellten Pass dagegen nicht immer.

Bei der Reise in die T√ľrkei auf dem Landweg m√ľssen auch die Einreisebestimmungen der Transitl√§nder beachtet werden. In Serbien sind seit dem 12.06.2010 eine Einreise und ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen mit dem Bundespersonalausweis m√∂glich.

Hinweise zur Einreise von Minderjährigen

Besondere Vorschriften f√ľr allein reisende Minderj√§hrige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil gibt es nicht, solange ihre Ausreise aus Deutschland legal erfolgte.

Kinder t√ľrkischer Eltern, die sowohl die deutsche als auch die t√ľrkische Staatsangeh√∂rigkeit besitzen, ben√∂tigen zur Wiedereinreise nach Deutschland einen deutschen¬†Kinderreisepass, Reisepass oder Personalausweis, der vor Abreise bei der zust√§ndigen deutschen Beh√∂rde beantragt werden muss.

Weiterreise in Drittländer

Grunds√§tzlich ist das notwendige Visum f√ľr eine Weiterreise in die Nachbarstaaten bereits vor der Abreise aus Deutschland bei den entsprechenden Auslandsvertretungen in Deutschland einzuholen. Eine Antragstellung bei den Konsulaten in der T√ľrkei ist in der Regel nicht m√∂glich.

F√ľr Reisende, die √ľber die T√ľrkei nach Afghanistan, Indien, Pakistan, Nigeria oder Tadschikistan reisen m√∂chten, teilte das Gesundheitsministeriums der T√ľrkei im Juli 2011 mit, dass aufgrund der hohen Anzahl an Polioerkrankungen (= Kinderl√§hmung) in den entsprechenden L√§ndern der o. g. Personenkreis eine Dosis Schluckimpfung (zwei Tropfen) gegen Polio bei der Ausreise erhalten soll, sofern nicht bescheinigt werden kann, dass innerhalb des letzten Monats vor Reisebeginn eine solche Impfung bereits vorgenommen wurde. Wenn die Impfung abgelehnt wird, ist eine schriftliche Erkl√§rung abzugeben. Eine Ablehnung der Impfung kann die Verweigerung der (Wieder)Einreise zur Folge haben.

Weiterreise nach Georgien

Die Reise von der T√ľrkei nach Georgien ist nur mit einem g√ľltigen Reisepass m√∂glich.

Weiterreise in den Irak

Die Ausreise aus der T√ľrkei in den Irak ist seit dem 01.07.2004 nur f√ľr Inhaber eines f√ľr Irak g√ľltigen Visums m√∂glich. In diesem Zusammenhang wird auf die Reisewarnung des Ausw√§rtigen Amts f√ľr Irak hingewiesen. Deutsche Staatsangeh√∂rige sind seit dem 01.07.2004 visumspflichtig.

Weiterreise nach Syrien

Anl√§sslich der aktuellen Situation in Syrien warnt das Ausw√§rtige Amt ausdr√ľcklich vor Reisen in dieses Land.¬†Es wird auf die Reisewarnung des Ausw√§rtigen Amts f√ľr Syrien¬†hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der T√ľrkei und Syrien verst√§rkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangeh√∂rige an der Flucht in die T√ľrkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der T√ľrkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch f√ľr vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die T√ľrkei aus L√§ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind

Die Einreise in die T√ľrkei ist aus L√§ndern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass m√∂glich.¬†

Einreise mit dem Pkw

Bei der Einreise in die T√ľrkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzuf√ľhren, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der t√ľrkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der sp√§testen Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein √úberschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches √ľbersteigen k√∂nnen, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die gr√ľne Versicherungskarte nur im europ√§ischen Teil der T√ľrkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze f√ľr die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und pr√ľfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der T√ľrkei nicht bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten ist oder gegen Aufpreis f√ľr den Zeitraum inkludiert werden kann.

Falls der Halter des Fahrzeugs nicht identisch ist mit dem Reisenden, muss der Reisende/Fahrer √ľber eine Vollmacht des Eigent√ľmers verf√ľgen, die bei einer t√ľrkischen Auslandsvertretung in Deutschland ausgestellt oder beglaubigt sein sollte. Einzelheiten zum Verfahren kl√§ren Sie bitte vor Abreise, um mehrt√§gige Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

In der T√ľrkei gilt f√ľr Auto- und Motorradfahrer eine 0,5 Promillegrenze. F√ľr das F√ľhren von Lastkraftwagen, PKW mit Anh√§nger und Bussen (Fahrzeuge zur Personenbef√∂rderung) gilt eine 0,0 Promillegrenze. Die Strafen bei Verkehrsdelikten wurden in j√ľngster Zeit drastisch erh√∂ht.

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

F√ľr Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen in die T√ľrkei ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr aus der T√ľrkei ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000,- US Dollar (US-$) oder Gegenwert in TL gestattet. Die beim Geldumtausch in der T√ľrkei ausgeh√§ndigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem R√ľckumtausch von TL in eine ausl√§ndische W√§hrung bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Reisende d√ľrfen pers√∂nlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US-$ ein- und ausf√ľhren. Bei einem h√∂heren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der T√ľrkei sind Nachweise bei der Ausfuhr erforderlich.

Im √úbrigen d√ľrfen folgende Waren bei Einreise in die T√ľrkei pro Person mitgef√ľhrt werden (gilt nicht f√ľr Transitreisende):

Persönliche Habe

Gegenst√§nde des pers√∂nlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300,- Euro (‚ā¨) d√ľrfen zollfrei in die T√ľrkei eingef√ľhrt werden.

Reisemitbringsel

400 St√ľck Zigaretten, 100 St√ľck Zigarillos (max. 3 g/St√ľck) oder 50 St√ľck Zigarren, 250 g Zigarettentabak (inkl. 200 St√ľck Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200g Kautabak oder 200g blauer Tabak oder 50g Schnupftabak, 1 Liter Getr√§nke, die einen Alkoholgehalt √ľber 22% Alkohol enthalten, 1 Liter Getr√§nke, die einen Alkoholgehalt bis zu 22% Alkohol enthalten

(Reisende unter 18 Jahren d√ľrfen die oben genannten Gegenst√§nde nicht einf√ľhren)

Eau de Cologne, K√∂lnisch Wasser, Lavendelwasser, Parf√ľm, Essenz oder Lotionen (h√∂chstens 600 ml Gesamtmenge) sowie f√ľnf St√ľcke Hautpflegemittel und Toilettenartikel, 1 kg Kaffee, 1 kg l√∂slicher Kaffee, 1kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg S√ľ√üigkeiten

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei dem Zollamt Ihres Ziellandes, z. B.¬†www.gtb.gov.tr. Anfragen k√∂nnen in englischer oder franz√∂sischer Sprache gestellt werden. Weiterhin besteht die M√∂glichkeit, die t√ľrkische Botschaft oder eines der t√ľrkischen Generalkonsulate in Deutschland zu kontaktieren. Nur dort k√∂nnen Ihnen¬†rechtsverbindliche Ausk√ľnfte gegeben werden.

Die oben genannten Angaben gelten f√ľr die Einfuhr von Waren in die T√ľrkei. Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Informationen zu Hilfstransporten in die T√ľrkei bzw. im Transitverkehr durch die T√ľrkei in Drittl√§nder finden Sie unter Zollvorschriften.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der T√ľrkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der T√ľrkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 ‚Äď 20 Jahre Gef√§ngnis f√ľr Einfuhr, 6 ‚Äď 12 Jahre Gef√§ngnis f√ľr Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (Gef√§ngnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von ‚ÄěKultur- und Naturg√ľtern‚Äú, da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei Verst√∂√üen sind auch f√ľr Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- ‚ā¨) g√§ngige Praxis, auch wenn es sich um Antiquit√§ten bzw. alt aussehende Gegenst√§nde von vermeintlich geringem Wert handelt. In Einzelf√§llen wurden Haftstrafen verh√§ngt. Es wird daher nachdr√ľcklich davor gewarnt, von H√§ndlern z. B. Antiquit√§ten, alte M√ľnzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbeh√∂rden legen den Begriff ‚ÄúAntiquit√§ten‚ÄĚ weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es f√ľr Reisende praktisch unm√∂glich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als Antiquit√§t gesch√ľtzt ist, sollten Reisende, die √ľber keine entsprechende Genehmigung der zust√§ndigen t√ľrkischen Beh√∂rden verf√ľgen, generell Steine, M√ľnzen, Fossilien und alt aussehende Gegenst√§nde nicht in ihrem Reisegep√§ck auszuf√ľhren versuchen. Grunds√§tzlich besteht jedoch die M√∂glichkeit, bei den dem t√ľrkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug (auch Camping-Messer) ist ohne besondere Erlaubnis verboten.

