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Alle bis einschlie√ülich 11. M√§rz.2020 ausgestellten (e-)Visa von deutschen Staatsangeh√∂rigen, die noch nicht nach Indien eingereist sind, sind ab sofort ung√ľltig. Visa von bereits nach Indien eingereisten Deutschen bleiben g√ľltig.

Die indischen Bundesstaaten Sikkim und Arunachal Pradesh haben die Ausgabe von ‚ÄěInner Line Permits‚Äú an Ausl√§nder gestoppt, siehe Reiseinfos (Reisegenehmigungen). In Nagaland ist die Einreise f√ľr Ausl√§nder in den Distrikt Mon derzeit nicht m√∂glich. (mehr lesen)

King Lear in Indien: In ihrem Breitwand-Roman “Wir, die wir jung sind” macht Preti Taneja dem Bollywood-Kino mit den Mitteln der Literatur Konkurrenz.

from Kultur – SZ.de mehr auf https://www.sueddeutsche.de/kultur/indische-literatur-herbst-des-patriarchen-1.4409527

Die Schau “Bauhaus Imaginista” in Berlin verfolgt Spuren nach Indien, Brasilien und Nigeria. Ein Ende des Bejubelungsmarathons ist nicht in Sicht.

from Kultur – SZ.de mehr auf https://www.sueddeutsche.de/kultur/bauhaus-jahr-alles-und-nichts-1.4369211

Letzte √Ąnderungen:
Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise Bundesstaat Jammu und Kaschmir)
Medizinische Hinweise
Redaktionelle √Ąnderungen und Erg√§nzungen

Aktuelle Hinweise

Von Reisen nach Jammu und Kaschmir wird aufgrund der aktuell erhöhten Spannungen zwischen Indien und Pakistan abgeraten.
Es kann zu Unterbrechungen und Verspätungen im Flugverkehr, insbesondere im Bundesstaat Jammu und Kaschmir, aber auch anderen nordindischen Städten kommen.
Reisende sollten sich auf Einschr√§nkungen im Reiseverkehr einstellen und werden gebeten, sich √ľber die Entwicklung der Lage informiert zu halten sowie Anweisungen von Sicherheitskr√§ften Folge zu leisten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Innenpolitische Lage/Terrorismus
Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in den letzten Jahren angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir
Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Landesteil Kaschmir, einschlie√ülich Srinagar, wird abgeraten. Es kommt dort weiterhin zu terroristischen Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee. In den vergangenen Jahrzehnten und auch j√ľngst wurden Bombenanschl√§ge ver√ľbt, die viele Todesopfer forderten. Gegen Ausl√§nder gerichtete Einzelaktionen, auch Entf√ľhrungen, k√∂nnen in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden. Teilweise wurden Ausgangssperren verh√§ngt.
Seit September 2016 kommt es auch wieder verstärkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen wie auch mit verschiedenen Separatistengruppen entlang der internationalen Grenze und der Waffenstillstandslinie (LoC).
Im Landesteil Jammu ist die Sicherheitslage zwar grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen.
Reisende in die Landesteile Jammu und Kaschmir sollten vor und w√§hrend der Reise aktuelle Informationen √ľber die Sicherheits- und Infrastrukturlage einholen, gr√∂√üere Menschenansammlungen meiden und den Anweisungen der Beh√∂rden Folge leisten.
Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen.
Reisende insbesondere in die westlichen Teile des Landesteils Ladakh werden um besondere Vorsicht gebeten. Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauensw√ľrdigen und ortskundigen F√ľhrern beraten zu lassen. Es wird davon abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen F√ľhrer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Pl√§tzen zu zelten.
Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die unmittelbaren Grenzgebiete zu Pakistan und zur Volksrepublik China gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten
In der Region um Darjeeling, im Bundesstaat Westbengalen hatten Mitte 2017¬†Auseinandersetzungen mit separatistischen Gruppen (Angeh√∂rige der ethnischen Gorkha) zu gewaltt√§tigen Demonstrationen und Einschr√§nkungen des √∂ffentlichen Lebens gef√ľhrt. Auch nach offizieller Beendigung des 100-t√§gigen Generalstreiks ist sporadisches, lokal begrenztes Aufflammen der Auseinandersetzungen weiterhin nicht v√∂llig auszuschlie√üen.
In den nord√∂stlichen Bundesstaaten¬†(Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura)¬†sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel von Anschl√§gen und Entf√ľhrungen, k√∂nnen aber dennoch leicht in Gefahr geraten.
Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverl√§ssige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Gesch√§ftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. F√ľr einige Gebiete sind zus√§tzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Andere Regionen
Im Bundesstaat Kerala kommt es auf Grund von Auseinandersetzungen √ľber den Zugang von Frauen zur Sabarimala-Tempelanlage immer wieder zu zum Teil gewaltt√§tigen Protesten. Reisende sollten sich vor Ort √ľber m√∂glicherweise geplante Proteste informieren, sich von diesen fern halten und den Anweisungen lokaler Sicherheitskr√§fte Folge leisten.
Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der √§u√üerste S√ľdwesten von Orissa, der √§u√üerste Norden von Andhra Pradesh und der √§u√üerste Osten von Maharashtra verzeichnen – insbesondere in l√§ndlichen Gebieten – bewaffnete Aktivit√§ten einer militant-sozialrevolution√§ren maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Aus√ľbung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivit√§ten richteten sich bislang nicht gegen Ausl√§nder, in der Vergangenheit ist es jedoch zu einem Entf√ľhrungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschl√§ge auf das √∂ffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit ver√ľbt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen √ľber die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivit√§ten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuf√ľhren.
Reisen auf die indischen Andamanen-Inseln unterliegen teilweise Einschränkungen, entsprechende Verbote der lokalen Behörden sind unbedingt zu beachten.