Es wird dringend davon abgeraten, in der √Ėffentlichkeit politische √Ąu√üerungen gegen den t√ľrkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de f√ľr Kinder und Erwachsene anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und zu vervollst√§ndigen. Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderl√§hmung) und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern R√∂teln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Typhus (je nach Region!) empfohlen. 

Malaria

Die T√ľrkei ist malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im S√ľden und Westen des Landes. Nur in den Grenzregionen zu Syrien und Irak gibt es ein geringes bis mittleres Malariarisiko (nur die weniger gef√§hrliche Form der Malaria tertiana zwischen Mai bis Oktober).

Die √úbertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-M√ľcken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber

Selten kommt es, besonders in l√§ndlichen Gebieten, zum Ausbruch von Krim-Kongo-H√§morrhagischem Fieber, eine von Zecken √ľbertragene Viruserkrankung, die t√∂dlich verlaufen kann (letzter Ausbruch 2012, 7 Todesf√§lle).

Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:

  • k√∂rperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien K√∂rperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen), Piercing, T√§towierungen und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Die HIV Inzidenz ist in der T√ľrkei allerdings sehr gering (< 0,01 % der Bev√∂lkerung).

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschlie√ülich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, sch√§len oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie m√∂glich mit Seife die H√§nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. H√§ndedesinfektion, wo angebracht, durchf√ľhren, Einmalhandt√ľcher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die √§rztlichen Behandlungsm√∂glichkeiten in den Gro√üst√§dten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die gro√üe Anzahl privater Krankenh√§user¬† bieten ein ann√§hernd europ√§isches Niveau. Die medizinische Versorgung in l√§ndlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener g√ľltiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverl√§ssige Reiser√ľckholversicherung abzuschlie√üen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend gesch√ľtzt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei Einf√ľhrung von verschreibungspflichtigen Medikamenten f√ľr den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu f√ľhren, die die medizinische Notwendigkeit best√§tigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die T√ľrkei ggf. durch einen Reisemediziner beraten, siehe www.dtg.org.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2fvlnIn

Das zweistimmige Gebet, das die Therapeutinnen zart vor jeder Anwendung anstimmen; die zusammen mit den jungen M√∂nchen von Rishikesh durchgef√ľhrte Feuer-Zeremonie zum Sonnenuntergang am Fluss; oder die pers√∂nlich abgestimmte ayurvedische Kost, die trotz ihrer heilenden Wirkung schmeckt wie ein indischer Gew√ľrzmarkt.

Weiterlesen: Yoga, Ayurveda, Indien, Himalaya, Julia in Action, Julia Bauer, Spa, Wellness, Reise, Fernreisen, Blogs, Germany News

von Reisen ein Huffington Post Germany mehr auf http://ift.tt/2fqFUxK

Nepal

Nepal: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 22.11.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 22.11.2016)

Letzte √Ąnderungen:

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Allgemeine Reiseinformationen


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Bandhs/ Streiks

Grunds√§tzlich muss in Nepal jederzeit mit kurzfristig ausgerufenen ‚ÄěBandhs‚Äú (Zwangsstreiks jedweder Art), auch im Kathmandu-Tal, und Blockaden/Stra√üensperren gerechnet werden; manchmal werden diese auch gewaltsam durchgesetzt. Letzteres gilt auch f√ľr sog. Transportstreiks. Nach den bisherigen Erfahrungen k√∂nnen diese Protestaktionen das √∂ffentliche Leben empfindlich st√∂ren bzw. l√§hmen und zu gewaltt√§tigen Auseinandersetzungen mit Gefahr f√ľr Leib und Leben f√ľhren.

Sofern es die Sicherheitslage zul√§sst, bem√ľht sich das Nepal Tourism Board Shuttle-Busse zum Flughafen zu betreiben. N√§here Informationen dazu gibt die Touristenpolizei am jeweiligen Aufenthaltsort.

Es wird empfohlen, jegliche Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden.

Während der Streiks sind Reisen auf dem Landwege nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen möglich. Der Flugverkehr ist von den Bandhs in aller Regel nicht betroffen, evtl. aber der Zu- und Abgang zu den Flughäfen. Zu beachten ist, dass während der Ausgangssperren und Streiks teilweise keine Ambulanzfahrzeuge fahren, Krankenhausmitarbeiter nicht erreichbar sind und auch in Notfällen keine Hilfe durch die Botschaft geleistet werden kann.

Reisen √ľber Land

In Folge des schweren Erdbebens vom 25. April 2015 sowie heftiger Nachbeben gibt es im ganzen Land weiterhin Infrastrukturschäden und unpassierbare Straßen. 

Die schwer betroffenen Distrikte (Gorkha, Kavrepalanchok, Dhading, Nuwakot, Rasuwa mit dem Trekkinggebiet Langtang, Sindupalchok, Dolakha, Ramechhap, Okhaldunga, Makwanpur und Sindhuli) sind durch Erdrutsche oder Gerölllawinen weiterhin teilweise schwer zugänglich. Bei Reisen in diese Gebiete ist daher besondere Vorsicht geboten.  

Reisenden wird empfohlen, sich vor Reisen nach Nepal bei ihrem Reiseveranstalter oder der √∂rtlichen Reiseleitung √ľber die Durchf√ľhrbarkeit der Reise zu informieren und w√§hrend eines Aufenthalts in Nepal die aktuelle √∂rtliche Medienberichterstattung zu verfolgen.

Infolge der nicht immer st√∂rungsfreien Kommunikation k√∂nnen sich in Notf√§llen erhebliche Schwierigkeiten ergeben, weil Hilfeleistungen nicht rechtzeitig organisiert werden k√∂nnen. Es wird darauf hingewiesen, dass Rettungsfl√ľge wetter- und tageszeitbedingt nicht immer rechtzeitig durchgef√ľhrt werden k√∂nnen und Rettungshubschrauber nicht in alle H√∂hen und Landesteile fliegen k√∂nnen.

Das Terai, s√ľdliches Grenzland zu Indien, war in den vergangenen Jahren oftmals Schauplatz von ¬†Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen und den Sicherheitskr√§ften. Im Terai und anderen Gebieten, selbst in Kathmandu, waren in der Vergangenheit vereinzelt auch Fahrzeuge von Diplomaten und internationalen Organisationen Ziel von Angriffen. Gelegentlich wurden Ausl√§nder bedroht.

An den Grenz√ľberg√§ngen zu Indien kann es auf Grund der instabilen politischen Situation sowohl auf nepalesischer als auch auf indischer Seite zu Verz√∂gerungen beim Grenz√ľbertritt kommen.

Kriminalität
Auf Grund der politischen Instabilität und der Unzuverlässigkeit des Rechtssystems ist eine steigende Gewaltbereitschaft und Kriminalität im ganzen Land feststellbar. In touristischen Regionen sind häufiger Taschendiebstähle vorgekommen, in abgelegeneren Gebieten auch durch vorbeifahrende Motorradfahrer.

In den vergangenen Jahren haben mehrere ausl√§ndische Touristinnen Vergewaltigungen in Thamel, dem Touristen-Viertel Kathmandus, sowie in den in Kathmandus s√ľdlicher Nachbarstadt Patan gelegenen Vierteln Sanepa und Jawalakhel angezeigt.¬†Frauen¬†wird deshalb empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit besonders vorsichtig und stets mit Begleitung unterwegs zu sein.

Kriminelle Organisationen und andere Gruppierungen erpressen in vielen Landesteilen nationale und internationale Organisationen, Gesch√§ftsleute und Einzelpersonen und setzen Forderungen teilweise mit Gewalt durch. Auch Trekking-Touristen sind gelegentlich Ziel derartiger ‚ÄěSpenden-Erpressungsversuche‚Äú. Ein ortskundiger F√ľhrer kann in solchen F√§llen deeskalierend wirken.¬†

Im Umgang mit staatlichen Sicherheitskräften ist zu beachten, dass in Nepal teils ein anderes Rechtsverständnis besteht. Nachgiebiges Auftreten wird daher angeraten.

Naturkatastrophen

Das Himalaya-Gebiet gilt insgesamt als stark erdbebengef√§hrdet. Im Falle eines schweren Erdbebens muss davon ausgegangen werden, dass medizinische Einrichtungen und generelle Notfallausstattungen √ľberlastet sind. Es wird daher empfohlen, sich vor Anreise mit den Verhaltensregeln f√ľr den Fall eines Erdbebens vertraut zu machen.

Während der von Juni bis Anfang Oktober andauernden Monsunzeit entstehen in ganz Nepal immer wieder Reisebehinderungen durch plötzlich auftretende Überschwemmungen (insbesondere im Grenzgebiet zu Indien) und Erdrutsche, die auch die Hauptreisewege betreffen können.

Hinweise f√ľr Trekking-Touren

Es wird dringend empfohlen, nicht alleine zu trekken. Die gesundheitlichen Risiken sind in den höher gelegenen Gebieten sehr hoch. Auch kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen gegen allein reisende Trekker.

Weiterhin wird empfohlen, nur bekannte Routen zu begehen, in Gruppen zu bleiben, ausschlie√ülich seri√∂se Agenturen und F√ľhrer zu nutzen sowie vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen. Dar√ľber hinaus sollten sich Reisende bei der Deutschen Botschaft in Kathmandu unter Angabe der Trekking-Route und der Versicherungsdaten bzw. der evtl. Mitgliedschaft in einer Rettungsfluggesellschaft registrieren Die Registrierung kann maximal 10 Tage vor Ihrer geplanten Reise unter http://elefand.diplo.de vorgenommen werden.

Beim Trekking sollten Reisende die Risiken der H√∂henkrankheit nicht untersch√§tzen und¬†bei den ersten Anzeichen (√úbelkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot) absteigen. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit kommt in der Regel jede Hilfe zu sp√§t. Ebenso ist zu bedenken, dass Helikopter-Rettungsfl√ľge wetter- und tageszeitbedingt nicht immer sofort durchgef√ľhrt werden k√∂nnen. Das Ausw√§rtige Amt verweist hierzu auf das Merkblatt zur H√∂henkrankheit.

Alle Trekker m√ľssen ein g√ľltiges TIMS-Certificate (Trekkers‚Äė Information Management System) vorweisen, das von den TIMS-Stellen des Nepal Tourism Board (NTP) bzw. der Trekking Agents Association of Nepal (TAAN) sowohl f√ľr Trekker, die mit einer Agentur reisen¬†als auch f√ľr Individual-Trekker¬†ausgestellt wird. Die Geb√ľhr muss¬†in nepalesischen Rupien entrichtet werden. Reiseagenturen, die diesen Verb√§nden nicht angeh√∂ren, m√ľssen die Zertifikate bei NTB bzw. TAAN einholen. Gelegentlich werden die Zertifikate von hilfsbereiten Vermittlern ausgef√ľllt. Da jeder Tourist f√ľr den Inhalt seiner Genehmigung selbst verantwortlich ist, gilt es, auf eine korrekte Ausf√ľllung zu achten. N√§here Informationen sind erh√§ltlich bei NTB, Tel. 00-977-1-422 57 09, E-mail: mediacenter@ntb.org.np¬†Die Trekking Geb√ľhren unterliegen laufenden Anpassungen.

Wiederholt kam es zu Erpressungen von Trekkern, die mit frei angeheuerten Tr√§gern ohne Versicherungsnachweise f√ľr die Tr√§ger unterwegs waren. Das Einschalten einer verl√§sslichen Reiseagentur und das Mitf√ľhren der entsprechenden Zahlungsnachweise beugen rechtlichen Schwierigkeiten vor.

Freiwilligendienste/Voluntourism-Aufenthalte

Bei der Aufnahme von Freiwilligendiensten (sogenannten Voluntourism) bei vermeintlich gemeinn√ľtzigen Organisationen wird zu einer gewissen Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere f√ľr T√§tigkeiten in Kinderheimen oder wenn dem Freiwilligen ein gr√∂√üerer Geldbetrag f√ľr seine Dienste in Rechnung gestellt werden soll. Es ist vermehrt vorgekommen, dass lokale oder internationale Nichtregierungs-Organisationen armutsrelevante Projekte zur eigenen Bereicherung vort√§uschen.

Es wird empfohlen, sich vor Abreise beim Hauptsitz der Organisation √ľber die Anstellungsbedingungen, die Art der Arbeit sowie die Versicherungsdeckung zu informieren. Zur Aufnahme einer Freiwilligenarbeit in Nepal muss eine Arbeitserlaubnis von den nepalesischen Beh√∂rden erteilt werden. Die Aus√ľbung dieser T√§tigkeiten mit einem Touristenvisum ist illegal und wird bestraft.

Krisenvorsorgeliste

Alle Reisenden haben die M√∂glichkeit sich im elektronischen Meldesystem des Ausw√§rtigen Amts (http://elefand.diplo.de) anzumelden. Hier√ľber werden im Bedarfsfall Sicherheitshinweise versandt. Auch sollten dort Informationen zu m√∂glichen Ansprechpartnern in Deutschland sowie Angaben zur Mitgliedschaft bei einer Rettungsfluggesellschaft und die Reisekrankenversicherung hinterlegt werden. Insbesondere Reisenden, die nicht Teil einer Pauschalreisegruppe sind wird geraten, von dieser M√∂glichkeit Gebrauch zu machen. Pauschalreisende werden ggfs. √ľber die Reiseveranstalter √ľber die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Aufgrund von Schwierigkeiten mit der Stromversorgung gibt es landesweit das sogenannte ‚ÄěLoad shedding‚Äú. Dies bedeutet t√§glich mehrere Stunden Stromabschaltungen, worunter das ganze Land, insbesondere die Industrie, leidet. Touristen sollten bedenken, dass Akkus nicht immer aufgeladen werden k√∂nnen.

Die zur√ľckliegenden Protestaktionen und Streiks in einigen Gebieten des Terais und der Blockierung einiger wichtiger Grenz√ľberg√§nge zu Indien, haben zeitweise eine Verknappung wichtiger Verbrauchsg√ľter wie Diesel, Benzin und Flaschengas bewirkt.

Bei Versorgungsengpässen sind auch öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser betroffen. Eine Versorgung im Notfall kann daher in Einzelfällen schwierig werden, da wichtige Medikamente knapp werden. Auch eine Rettung aus abgelegenen Gebieten mit Helikoptern kann aufgrund der unzureichenden Dieselvorräte und den Wetterbedingungen problematisch werden.

Verkehrsbedingungen

Bei Reisen √ľber Land muss mit den √ľblichen Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden.
Die Flugsicherheit von inl√§ndisch und international operierenden nepalesischen Fluggesellschaften entspricht nicht europ√§ischen Sicherheitsstandards. Allen nepalesischen Luftfahrtunternehmen wurde mit Wirkung vom 05.12.2013 der Betrieb im europ√§ischen Luftraum untersagt, die sog. ‚Äěschwarze Liste‚Äú der EU ist einsehbar unter:
http://ec.europa.eu/.

Von Fahrten in normalen √úberlandbussen wird wegen der Vielzahl von Verkehrsunf√§llen, die h√§ufig den Tod s√§mtlicher Insassen zur Folge haben abgeraten. Bei Fahrten √ľber Land sollten ausschlie√ülich gekennzeichnete Touristenbusse benutzt werden.

Geldversorgung

Im Kathmandu-Tal besteht die M√∂glichkeit, sich √ľber Geldautomaten mit Bargeld zu versorgen. Die meisten Automaten akzeptieren EC-Maestro-Karten, Visa- und Master-Kreditkarten jeweils mit PIN.

Devisen können in allen größeren Städten problemlos getauscht werden. Traveler Cheques hingegen werden nicht mehr angenommen. Die indische Rupie ist in Nepal frei konvertierbar, allerdings werden Scheine nur bis max. 100 INR-Noten akzeptiert.

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente m√ľssen sechs Monate g√ľltig sein.
Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

F√ľr die Einreise ben√∂tigt man ein Visum, das bei der Einreise an Grenz√ľbergangsstellen nach Nepal oder am Flughafen Kathmandu erteilt wird. Die Geb√ľhr f√ľr ein 30 Tage g√ľltiges Touristenvisum betr√§gt 40,- US$; ein Passfoto ist am Flughafen vorzulegen. Visageb√ľhren k√∂nnen auch in EUR oder anderen konvertiblen W√§hrungen bezahlt werden, die von der Bank am Flughafen zum Dollar-Tageskurs umgerechnet werden. Kinder unter zehn Jahren bezahlen keine Visageb√ľhr.

Reisende sollten direkt nach Erteilung pr√ľfen, ob das Visum tats√§chlich den gew√ľnschten Zeitraum umfasst. Ansonsten f√ľhrt dies zu Problemen bei der Ausreise, u.a. zu empfindlichen Strafgeb√ľhren, ohne deren Bezahlung keine Ausreise gew√§hrt wird.