Kriminalität
Das Risiko, dem ausl√§ndische Reisende durch Gewaltkriminalit√§t ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte √ľber sexuelle √úbergriffe vor allem auch f√ľr allein reisende Frauen.
Touristen in New Delhi und anderen indischen St√§dten werden gelegentlich und insbesondere im Stadtzentrum von New Delhi “Connaught Place”von √∂rtlichen Reiseveranstaltern mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf √ľberteuerter Reisen gen√∂tigt. Diese B√ľros geben sich regelm√§√üig als “staatlich anerkannt” aus, um besondere Qualit√§t und Reputation vorzugeben.
√Ėrtliche Taxifahrer arbeiten mitunter mit diesen Veranstaltern und unseri√∂sen Hoteliers zusammen und fahren Touristen gezielt dorthin, insbesondere direkt nach Ankunft am Flughafen in Delhi, unter Ausreden, weshalb das beabsichtigte Ziel nicht erreichbar sei.
Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reiseb√ľros deshalb besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedr√§ngnis geraten, sollten auf unverz√ľgliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende “Tourist Police”, Notruf 100) bestehen.
Touristen – besonders in Rajasthan und Goa ‚Äď wurden wiederholt Opfer gut organisierter Trickbetr√ľger, u.a. √ľber das Angebot lukrativer Juwelengesch√§fte.

Naturkatastrophen
Verschiedene Teile Indiens liegen in einer seismisch aktiven Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.
W√§hrend der Haupt-Monsunzeit (Juli bis September) l√∂sen starke Regenf√§lle besonders in den gebirgigen Teilen des Landes immer wieder √úberschwemmungen und Erdrutsche aus. Dadurch k√∂nnen Stra√üen zeitweise unpassierbar, Zugverbindungen unterbrochen oder einzelne Orte vor√ľbergehend nicht mehr zug√§nglich sein.
Tropenst√ľrme wie Zyklonen sind insbesondere in den Monaten September bis Dezember an der Ostk√ľste Indiens nicht ungew√∂hnlich, in der Bucht von Bengalen auch von April bis Juni. Reisende in dieser Zeit werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelst√ľrmen im Ausland zu beachten.
Aktuelle amtliche Wetterwarnungen enthält die Webseite des indischen meteorologischen Departments. Den Sicherheitshinweisen und Empfehlungen der örtlichen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangeh√∂rigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu erm√∂glichen. Pauschalreisende werden in der Regel √ľber die Reiseveranstalter √ľber die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur/Straßenverkehr
Es gibt ein Inlandsflugnetz, Bus- und Eisenbahnverbindungen und innerhalb der St√§dte auch Metro und Rikschas. In der Hauptmonsunzeit k√∂nnen Stra√üen zeitweise unpassierbar, Zugverbindungen unterbrochen oder einzelne Orte vor√ľbergehend nicht mehr zug√§nglich sein.
Es herrscht Linksverkehr. Im Stra√üenverkehr gibt es viele Unf√§lle, so dass besondere Vorsicht angezeigt ist. Stra√üen sind oft in schlechtem Zustand. Verkehrsteilnehmer beachten Verkehrsregeln h√§ufig nicht. Fahrten bei Dunkelheit √ľber Land sollten m√∂glichst vermieden werden. Reisende sollten unbedingt auf gute, verkehrssichere Fahrzeuge mit Sicherheitsgurten vor Benutzung achten.
Bei Nutzung von Taxis ohne automatisierte Fahrpreisberechnung sind Smartphone-Apps empfehlenswert, ansonsten sollte der Fahrpreis möglichst vor Fahrtantritt ausgehandelt werden.

Reisegenehmigungen
Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. f√ľr Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und f√ľr die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) ben√∂tigt. Die Genehmigungen m√ľssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht f√ľr Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor f√ľr Touristen nicht zug√§nglich. Informationen zu Reisegenehmigungen k√∂nnen bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

F√ľhrerschein
Der Internationale F√ľhrerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen F√ľhrerschein g√ľltig.

Besondere Verhaltenshinweise
Um nicht die religi√∂sen Gef√ľhle der Bev√∂lkerung zu verletzen, sollte religi√∂sen St√§tten, Objekten und Symbolen mit Zur√ľckhaltung und Respekt begegnet werden, insbesondere beim Fotografieren. Es wird empfohlen, sich beim Besuch religi√∂ser St√§tten am Verhalten der einheimischen Bev√∂lkerung zu orientieren.

Geld/Kreditkarten
Landesw√§hrung ist die Rupie (INR). Bank- und Kreditkarten werden von den meisten gr√∂√üeren Banken und in gehobenen Hotels und Einkaufszentren akzeptiert. Reisenden wird empfohlen, Kreditkarten stets mit sich zu f√ľhren, da es besonders in l√§ndlichen Bereichen zu Problemen bei der Bargeldversorgung kommen kann.

Leihmutterschaft
Wer erw√§gt, in Indien ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen, sollte folgende Hinweise beachten: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Ein von einer verheirateten indischen Leihmutter geborenes biologisches Kind eines deutschen Staatsangeh√∂rigen hat keinen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen VG 23 L 79.11). Indien erteilt zudem keine Visa mehr an Ausl√§nder, die zur Durchf√ľhrung einer Leihmutterschaft einreisen wollen. Weitere Informationen sind in den FAQ zur Leihmutterschaft zu finden.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.
Es wird darauf hingewiesen, dass in Indien keine professionelle, private Infrastruktur f√ľr Nothilfe ‚Äď insbesondere f√ľr Such- und Bergungsaktionen bei Unf√§llen im Hochgebirge ‚Äď zur Verf√ľgung steht. Hilfsma√ünahmen m√ľssen b√ľrokratisch und zeitintensiv √ľber das Au√üenministerium und die milit√§rischen Einrichtungen eingeleitet werden.

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige

Reisedokumente
Die Einreise ist f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige mit folgenden Dokumenten m√∂glich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: –

Visum
Deutsche Staatsangeh√∂rige ben√∂tigen f√ľr die Einreise nach Indien grunds√§tzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisep√§sse k√∂nnen unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa ‚Äď e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis sp√§testens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt in den meisten F√§llen zur zweimaligen Einreise f√ľr einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen.
Auf der Homepage indianvisaonline sind die Voraussetzungen f√ľr ein elektronisches Touristenvisum aufgef√ľhrt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelf√§llen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tats√§chlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu f√ľhren.
Eine 24/7-Hotline f√ľr elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail √ľber indiatvoa@gov.in eingerichtet.
Das e-TV wurde zus√§tzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingef√ľhrt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zust√§ndigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht m√∂glich.
Regul√§re Touristenvisa werden grunds√§tzlich mit einer G√ľltigkeitsdauer von sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen m√∂glich sind (multiple entry visa).