Das Visum kann auch in Deutschland bei der nepalesischen Botschaft in Berlin sowie bei den nepalesischen Honorarkonsuln in Frankfurt, Hamburg, K√∂ln, M√ľnchen und Stuttgart beantragt werden. Dort sollte man sich die Einreisevorschriften im eigenen Interesse vor Antritt der Reise best√§tigen lassen. Auf Grund der langen Wartezeiten bei der Visumerteilung am Flughafen empfiehlt das Ausw√§rtige Amt die vorherige Einholung eines Visums. Neu ist die M√∂glichkeit, ein Visum zur Einreise √ľber den Tribhuvan-Flughafen vorab online unter http://ift.tt/1lDy26f ¬†zu beantragen. Zur Zuverl√§ssigkeit des Verfahrens liegen allerdings keine Erfahrungswerte vor.

Laut derzeitiger Auskunft der nepalesischen Einwanderungsbeh√∂rde soll die Visumserteilung bis zum Ende der G√ľltigkeit des Reisedokuments m√∂glich sein, in der Praxis r√§t die Deutsche Botschaft Kathmandu jedoch dazu, mit einem noch mindestens¬†sechs Monate g√ľltigen Pass zu reisen. Manchmal akzeptieren Fluggesellschaften Passagiere nicht, deren P√§sse in K√ľrze ablaufen.

Eine Registrierung oder Meldepflicht nach Einreise ist nicht vorgesehen.

Touristenvisa sind bis zu 150 Tagen verl√§ngerbar, sofern die zust√§ndigen Beh√∂rden die Voraussetzungen f√ľr eine Verl√§ngerung als gegeben betrachten.

Aufenthalte ohne oder mit abgelaufenen Visa f√ľhren zu empfindlichen Geld- und teilweise auch Gef√§ngnisstrafen.
Zur Aus√ľbung von Freiwilligendiensten in Nepal muss eine Arbeitserlaubnis von den nepalesischen Beh√∂rden erteilt werden. Die Aus√ľbung dieser T√§tigkeiten mit einem Touristenvisum ist illegal und wird bestraft. Dies gilt auch f√ľr medizinische Hilfsaktionen in Nepal (sog. Health Camps), welche zus√§tzlich grunds√§tzlich die Zustimmung des Nepal Medical Councils ben√∂tigen.

Aktuelle Visabestimmungen und Geb√ľhren sind¬†auf der Website des Department of Immigration unter www.immi.gov.np¬†zu finden oder k√∂nnen von der nepalesischen Botschaft in Berlin erfragt werden (http://ift.tt/1aEFZSH). Es wird geraten, die aktuellen Informationen vor Abreise zu pr√ľfen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t Reisenden, sich wegen Visa, die in Nepal f√ľr Drittl√§nder (z. B. f√ľr Indien) ben√∂tigt werden, nur direkt an die entsprechenden Botschaften zu wenden und sie nicht durch Reiseb√ľros oder andere Vermittler einholen zu lassen (Ausnahme: Gruppenvisa f√ľr Tibet). So vermeidet man die Eintragung eines gef√§lschten Visums, mit dem es schon bei der Ausreise aus Nepal zu Komplikationen kommen kann. Probleme bei Reisedokumenten, die Visa anderer Staaten enthalten gibt es nicht.¬†

Reisende, die √ľber Indien kommen und Nepal wieder nach Indien verlassen m√∂chten, sollten sich rechtzeitig √ľber die ge√§nderten indischen Visa-Vorschriften bei der/dem n√§chsten indischen Botschaft/Konsulat oder dem indischen Innenministerium informieren http://boi.gov.in/¬†¬†

Reisende, die Interesse an einer Weiterreise nach Tibet in der Volksrepublik China haben, informieren sich bitte vor der Einreise nach Nepal bei der chinesischen Botschaft in Deutschland oder Nepal √ľber die M√∂glichkeiten der Visumerteilung (z.B. Zust√§ndigkeiten, Bearbeitungszeiten, Geb√ľhren). Zu¬†beachten ist insbesondere, dass die Erteilung chinesischer Visa nicht das ganze Jahr √ľber erfolgt.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Verbindliche Ausk√ľnfte zu Zollbestimmungen k√∂nnen lediglich die nepalesischen Auslandsvertretungen oder das nepalesische Finanzministerium www.customs.gov.np¬†geben. Vorbehaltlich dessen nachstehend die derzeit g√ľltigen Einfuhrbestimmungen.

Inhaber eines ausl√§ndischen Reisepasses, die nach Nepal einreisen oder aus Nepal ausreisen, d√ľrfen folgende Gegenst√§nde zollfrei ein- bzw. ausf√ľhren:

Bedarfsgegenst√§nde, sofern sie bei R√ľckkehr wieder ausgef√ľhrt werden

  • 1 gebrauchtes Fernglas
  • 1 gebrauchte Film- oder Videokamera (mit Abspielger√§t), 1 Fotoapparat, 1 Computer (werden vor Einfuhr in den Reisepass eingetragen)
  • 1 gebrauchte tragbare Musikanlage, 10 bespielte oder unbespielte Kassetten (werden vor Einfuhr in den Reisepass eingetragen)
  • gebrauchte Kleidung und Bettw√§sche, gebrauchte Haushaltsgegenst√§nde
  • 1 Kinderwagen und 1 Dreirad
  • 1 Set gebrauchte F√ľllfederhalter, 1 Set Filzstifte oder Bleistifte
  • 1 gebrauchte Armbanduhr

Folgende zur Berufsaus√ľbung bestimmte Gegenst√§nde

  • 1 Sortiment Zimmermannswerkzeug
  • gebrauchte √§rztliche Standardinstrumente f√ľr Haus√§rzte sowie gebrauchte Instrumente f√ľr den Bedarf jeweiliger Fach√§rzte
  • 1 Musikinstrument und notwendiges Zubeh√∂r f√ľr Musiker
  • Sportartikel f√ľr Sportler
  • Angel

Der Zolldirektor kann ausl√§ndischen Touristen die zollfreie Ein- und Ausfuhr anderer als der aufgez√§hlten mitgef√ľhrten Gegenst√§nde gestatten, sofern er dies f√ľr angemessen erachtet.

Zum Verbrauch bestimmte Gegenstände

  • 1 Flasche Spirituosen (bis 1,15 Liter) oder 12 Dosen Bier
  • 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 250 g Tabak
  • 15 Filme f√ľr Fotoaufnahmen und 12 Rollen Film f√ľr Videoaufnahmen
  • Medikamente f√ľr den eigenen Bedarf f√ľr die Dauer des Aufenthaltes¬† (mit Ausnahme solcher, f√ľr die ein Einfuhrverbot besteht ‚Äď siehe http://ift.tt/1bCbbpK )
  • Nahrungsmittel inklusive Konservendosen bis zu einem Wert von NPR 1.000,-
  • frisches Obst bis zu einem Wert von NPR 1.000,-

¬†Ausfuhr von G√ľtern aus Nepal

  • Genehmigungsfrei ausgef√ľhrt werden d√ľrfen in Nepal hergestellte Produkte (mit Ausnahme solcher, f√ľr die ein Ausfuhrverbot besteht) bis zu dem Betrag in ausl√§ndischer W√§hrung, den der Tourist bei einer Bank oder bei einer staatlich autorisierten Wechselstube eingetauscht hat.
  • Bei der Ausfuhr von G√ľtern ist die Negativliste des nepalesischen Zolls zu gesch√ľtzten Kulturg√ľtern sowie zu Produkten von gesch√ľtzten Tier- und Pflanzenarten zu beachten. Diese ist unter http://ift.tt/1thBYft -> Banned, Quantitative Restriction and Permission on Export einsehbar.

Die Ausfuhr größerer, bei der Einreise nicht deklarierter Devisenbeträge ist strafbar.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Wird der Aufenthalt in Nepal nach Ablauf des Visums unerlaubt fortgesetzt, droht eine Geldstrafe von derzeit 2,- US-$ f√ľr jeden ohne Aufenthaltsgenehmigung in Nepal verbrachten Tag. Ab dem 31. Tag erh√∂ht sich der Tagessatz auf 3,- US-$, bei mehr als 90 Tagen auf 5,- US-$. Wird die Strafe nicht bezahlt, muss mit einer empfindlichen Haftstrafe gerechnet werden, bei der sich die Geldbu√üe nur alle drei Tage um etwa 1,- US-$ reduziert.

Dies sind unverbindliche Angaben, die ge√§ndert werden k√∂nnen, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon in Kenntnis gesetzt wird. Verbindliche Ausk√ľnfte sind bei der nepalesischen Botschaft oder der nepalesischen Einwanderungsbeh√∂rde (http://ift.tt/1FaQwpn)erh√§ltlich.

Nepalesische Polizei und Justiz verfolgen Drogendelikte konsequent. Bei Verstößen drohen lange Gefängnisstrafen.

Die Ausfuhr gr√∂√üerer, bei der Einreise nicht deklarierter Devisenbetr√§ge kann ebenfalls zu empfindlichen Geld- und Haftstrafen f√ľhren.

Homosexuelle Handlungen k√∂nnen gem√§√ü nepalesischem Strafrecht als ‚Äěunnat√ľrliche sexuelle Handlungen‚Äú interpretiert und mit bis zu einem Jahr Gef√§ngnis oder einer Geldstrafe von bis zu 5.000,- NRP geahndet¬†werden; es sind jedoch in den letzten Jahren keine F√§lle tats√§chlicher Strafverfolgung bekannt geworden.

Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen sind ebenfalls verboten und werden neben einer empfindlichen Geldstrafe auch mit Haftstrafe geahndet. Es wird darauf hingewiesen, dass der Missbrauch von Kindern auch nach deutschem Recht strafbar ist und verfolgt wird, wenn diese Tat von Deutschen im Ausland begangen wird.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.

Dazu geh√∂ren f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch gegen Masern Mumps und R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Cholera

In Nepal und besonders auch im Kathmandu-Tal registriert man bei Beginn des Monsuns eine Zunahme von Cholera-Erkrankungen. Das Infoblatt ‚ÄěCholera‚Äú informiert √ľber pers√∂nliche Vorsichtsma√ünahmen. Sie finden es unter den Merkbl√§ttern des Gesundheitsdienstes des Ausw√§rtigen Amtes.

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Oberfl√§chengew√§sser k√∂nnen mit f√§kalen Keimen kontaminiert sein. Leitungswasser hat selbst in den St√§dten nicht immer Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss zu filtern, chemisch zu desinfizieren oder zu kochen. Trinkwasser aus den ACAP Filteranlagen entlang des Annapurna Treks gilt allgemein als sicher. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur aufbereitetes Trinkwasser verwendet werden.

Auf den Verzehr roher, ungekochter und ungeschälter Produkte sollte verzichtet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart worden sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe auch tags√ľber, wie unten f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Dengue Fieber kommt besonders im S√ľden des Landes, w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit auch in den mittleren Landesteilen bis in H√∂hen von circa 2000 Metern vor.

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Nepal in den s√ľdlichen Landesteilen, vereinzelt sind auch F√§lle im Kathmandu Tal aufgetreten.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 2000 Meter besteht in Nepal ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen, besonders in den Sommermonaten von Mai bis Oktober. Das Risiko ist im s√ľdlichen Tiefland am h√∂chsten und nimmt nach Norden mit zunehmender H√∂he langsam ab. Dabei handelt es sich in ca. 70% um die nur selten lebensbedrohliche, durch Plasmodium vivax verursachte, Malaria tertiana. In ca. 30% muss aber mit Malaria tropica F√§llen gerechnet werden.

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.

  • Das Tragen langer, heller und gegen Insekten impr√§gnierter Bekleidung im Freien,
  • das konsequente Einreiben aller Hautfl√§chen mit einem geeigneten Repellent und
  • das Benutzen impr√§gnierter Moskitonetze w√§hrend der Nacht oder
  • der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen von Stechm√ľcken √ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Nepal, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Nepal ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen), durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen und kann auch vor anderen sexuell √ľbertragbaren Krankheiten (Gonorrh√∂, Syphilis, Hepatitis B, u. a.) sch√ľtzen

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelm√§√üig t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und √úbertragung einer Tollwut. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Nepal nicht immer m√∂glich. Einen zuverl√§ssigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung f√ľr Reisen nach Nepal eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Die auch nach einem Biss notwendige, unverz√ľgliche ‚ÄěAuffrischung‚Äú kann dann ggf. vor Ort erfolgen.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger auch in Nepal. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes sch√ľtzt nicht vor einer Ansteckung.

Saisonale Influenza (Grippe)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (‚ÄěSchweinegrippe‚Äú), zirkulieren in Nepal in den Wintermonaten. Ein Impfschutz empfiehlt sich bei den vom Robert-Koch-Institut angesprochenen Risikogruppen (siehe: www.rki.de).

Geographisch bedingte Erkrankungen

Die H√∂henkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen H√∂henanpassung √ľber 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und √úberanstrengung) ausgel√∂ste, potentiell sehr gef√§hrliche Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn. Erkranken k√∂nnen besonders auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Zu Todesf√§llen kommt es nicht selten, weil grundlegende Regeln missachtet, Fr√ľhsymptome falsch gedeutet und Medikamente unvern√ľnftig eingesetzt werden. Bestimmte Erkrankungen von Herz und Lungen erh√∂hen ebenfalls das Risiko, eine H√∂henkrankheit zu erleiden.

Beschwerden, die Hinweise auf eine beginnende H√∂henkrankheit geben k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt. Vor der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der H√∂henkrankheit ohne Anweisung eines Arztes oder eines erfahrenen Bergf√ľhrers wird dringend gewarnt. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z.B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

Es gibt in Nepal mehrere zivile Luftrettungsunternehmen f√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te aber nicht immer einsatzbereit. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur verz√∂gert erfolgen. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen.

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Nepal nicht regelm√§√üig durchgef√ľhrt, die allgemein verbindlichen Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann im weiteren Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist nicht existent. Bei der Wahl der Transportmittel und der Route sind Reisende daher gehalten, eine kritische Auswahl zu treffen und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Defensives und vorausschauendes Fahren, angemessene Geschwindigkeit und gute Kenntnisse in der Ersten Hilfe k√∂nnen das Risiko eines schweren Unfalls mit bleibenden Gesundheitssch√§den reduzieren.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht. In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht h√§ufig nicht europ√§ischem Standard. Eine ausreichende Grundversorgung besteht in Kathmandu und den g√§ngigen Touristenzielen, auch entlang der gro√üen Trekkingrouten. In Kathmandu ist die medizinische Versorgung in einzelnen Fachbereichen durchaus auch auf einem hohen Niveau. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach Kathmandu oder weiter nach Indien erwogen werden. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Nepal bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht immer gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch Fake-Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Nepal mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Reisen, insbesondere beim Trekking,¬†mitzuf√ľhren.

Die Deutsche Botschaft in Kathmandu verf√ľgt f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der Stadt.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2ghWgYk

Bangladesch

Bangladesch: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 22.11.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 22.11.2016)

Letzte √Ąnderung:
Redaktionelle √Ąnderungen






Aktuelle Hinweise

Anfang Juli 2016 kam es in einem bei Ausländern beliebten Restaurant in Dhaka zu einem Terroranschlag mit Geiselnahme, die am Folgetag durch örtliche Sicherheitskräfte beendet wurde. Nach Regierungsangaben verloren dabei 20 Geiseln ihr Leben.

Es besteht weiterhin ein erh√∂htes Risiko f√ľr Anschl√§ge, insbesondere auch gegen Ausl√§nder bzw. an Orten, die von diesen bevorzugt aufgesucht werden.¬†

Reisenden wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit und der Beschränkung ihrer Bewegungen im öffentlichen Raum auf das notwendige Maß geraten.

Gr√∂√üere Menschenansammlungen sowie von Ausl√§ndern frequentierte Treffpunkte und Veranstaltungen sollten gemieden werden. Vom Besuch von Restaurants und Hotels, die nicht √ľber ausreichende Sicherheitsvorkehrungen (z. B. Wachpersonal, Notausg√§nge) verf√ľgen, wird weiterhin abgeraten.

Es wird empfohlen, die Medienberichterstattung zu verfolgen und sich kontinuierlich √ľber diese Sicherheitshinweise informiert zu halten.




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Im September/Oktober 2015 wurden drei Attentate auf ausl√§ndische Staatsangeh√∂rige ver√ľbt. Zudem haben sich lokale Sympathisanten des sogenannten ‚ÄěIslamischen Staates‚Äú zu mehreren t√∂dlichen Anschl√§gen auf religionskritische Blogger, Wissenschaftler, Homosexuelle und Angeh√∂rige religi√∂ser Minderheiten bekannt. Die ¬†Taten konnte bisher nicht eindeutig aufgekl√§rt werden.