Eine Verl√§ngerung der G√ľltigkeit des Touristenvisums nach Einreise ist nur in begr√ľndeten Ausnahme-/Notf√§llen durch das zust√§ndige √∂rtliche Foreigners‚Äô Regional Registration Office (FRRO) m√∂glich.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgef√ľhrt ist, besteht – unabh√§ngig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts – eine Registrierungspflicht beim √∂rtlich zust√§ndigen District Foreigners’ Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners’ Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung f√ľhrt regelm√§√üig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim √∂rtlich zust√§ndigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsl√§ufig eine mehrt√§gige Ausreiseverz√∂gerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine R√ľckreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalit√§ten sind zudem sehr umst√§ndlich und f√ľhren regelm√§√üig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zust√§ndigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen F√§llen erfahrungsgem√§√ü nicht m√∂glich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu f√ľhren, die erfahrungsgem√§√ü gelegentlich noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auf der Webseite des indischen Innenministeriums  bzw. des Bureau of Immigration sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden.

Reisende, die nicht innerhalb der G√ľltigkeit des Visums ausreisen, m√ľssen mit einer Haftstrafe und mehrj√§hrigem Einreiseverbot rechnen.

Es kommt immer wieder vor, dass Pässe bei der Einreise von den Grenzbehörden nicht gestempelt werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Einreisestempel erhalten und verwahren Sie Ihren Reisepass sicher! Ohne Einreisestempel kommt es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten. Mehrtägige Verzögerungen durch Erwerb einer Ausreiseerlaubnis beim FRO und Ministry of Home Affairs (nur in Delhi) sind die Regel. Dies gilt auch im Fall eines Passverlustes während des Indienaufenthalts und der erforderlichen Erteilung eines Ersatzdokuments durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende ausgewiesen werden, weil ihre Aktivit√§ten in Indien (oft NGO-Arbeit) nach Auffassung der indischen Beh√∂rden nicht mit dem Status eines Touristenvisums vereinbar sind. Es wird empfohlen, konkret anlassbezogene Visa zu beantragen, z. B. Konferenzvisa oder Business/Employment/Entry (X) Visa f√ľr Freiwilligenarbeit.

Einreisebestimmungen f√ľr deutsche Staatsangeh√∂rige k√∂nnen sich kurzfristig √§ndern, ohne dass das Ausw√§rtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder √ľber diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000,- US-$ (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenst√§nde (z. B. Videokameras) m√ľssen deklariert werden.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen W√§hrung ist f√ľr verschiedene Personengruppen unterschiedlich geregelt. Verbindliche Informationen dazu k√∂nnen der Webseite der Reserve Bank of India¬†entnommen werden.

Die Ausfuhr von Antiquitäten ist streng reglementiert. Genaue Informationen finden Sie auf der Webseite von eIndia Tourism.

Die Einfuhr von Goldm√ľnzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. F√ľr Ausl√§nder indischer Abstammung (PIO) gelten besondere Bestimmungen.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen ist verboten.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften drohen hohe Geldstrafen oder gar Verhaftung bei der Ausreise.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen f√ľr Deutschland k√∂nnen Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App “Zoll und Reise” finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz – selbst kleinster Mengen – Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso f√ľr die Ausfuhr von gesch√ľtzten Tierh√§uten und Pflanzen.

In den einzelnen indischen Bundesstaaten gelten unterschiedliche Vorschriften zu Alkoholkauf und -verzehr. So schwankt das Mindestalter f√ľr Alkoholverzehr z.B. zwischen 18 und 25 Jahren. Einige indische Bundesstaaten gestatten Alkohol ausschlie√ülich f√ľr medizinische Zwecke, in anderen ist eine spezielle Erlaubnis f√ľr den Kauf, Transport oder Verzehr von Alkohol erforderlich. Die Strafen bei Versto√ü gegen die jeweiligen Regelungen k√∂nnen teilweise sehr streng sein. Reisenden wird empfohlen, sich in den jeweiligen Bundesstaaten √ľber die geltenden Regelungen zu Alkoholkauf und -verzehr zu informieren.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ‚Äď ohne g√ľltigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis, dazu z√§hlt auch die √úberschreitung des G√ľltigkeitszeitraums des Visums und die Verletzung der Registrierungspflicht (vgl. unter Einreisebestimmungen) ‚Äď kann mit langen Haftstrafen oder Geldstrafen geahndet werden. Ebenso ist der Aufenthalt ohne Genehmigung in Gebieten mit Genehmigungspflicht (protected and restricted areas) eine Straftat, die mit Haft geahndet wird. Dies gilt auch f√ľr einige touristisch interessante Gegenden u.a. in Ladakh und Sikkim oder auf den Andamanen.