Insbesondere auf dem Land, wo westlich aussehende Personen besonders auff√§llig sind, sollten feste Bewegungsmuster gebrochen werden. Reisenden wird empfohlen, sich kontinuierlich √ľber die Sicherheitslage zu informieren. Auf den weltweiten Sicherheitshinweis des Ausw√§rtigen Amts wird hingewiesen.¬†¬†¬†

Reisen √ľber Land

Reisen in die ¬†Chittagong Hill Tracts (CHT) sind mit hohen administrativen H√ľrden verbunden. Sie ¬†m√ľssen durch Schreiben an den Deputy Commissioner und den Superintendent of Police des jeweiligen Distrikts, mit Angabe der genauen Reisepassdaten und des Reisezwecks/Reiseroute, vorher angezeigt werden.¬† Eine ausreichende Zahl von Kopien beider Schreiben sowie der Original-Reisepass sollten wegen der Identit√§tskontrollen bei Einreise in das Gebiet der CHT mitgef√ľhrt werden. Zudem kann es insbesondere in den drei Distrikten Rangamati, Khagrachari und Bandarban nach wie vor zu bewaffneten Unruhen und zu kriminellen √úbergriffen kommen.

Von √úberlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Auch tags√ľber ist der Verkehr wegen des ¬†schlechten Zustandes von Stra√üen und Fahrzeugen und wegen riskanten Fahrverhaltens von Bussen sowie Lkw gef√§hrlich. Wegen des Mangels an √Ąrzten und Rettungsfahrzeugen kann bei Unf√§llen nicht mit schneller Hilfe gerechnet werden. Die Ausstattung der √∂rtlichen Krankenh√§user ist ungen√ľgend.

Vor allem in der sturmgef√§hrdeten Jahreszeit (Oktober/November sowie April/Mai) sollte die Benutzung der Schiffs- und F√§hrverbindungen insbesondere im s√ľdlichen und mittleren Landesteil wegen des hohen Unfallrisikos aufgrund √úberbelegungen, technischer M√§ngel der Schiffe und wegen pl√∂tzlich auftretender Unwetter vermieden werden.¬†

Kriminalität

Bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird allgemein besondere Wachsamkeit vor Diebstählen und Überfällen empfohlen.

Bettler und fliegende H√§ndler an gr√∂√üeren Kreuzungen stellen ein Risiko dar. Insbesondere wenn diese in Gruppen auftreten, wird versucht, durch offene Autofenster bzw. nicht abgeschlossene T√ľren Gegenst√§nde aus dem Auto zu stehlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t auch in den von Ausl√§ndern bevorzugten Wohngebieten davon ab, sich nach Einbruch der Dunkelheit zu Fu√ü auf der Stra√üe aufzuhalten oder eine Rikscha/CNG zu benutzen. Von der Nutzung von Rikschas wird auch tags√ľber abgeraten. In Dhaka kommt es auch in den Wohnvierteln Gulshan, Baridhara und Banani zu (Einbruchs-) Kriminalit√§t.¬†

Naturkatastrophen

Bangladesch ist erdbebengef√§hrdet. Von Mitte Juni bis Mitte Oktober muss klimabedingt mit √úberschwemmungen gerechnet werden, im s√ľdlichen Landesdrittel von Oktober bis November und Mitte April bis Mitte Mai grunds√§tzlich auch mit Wirbelst√ľrmen.¬†

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Offizielle und Umgangssprache ist Bengalisch (Bangla), doch ist in den größeren Städten auch Englisch verbreitet. Bisweilen haben aber auch Taxifahrer in den großen Städten des Landes keine Englischkenntnisse.

Verhalten in der √Ėffentlichkeit

Bangladesch hat eine tolerante islamische Tradition. Kleidung und Verhalten sollte jedoch den Landessitten angepasst sein.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente m√ľssen noch sechs Monate nach Ausreise g√ľltig sein. Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Bangladesch (Luft- und Landweg) ein Visum (Kategorien: Touristen, Gesch√§ftsreisende, Langzeitaufenthalt, Arbeitsaufenthalt). Es wird in jedem Fall geraten, sich rechtzeitig mit der zust√§ndigen bangladeschischen Botschaft zwecks Einzelheiten der Visumserteilung in Verbindung zu setzen.

F√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige besteht zurzeit die M√∂glichkeit, ein Visum (‚Äúlanding permit‚Äú) f√ľr einen Kurzaufenthalt bei Ankunft im internationalen Flughafen von Dhaka zu erhalten (15 Tage Aufenthaltsdauer, im Ausnahmefall mit der Option der Verl√§ngerung auf 30 Tage). Bei Privatreisenden muss die Einladung eines bangladeschischen Staatsangeh√∂rigen oder eines in Bangladesch ans√§ssigen Ausl√§nders vorliegen, bei Gesch√§ftsreisenden eine Einladung durch den Gesch√§ftspartner. Die Geb√ľhr f√ľr dieses Visum betr√§gt derzeit 51,- US-$. Einzelheiten hierzu sollten durch die jeweiligen in Bangladesh ans√§ssigen Gesch√§ftspartner bzw. √ľber die bangladeschische Botschaft erfragt werden.

Es wird besonders darauf hingewiesen, dass bei Einreise nach Bangladesch auf dem Luftweg f√ľr eine sp√§tere Ausreise auf dem Landweg (und umgekehrt) eine sog. Route Changes Permission durch das Department of Passports and Immigration in Dhaka (im Stadtteil Agargaon, Toltola Sher-E-Bangla Nagor) erforderlich ist.

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Einfuhr von brennbaren Fl√ľssigkeiten oder Chemikalien, Waffen und Munition jedweder Art (Messer, Handfeuerwaffen etc.) ist nur mit vorheriger Importgenehmigung des bangladeschischen Innenministeriums erlaubt.

Die Einfuhr von Alkohol ist nicht gestattet (auch nicht f√ľr den privaten Bedarf). Als Ausnahme hiervon gilt f√ľr Nichtmuslime: zwei Flaschen alkoholischer Getr√§nke (Whisky, Wein etc.). Zwei Stangen Zigaretten k√∂nnen zollfrei eingef√ľhrt werden.

Einfuhr und Besitz von Drogen ist strengstens verboten. Reisende, die besondere Medikamente zum privaten Gebrauch einf√ľhren m√ľssen, sollten zur Vermeidung von √ľberm√§√üigen Zoll√ľberpr√ľfungen eine formlose, durch einen Arzt in Englisch ausgestellte Notwendigkeitsbescheinigung bei sich f√ľhren.

Die Einfuhr und der Besitz von pornographischen Artikeln jeder Art (Bilder, Zeitschriften, digitale Medien usw.) sind strengstens untersagt.

Die Einfuhr von Lebensmitteln (auch Schweinefleisch) im Rahmen des privaten Bedarfs ist zulässig.

Die Einfuhr von Gold, Silber- und sonstigen Edelsteinen/Schmuck ist anzeige- und zollpflichtig (ca. 52,- ‚ā¨ pro 100 Gramm Gold, ca. 1,10 ‚ā¨ pro 100 Gramm Silber), maximal d√ľrfen jeweils 10 kg eingef√ľhrt werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden strafrechtlich, einschlie√ülich vergleichsweise hoher Haftstrafen, geahndet.

Derzeit k√∂nnen Fremdw√§hrungen ohne Deklarierung bis zu einer H√∂he von 5.000,- US-$ bzw. entsprechendem Gegenwert eingef√ľhrt werden.

Seit 15.03.2004 wurden Einfuhrverbote f√ľr bestimmte Kraftfahrzeuge (Kfz) erlassen. Danach d√ľrfen mehr als vier Jahre alte Kfz (Zulassungsdatum) nicht nach Bangladesch eingef√ľhrt werden. Kfz j√ľngeren Datums d√ľrfen nur noch aus dem urspr√ľnglichen Herstellungsland eingef√ľhrt werden, d.h. unabh√§ngig vom Ort der ersten Zulassung oder Staatsangeh√∂rigkeit des Halters.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Die Mindeststrafe f√ľr Drogenbesitz betr√§gt zwei Jahre Gef√§ngnis, ab 25 Gramm Heroin/Kokain oder zwei Kilogramm Marihuana-Besitz kann die Todesstrafe verh√§ngt werden. Besonders hinzuweisen ist auf das noch geltende Sondererm√§chtigungsgesetz von 1974, wonach f√ľr Schmuggel jeder Art auch die Todesstrafe verh√§ngt werden kann.

Homosexuelle Handlungen zwischen Männern sind strafbar.

Vom Fotografieren militärischer Anlagen, Flughäfen, Gebäuden öffentlicher Institutionen, Ministerien und Behörden sowie von Angehörigen der Sicherheitskräfte und der Polizei wird zur Vermeidung von Inhaftierung und strafrechtlichen Folgen dringend abgeraten.




Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert (siehe www.who.int ).

Bei direkter Einreise aus Deutschland besteht keine Impfvorschrift.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene anl√§sslich der Reise zu √ľberpr√ľfen und zu vervollst√§ndigen (siehe http://www.rki.de).

Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderl√§hmung), Mumps, Masern, R√∂teln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Japanische Encephalitis empfohlen.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber kommt h√§ufig vor, besonders in der Monsunzeit. Es wird durch den Stich haupts√§chlich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht m√∂glich. Konsequente Barrierema√ünahmen (Schutz vor M√ľckenstichen, s.u.) sind die einzig m√∂glichen Schutzma√ünahmen.

Zika-Virus-Infektion

Es gibt Hinweise, dass in S√ľdostasien das Zika-Virus seit etwa 40 Jahren zirkuliert. Aus den letzten 10 Jahren wurden Einzelf√§lle von Erkrankungen gemeldet, ohne dass bisher gr√∂√üere Ausbr√ľche bekannt geworden sind. Das Infektionsrisiko ist daher au√üerhalb von Ausbruchsituation als minimal einzusch√§tzen.

Zika-Virus-Infektionen verlaufen klinisch √§hnlich wie Dengue-Fieber, allerdings k√∂nnen sie f√ľr ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verf√ľgung.

Auf eine ganzt√§gige konsequente Anwendung pers√∂nlicher Schutzma√ünahmen zur Vermeidung von M√ľckenstichen sollte geachtet werden, siehe auch: Expositionsprophylaxe Insektenstiche

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf folgendem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: Zika-Virus. 

Malaria

Die √úbertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (durch Plasmodium falciparum ‚Äď immerhin ca. 90% der Malariainfektionen in Bangladesch) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen.

Ein ganzj√§hrig geringes bis mittleres Malariarisiko besteht in den √∂stlichen Landesteilen mit h√∂herem Anteil von Pl. falciparum √∂stlich des Brahmaputra, vor allem in den Grenzregionen zu Myanmar und Indien mit der Chittagong-Division im SO und dem sog. ‚ÄěTeegarten‚Äú an der Grenze zu Meghalaya im NO.

Dhaka und die westlichen Landesteile gelten als malariafrei.

Neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe kann je nach Reiseprofil f√ľr die Risikogebiete ggf. eine Chemoprophylaxe erwogen werden. Die DTG (www.dtg.org ) empfiehlt diese nicht mehr regelm√§√üig, eher die Notfall-Selbsttherapie durch die Mitnahme eines entsprechenden Medikamentes. Die Auswahl der Medikamente und deren pers√∂nliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen-/Reisemediziner besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in S√ľdostasien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Aufgrund der m√ľckengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

·       körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
¬∑¬†¬†¬†¬†¬†¬† tags√ľber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien K√∂rperstellen wiederholt aufzutragen,
·       ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen. 

HIV/Aids

HIV/Aids ist weltweit und auch in Bangladesch ein Problem, auch wenn verl√§ssliche Angaben √ľber die Verbreitung der Krankheit f√ľr Bangladesch nicht vorliegen. Sexualkontakte, Tattoos, unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen und Bluttransfusionen k√∂nnen ein lebensgef√§hrliches Risiko bergen.¬†

Durchfallerkrankungen

Das Risiko von Durchfallerkrankungen ist landesweit sehr hoch. Immer wieder gibt es Epidemien mit schweren Durchfallerkrankungen, die in ernsten F√§llen auch zum Tode f√ľhren k√∂nnen. Die strikte Einhaltung von Hygienema√ünahmen (Nahrungsmittelhygiene, K√∂rperhygiene, H√§ndewaschen) und die Beachtung folgender Grundregeln ist wichtig:

Ausschlie√ülich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlens√§ure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrsp√ľlen und Z√§hneputzen wo m√∂glich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Sch√§len. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie m√∂glich mit Seife die H√§nde, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. H√§ndedesinfektion, wo angebracht, durchf√ľhren, Einmalhandt√ľcher verwenden.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelm√§√üig t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und damit √úbertragung einer Tollwut. Die notwendigen medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Bangladesch nicht immer m√∂glich. Einen zuverl√§ssigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung f√ľr Reisen nach Bangladesch eine besondere Bedeutung zu.

 
Avi√§re Influenza (‚ÄěVogelgrippe‚Äú)

Auch in Bangladesch tritt die Avi√§re Influenza (‚ÄěVogelgrippe‚Äú) immer wieder auf,¬†haupts√§chlich bei Gefl√ľgel. 2012 wurden 3 Infektionen bei Menschen beobachtet. Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium f√ľr Ern√§hrung und Landwirtschaft ver√∂ffentlichte Information ‚ÄěHinweise an Reisende zur Vogelgrippe‚Äú unter www.bmelv.de

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit g√ľltiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverl√§ssige Reiser√ľckholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den zum Teil hohen ¬†Temperaturen gesch√ľtzt werden

Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (siehe z.B. www.dtg.org ¬†oder www.frm-web.de ). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Bangladesch bewusst sein.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2ghAbct

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 16.11.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 16.11.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Redaktionelle √Ąnderungen


Aktuelle Hinweise

Die indische Regierung hat mit Wirkung ¬†vom 09.11.2016 500- und 1.000 Rupien-Geldscheine aus dem Umlauf genommen. Neue Geldscheine sollen sukzessive in Umlauf gebracht werden. Derzeit k√∂nnen gem√§√ü offiziellen Angaben bei allen Banken t√§glich bis zu 4.500 Rupien in neue Scheine umgetauscht und t√§glich bis zu 2.500 Rupien per Karte an Geldautomaten abgehoben werden. Dennoch kommt es weiterhin zu drastischen Engp√§ssen bei der¬†Bargeldversorgung. Dies betrifft auch den Umtausch von Euro- oder Dollarnoten in Rupien. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Engp√§sse nur allm√§hlich aufl√∂sen werden.¬†¬†Die M√∂glichkeit des R√ľckumtauschs alter Scheine bei Ausreise ist derzeit ebenfalls nicht stets gew√§hrleistet. Es wird daher empfohlen, indische Rupien vor Ausreise rechtzeitig bei Banken umzutauschen oder auszugeben.

Reisende werden gebeten, dies bei ihren Planungen unbedingt zu beachten. Bargeldloser Zahlungsverkehr wie z. B. mit internationalen Kreditkarten ist nach bisherigen Erfahrungen weiterhin uneingeschränkt möglich.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten. Seit Anfang Juli kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen und Generalstreiks immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise laufend √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.
Aufgrund der anhaltenden Auseinandersetzungen wird auch von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die unmittelbare Grenzregion zu Pakistan abgeraten. Dies betrifft die direkten Grenzgebiete in den Bundesstaaten Punjab und Jammu & Kaschmir.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in den letzten Jahren angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer arbeiten mitunter mit diesen Veranstaltern zusammen und fahren Touristen gezielt dorthin, insbesondere direkt nach Ankunft am Flughafen in Delhi. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise)
Seit September 2016 kommt es wieder verst√§rkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen wie auch mit verschiedenen Separatistengruppen entlang der internationalen Grenze und der Waffenstillstandslinie (LoC) in Jammu und Kaschmir. Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und den Anweisungen der lokalen Beh√∂rden Folge zu leisten.

Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise in den Landesteil Kaschmir sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner pers√∂nlich¬† beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe Kontaktadressen z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 16.11.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2fVk7M7

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 15.11.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 15.11.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise

Die indische Regierung hat mit Wirkung ¬†vom 09.11.2016 500- und 1.000 Rupien-Geldscheine aus dem Umlauf genommen. Neue Geldscheine sollen sukzessive in Umlauf gebracht werden. Derzeit k√∂nnen gem√§√ü offiziellen Angaben bei allen Banken t√§glich bis zu 4.500 Rupien in neue Scheine umgetauscht und t√§glich bis zu 2.500 Rupien per Karte an Geldautomaten abgehoben werden. Dennoch kommt es weiterhin zu drastischen Engp√§ssen bei der¬†Bargeldversorgung. Dies betrifft auch den Umtausch von Euro- oder Dollarnoten in Rupien. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Engp√§sse nur allm√§hlich aufl√∂sen werden.¬†¬†Die M√∂glichkeit des R√ľckumtauschs alter Scheine bei Ausreise ist derzeit ebenfalls nicht stets gew√§hrleistet. Es wird daher empfohlen, indische Rupien vor Ausreise rechtzeitig bei Banken umzutauschen oder auszugeben.