Homosexualit√§t ist in Indien nicht mehr strafbar. Der Supreme Court hat am 6. September 2018, nach 158 Jahren den aus der Kolonialzeit stammenden Artikel des indischen Strafgesetzbuchs dazu ge√§ndert und einvernehmlichen Geschlechtsverkehr unter gleichgeschlechtlichen Erwachsenen legalisiert. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der √Ėffentlichkeit aufgrund zum Teil fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz gleichwohl diskret und zur√ľckhaltend auftreten.

Der Besitz und die Nutzung von Satellitentelefonen sind in Indien verboten und werden ebenfalls strafrechtlich geahndet.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erkl√§rt. Eine √úberpr√ľfung und ggf. Erg√§nzung des Impfschutzes gegen Masern f√ľr Erwachsene und Kinder wird daher sp√§testens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.
Impfschutz
Eine g√ľltige Impfung gegen Gelbfieber wird nur f√ľr die Einreise aus einem Gelbfieber√ľbertragungsgebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Seit M√§rz 2014 wird bei Einreise aus L√§ndern mit gemeldeten Polio Erkrankungen ¬†und L√§ndern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren der Nachweis einer Polioimpfung, die nicht j√ľnger als sechs Wochen und nicht √§lter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. j√§hrlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuf√ľhren.

Das indische Gesundheitsministerium f√ľhrte dazu erkl√§rend aus, dass der Impfnachweis f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in polio-infizierten L√§ndern leben und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich f√ľr Ausl√§nder, z. B. deutsche Staatsb√ľrger, die in Indien leben und in polio-infizierte L√§nder reisen. Genauere Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite des indischen Gesundheitsministeriums.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt grunds√§tzlich, die Standardimpfungen gem√§√ü aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts f√ľr Kinder und Erwachsene anl√§sslich jeder Reise zu √ľberpr√ľfen und zu vervollst√§ndigen.
Dazu geh√∂ren f√ľr Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderl√§hmung), Mumps, Masern, R√∂teln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (G√ľrtelrose).
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Poliomyelitis und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch gegen Tollwut, Hepatitis B, Meningokokken-Erkrankungen (ACWY) und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Malaria
Die √úbertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-M√ľcken. Unbehandelt verl√§uft insbesondere die gef√§hrliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europ√§ern h√§ufig t√∂dlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Au√üer in H√∂henlagen √ľber ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzj√§hrig ein mittleres √úbertragungsrisiko f√ľr Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten w√§hrend und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die gro√üen St√§dte davon nicht ausgenommen. Auch in Mumbai, Kalkutta und Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria-Erkrankungen zu verzeichnen.
Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am h√∂chsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach S√ľden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in √ľber der H√§lfte der F√§lle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.
Je nach Reiseprofil kann daher neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll sein.
F√ľr die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erh√§ltlich.
Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen, da in Indien die Gefahr von Medikamentenfälschungen groß ist.

Aufgrund der m√ľckengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden eine Expositionsprophylaxe¬† empfohlen. Speziell sollte auf folgende Punkte geachtet werden:

‚Äʬ†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† k√∂rperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)

‚Äʬ†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† tags√ľber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien K√∂rperstellen wiederholt aufzutragen

‚Äʬ†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ggf. unter einem impr√§gnierten Moskitonetz zu schlafen

Dengue-Fieber
Dengue-Fieber wird durch tagaktive M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelf√§llen k√∂nnen schwere Verl√§ufe mit ernsthaften Gesundheitssch√§den oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme.

Dengue-Fieber kommt landesweit, besonders an den K√ľsten, aber auch in St√§dten und in H√∂henlagen bis ca. 1.500 Metern vor. W√§hrend und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen.