Reisende werden gebeten, dies bei ihren Planungen unbedingt zu beachten. Bargeldloser Zahlungsverkehr wie z. B. mit internationalen Kreditkarten ist nach bisherigen Erfahrungen weiterhin uneingeschränkt möglich.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten. Seit Anfang Juli kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen und Generalstreiks immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise laufend √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.
Aufgrund der anhaltenden Auseinandersetzungen wird auch von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die unmittelbare Grenzregion zu Pakistan abgeraten. Dies betrifft die direkten Grenzgebiete in den Bundesstaaten Punjab und Jammu & Kaschmir.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in den letzten Jahren angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer arbeiten mitunter mit diesen Veranstaltern zusammen und fahren Touristen gezielt dorthin, insbesondere direkt nach Ankunft am Flughafen in Delhi. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise)
Seit September 2016 kommt es wieder verst√§rkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen wie auch mit verschiedenen Separatistengruppen entlang der internationalen Grenze und der Waffenstillstandslinie (LoC) in Jammu und Kaschmir. Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und den Anweisungen der lokalen Beh√∂rden Folge zu leisten.

Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise in den Landesteil Kaschmir sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 15.11.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2eWsbvc

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 14.11.2016
(Unver√§ndert g√ľltig seit: 14.11.2016)

Letzte √Ąnderungen:¬†
Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise

Die indische Regierung hat mit Wirkung  vom 09.11.2016 500- und 1.000 Rupien-Geldscheine aus dem Umlauf genommen. Neue Geldscheine sollen sukzessive in Umlauf gebracht werden. Derzeit können gemäß offiziellen Angaben bei allen Banken täglich bis zu 4.500 Rupien in neue Scheine umgetauscht und täglich bis zu 2.500 Rupien per Karte an Geldautomaten abgehoben werden. Dennoch kommt es weiterhin zu drastischen Engpässen bei der Bargeldversorgung. Dies betrifft auch den Umtausch von Euro- oder Dollarnoten in Rupien. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Engpässe nur allmählich auflösen werden.

Reisende werden gebeten, dies bei ihren Planungen unbedingt zu beachten. Bargeldloser Zahlungsverkehr wie z. B. mit internationalen Kreditkarten ist nach bisherigen Erfahrungen weiterhin uneingeschränkt möglich.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschließlich Srinagar, wird derzeit abgeraten. Seit Anfang Juli kommt es in Kaschmir bei Demonstrationen und Generalstreiks immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mit Todesopfern und Verletzten. Teilweise wurden Ausgangssperren verhängt.

Reisenden wird empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich unmittelbar vor und w√§hrend der Reise laufend √ľber die aktuelle Lage zu informieren und Hinweisen lokaler Beh√∂rden (auch bei Stra√üensperren) Folge zu leisten.
Aufgrund der anhaltenden Auseinandersetzungen wird auch von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die unmittelbare Grenzregion zu Pakistan abgeraten. Dies betrifft die direkten Grenzgebiete in den Bundesstaaten Punjab und Jammu & Kaschmir.

 




Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in den letzten Jahren angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich von √∂rtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi¬†‚ÄěConnaught Place‚Äú) mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als ‚Äěstaatlich anerkannt‚Äú aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben. √Ėrtliche Taxifahrer arbeiten mitunter mit diesen Veranstaltern zusammen und fahren Touristen gezielt dorthin, insbesondere direkt nach Ankunft am Flughafen in Delhi. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollte auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende ‚ÄěTourist Police‚Äú, Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass¬†Touristen ‚Äď besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wiederholt Opfer¬†gut organisierter Trickbetr√ľger geworden sind, u. a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise)
Seit September 2016 kommt es wieder verst√§rkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen wie auch mit verschiedenen Separatistengruppen entlang der internationalen Grenze und der Waffenstillstandslinie (LoC) in Jammu und Kaschmir. Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und den Anweisungen der lokalen Beh√∂rden Folge zu leisten.

Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und w√§hrend der Reise in den Landesteil Kaschmir sollten aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.¬†¬†

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr√§ften und zu zahlreichen Bombenanschl√§gen mit vielen Todesopfern gef√ľhrt. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen (auch Entf√ľhrungen) k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu
In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh
Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In den nord√∂stlichen¬† Bundesstaaten¬† Indiens ‚Äď (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) ‚Äst sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel¬†von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Bundesstaat Manipur

Nach militanten Streikaktionen in Churachandapur im August 2015 wird empfohlen, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach Manipur zur√ľckzustellen und die aktuelle Medienberichterstattung zur Lageentwicklung zu verfolgen.

Andere Regionen
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen ‚Äď insbesondere in l√§ndlichen Gebieten ‚Äď bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in 2012 ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.




Allgemeine Reiseinformationen

Die Lekt√ľre einschl√§giger Reisef√ľhrer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Ausw√§rtigen Amts zu m√∂glichen Risiken f√ľr Reisende wird empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.¬†

Leihmutterschaft

Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind unter folgendem Link erh√§ltlich: http://ift.tt/1kRMWsx.




Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente

Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Anmerkungen: Kindereintr√§ge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr g√ľltig. Jedes Kind ben√∂tigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage http://ift.tt/1z0NpMR¬†sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.

Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in¬†eingerichtet.

Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.

Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von¬†sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, wie z. B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u. √§.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht ‚Äď unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts ‚Äď eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners‚Äė Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners‚Äė Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.boi.gov.in.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.¬†

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.




Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausl√§nder indischer Abstammung (NIO) k√∂nnen bis zu 10 kg Gold einf√ľhren, H√∂he der Zollabgaben 250,- INR per Gramm. Voraussetzung ist ein Mindestaufenthalt im Ausland von sechs Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. 5000,- INR gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten; Verst√∂√üe werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.




Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz ‚Äď selbst kleinster Mengen ‚Äď Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen), ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Gem. ¬ß 377 des indischen Strafgesetzbuches ist homosexueller Geschlechtsverkehr strafbar (Urteil des Supreme Court vom 11.12.2013), die H√∂chststrafe betr√§gt lebenslange Freiheitsstrafe. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit diskret und zur√ľckhaltend auftreten.¬†

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und wird ebenfalls strafrechtlich geahndet. 




Medizinische Hinweise 

Impfschutz

Ab 1. M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (√Ąthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (fr√ľher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu kl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in den sieben polio-infizierten L√§ndern leben¬† und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen (http://mohfw.nic.in/).

Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes f√ľr Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anl√§sslich einer Reise zu √ľberpr√ľfen und gegebenenfalls zu vervollst√§ndigen.¬†Dazu geh√∂ren auch f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderl√§hmung), ggf. auch Masern, Mumps, R√∂teln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.   

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getr√§nke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. F√ľr das Waschen von Obst und Gem√ľse oder zum Z√§hneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen oder H√§ndedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln k√∂nnen die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria

Die √úbertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer √§hnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverl√§ssig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Sch√§den oder Beschwerden kommt.

Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.¬†

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechm√ľcken (Expositionsprophylaxe), insbesondere w√§hrend der D√§mmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.¬†
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
¬∑¬†Der Aufenthalt in M√ľcken-gesch√ľtzten R√§umen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer √úbertragung deutlich und sch√ľtzen auch vor anderen stechm√ľcken√ľbertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmef√§llen zu erw√§gen. Aufgrund des Risikos in Indien, gef√§lschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitf√ľhren eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und m√∂gliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unvertr√§glichkeiten mit anderen Medikamenten, m√ľssen entsprechend dem Reiseverlauf und pers√∂nlichen Umst√§nden mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Dengue Fieber

Dengue Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich st√§rker als in den Vorjahren.

Chikungunya

Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Japanische Encephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlichen Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden ‚Äď nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. ¬†Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht ¬†oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und g√ľltiger Krankenversicherungsschutz einschlie√ülich einer Reiser√ľckholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verf√ľgbaren und als vertrauensw√ľrdig eingesch√§tzten Informationen des Ausw√§rtigen Amts. Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den kann nicht √ľbernommen werden. Gefahrenlagen sind oft un√ľbersichtlich und k√∂nnen sich rasch √§ndern. Die Entscheidung √ľber die Durchf√ľhrung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgew√§hlte Fragen. Gesetzliche Vorschriften k√∂nnen sich zudem jederzeit √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zust√§ndigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Ausw√§rtige Amt r√§t dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit R√ľckholversicherung, abzuschlie√üen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten f√ľr erforderlich werdende Hilfsma√ünahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Stand 14.11.2016

from Reisehinweise des Auswärtigen Amts mehr auf http://ift.tt/2fSeNuG

Ältere Artikel »