Chikungunya
Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver M√ľcken √ľbertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und k√∂nnen mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya-Viren. Eine sorgf√§ltige Expositionsprophylaxe, wie oben f√ľr Malaria beschrieben, ist die einzige m√∂gliche Schutzma√ünahme. Chikungunya kommt zunehmend w√§hrend und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bev√∂lkerungsreichen K√ľstengebieten und den gro√üen Metropolen vor.

Nipah-Virus-Infektion

Gelegentlich wurden kleinere Nipah-Virus Ausbr√ľche in Westbengalen beschrieben; 2018 auch erstmals im s√ľdlichen Bundesstaat Kerala. Dieser Ausbruch gilt als beendet.

Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Indien mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.

Das √úbertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.

In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Ausw√§rtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko fr√ľhkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Pr√§vention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft f√ľr Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Ausw√§rtigen Amtes.

Japanische Encephalitis (JE)

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entz√ľndung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechm√ľcken √ľbertragen. Vor allem Schweine und Wasserv√∂gel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber h√§ufig schwer und hinterlassen bleibende Sch√§den oder enden t√∂dlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE-Viren. Deshalb sind ein sorgf√§ltiger M√ľckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig.

Ein geringes √úbertragungsrisiko f√ľr JE besteht landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum geh√§uften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentz√ľndungen, deren Ursache nicht immer eindeutig gekl√§rt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters endete.
Durchfall- und Darmerkrankungen, Cholera
Durchfallerkrankungen sind √ľberall im Land ganzj√§hrig h√§ufig. Leitungswasser hat auch in St√§dten oft keine Trinkwasserqualit√§t. Das Infektionsrisiko f√ľr Salmonellen- und Shigelleninfektionen, Am√∂ben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Viele Typhuskeime sind multiresistent, d.h. Antibiotika nur noch schlecht wirksam.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden.

Wenn Sie Ihre Gesundheit w√§hrend Ihres Aufenthaltes nicht gef√§hrden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschlie√ülich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlens√§ure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrsp√ľlen und Z√§hneputzen wo m√∂glich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Sch√§len. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie m√∂glich mit Seife die H√§nde immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. H√§ndedesinfektion, wo angebracht, durchf√ľhren, ggf. Einmalhandt√ľcher verwenden. Impfung gegen Typhus (s.o.).

Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der √ľblichen Hygieneregeln aber f√ľr Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verf√ľgung, wird aber nicht generell empfohlen.

Grippe (Saisonale Influenza)
Die saisonalen Influenzaviren, einschlie√ülich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im S√ľden sind Grippeviren in deutlich geringerer H√§ufigkeit ganzj√§hrig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer H√§ufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) F√§llen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

Tollwut
Bei der Tollwut handelt es sich um eine t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen √ľbertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltr√∂pfchen auf den Schleimh√§uten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen k√∂nnen ebenfalls Tollwut √ľbertragen und sollten niemals gef√ľttert werden. Die notwendigen, medizinischen Ma√ünahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien au√üerhalb der Gro√üst√§dte, z. B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer m√∂glich, eine ununterbrochene K√ľhlkette der Impfstoffe ist nicht √ľberall gew√§hrleistet. Zuverl√§ssigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist f√ľr Indienreisende besonders wichtig.

Tuberkulose
Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich h√§ufiger als in Mitteleuropa vor. Die √úbertragung erfolgt von Mensch zu Mensch √ľber Tr√∂pfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgem√§√üe oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten
Durch sexuelle Kontakte, bei intraven√∂sem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kan√ľlen) durch T√§towierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grunds√§tzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen haupts√§chlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

Geographisch bedingte Erkrankungen
Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel f√ľr Trekkingtouristen, die in gro√üe H√∂hen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht f√ľr eine stufenweise H√∂henanpassung. Verschiedene Formen von akuter H√∂henkrankheit sind m√∂glich.

H√∂henkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf √ľber 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gef√§hrlicher Funktionsst√∂rung von Lunge und Gehirn f√ľhren. Erkranken k√∂nnen auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie fr√ľher gro√üe H√∂hen und rasche Aufstiege ohne Probleme bew√§ltigt haben. Todesf√§lle sind m√∂glich.

Beschwerden, die auf eine beginnende H√∂henkrankheit hinweisen k√∂nnen, sind: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehst√∂rungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverz√ľglich mit dem Abstieg begonnen werden – nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Fr√ľhsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollst√§ndig verschwinden.

Vor Reisen in gro√üe H√∂hen (√ľber 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endg√ľltigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen h√∂henmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme K√§lte und unwegsames oder unbekanntes Gel√§nde bergen weitere Risiken f√ľr den Reisenden in gro√üer H√∂he. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschl√§ge kann es an gef√§hrdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Bergh√§ngen kommen.

F√ľr die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die M√∂glichkeit einer Evakuierung durch das indische Milit√§r, die sich sehr b√ľrokratisch und zeitaufw√§ndig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verz√∂gert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es k√∂nnen trotz gro√üem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Flugger√§te nicht immer einsatzbereit und k√∂nnen meist nur in einem sehr engen Zeitfenster fr√ľhmorgens starten. Die Kosten√ľbernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion gekl√§rt sein und ist in der Regel zun√§chst vom Verungl√ľckten selbst zu tragen. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach R√ľcksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuf√ľhren.

Im S√ľden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der √Ąquatorn√§he besonders intensiv. Unangenehme und langfristig gef√§hrliche Sonnenbr√§nde sind h√§ufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen geachtet werden.

Gef√§hrliche Str√∂mungen f√ľhren an den K√ľsten immer wieder zu Badeunf√§llen. Warnungen an den Str√§nden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Str√§nden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Str√§nde bergen ein Infektionsrisiko f√ľr parasit√§re Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

Weitere Gesundheitsgefahren
Versorgung nach Unfällen

Technische √úberwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa √ľblich, werden in Indien nicht durchgef√ľhrt. Verkehrsregeln werden von der gro√üen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunf√§lle sind insbesondere bei √úberlandfahrten h√§ufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notf√§llen oder Unf√§llen, kann in weiten Landesteilen nicht gew√§hrleistet werden, ein zuverl√§ssig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den St√§dten nicht √ľberall existent. Gehwege existieren h√§ufig nicht oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

Luftverschmutzung
Die Luftverschmutzung in den St√§dten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten au√üerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsr√ľckst√§nde und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD k√∂nnen sich dadurch erheblich verschlechtern.

√úber die aktuellen Luftwerte kann man sich im Internet bzw. mittels Smartphone Apps informieren, bspw. auf www.acicn.org/map/india (Auflistung verschiedene Luftwerte Mess-Stationen in Indien) oder http://www.dpccairdata.com/ (Mess-Stationen der Landesregierung von Delhi).

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und w√§hrend einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gew√§hrleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen F√§llen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepl√§ne ausf√ľhrlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europ√§ischem Standard. Sprachbarrieren k√∂nnen gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den gro√üen St√§dten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der gro√üen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es √ľblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner pers√∂nlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe z.B. www.dtg.org.
Besonders chronisch kranke und behandlungsbed√ľrftige Menschen m√ľssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverl√§ssigen Medikamenten und eine ununterbrochene K√ľhlkette sind nicht √ľberall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gef√§lschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelm√§√üig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich f√ľr die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der gro√üen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverl√§ssiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegen√ľber h√§ufig eingesetzten Antibiotika auf.

Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verf√ľgen f√ľr den Notfall √ľber eine Adressenliste von √Ąrzten und Krankenh√§usern in der jeweiligen Stadt.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung f√ľr eventuell eintretende Sch√§den k√∂nnen nicht √ľbernommen werden. F√ľr Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei l√§ngeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. F√ľr k√ľrzere Reisen, Einreisen aus Drittl√§ndern und Reisen in andere Gebiete des Landes k√∂nnen Abweichungen gelten;
  • immer auch abh√§ngig von den individuellen Verh√§ltnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelm√§√üig zu empfehlen;
  • trotz gr√∂√ütm√∂glicher Bem√ľhungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie k√∂nnen weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer v√∂llig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Akkordeon

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Vased Lad, Vorreiter der ayurvedischen Bewegung in Indien und in westlichen L√§ndern, ist Protagonist des Dokumentarfilms “Der Doktor aus Indien” von Regisseur Jeremy Findel

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